15. Oktober 2014 KomMehdornTerminband151014

Dies und Das zum BER-Spaß

Der geistige Zustand der Politiker, die das BER-Desaster zu verantworten haben, entspricht dem Ergebnis des BER-Zustandes. Der geistige Trümmerhaufen hat sein sichtbares Fenster im Bauzustand des BER, den sie im Anflug geistiger Umnachtung der Nachwelt als ihre „Kathedrale des 21. Jahrhunderts“, ihr Denkmal hinterlassen wollten.


Es wird weiter gelogen und „gekunkelt“, wenn über Problemlösungen schwadroniert wird. Es wird weiter gelogen, wenn über Zustand, Baufortschritte oder Inbetriebnahmetermin geschwätzt wird. Es wird weiter gelogen, wenn herumposaunt wird, wie teuer der BER wird und wer das Ganze bezahlen soll. Obendrauf kommt dann noch die Lachnummer zum exzellenten Lärmschutz für 15 000 Immobilien. Mit System fegen die Verfassungsfeinde den Fluglärm vom Tisch und ignorieren auch noch die gesundheitlichen Folgen ihrer BER-Lachnummer. Das ist alles Andere als lustig.


Hinter diesem BER-„Spaß“ stehen Fakten und Personen. Sie haben sich selber zu Lachnummern hochgedient. Sie führen eine Schmierenkomödie auf, von der sich nun das Publikum schaudernd abwendet. Die Schauspieler sind aus öffentlichem Verriss und Sendungen der Spaßmacher aus Fernseh- und Rundfunkprogrammen nicht mehr wegzudenken. Als Lieferanten für eine gute Nachrichtenlage der Medien sind sie Gold wert.

Die Lieferanten des BER-Spaßes

Mehdorn
Nicht durch eigene Schuld, aber durch eigenes Zutun steht im Vordergrund der von den Protagonisten als Supermanager ernannte Chef der Flughafengesellschaft (FBB) und zugleich Pudel des Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Wowereit (SPD). Was dieser Supermanager in 18 Monaten zu seiner Aufgabe, den Lösungen der Probleme und den Fähigkeiten von Aufsichtsräten, verantwortlichen Mitarbeitern und gröbsten personellen Fehlentscheidungen auf der Bühne abgelassen hat, ist ein vollendetes Stück für eine mehrstündige Kabarettveranstaltung. Die Stichworte für die einzelnen Szenen: „Tegel offen halten „JaNein“, „mit Sprintgeschwindigkeit ins Himmelfahrtskommando“, „dummes Personal in die Wüste“, „Terminband und Fertigstellungsterminzone“ als neue Wortschöpfungsnummer, „alles auf gutem Weg ins Nirwana“, „zu kleines Terminal groß machen durch modernes Terminal Schönefeld-Alt“, sind die wichtigsten Überschriften Mehdornscher Spaßszenen in der BER-Schmierenkomödie.


Wowereit (SPD)
Der sich Oberregisseur der Theateraufführung, Wowereit, der „sich selbst reaktiviert“ hatte, ist die große Nummer für viele Späße. Er ist das Großmaul unter den Schreihälsen, die rund um ein Theater auch immer gehört werden wollen. Auf der Bühne durfte man seit 13 Jahren - Tag für Tag und Jahr für Jahr - erleben, wie er sein Publikum veralbern ließ. Die Treusten der Treuen, Hofberichterstatter und Ar...kriecher, klatschten begeistert, wenn er in seinem Stück vom modernsten Großflughafen Europas schwelgen ließ, einer Jobmaschine für 40 000 neue Arbeitsplätze, einem Drehkreuz, das Berlin mit der Welt verbindet, einem ach so wettbewerbsfähigen Flughafen, der die Konkurrenz in Europa nicht fürchten muss - im Gegenteil aber die Konkurrenz das Fürchten lehrt. Er verstand es, diese Parolen als Marken in der Schmierenkomödie zu etablieren.

In prominenten Nebenrollen: Bomba (CDU), Gatzer (SPD)
Die Nebenrollen sind prominent besetzt. Da gibt es die Hofschauspieler mit den Titeln Staatssekretär für Finanzen, Gatzer (SPD), Bundesfinanzministerium und Bomba (CDU), Bundesverkehrsministerium. Diese Schauspieler verfügen über Souffleure, die das Drehbuch zum BER-Stück auswendig beherrschen. Nie wurden aber diese Souffleure auf die Bühne gebracht. Die sollten immer fein in ihrem Kasten verborgen bleiben. Nicht sie oder ihre Minister sollten angeleuchtet werden, sondern immer nur die Schmierenkomödianten in Berlin und Brandenburg. Weil sie in Wahrheit den Erfolg der Komödie nicht wollten, mussten alle Fachsouffleure in ihren Ministerien im Dunklen bleiben.


Links auf der Bühne: Göhrke und Markov
Zwei Schauspieler der politischen „Sonderklasse“ sicherten die Zuschauer der politischen Linke. Wie in Dialektik-Kursen schon im Moskauer Theater gelehrt, ist das Volk mit „immer dagegen sein um auch immer dafür zu sein“ am einfachsten zu betrügen. Natürlich sind die Linken Volksschauspieler gegen eine BER-Schmierenkomödie, die das Volk nicht sehen möchte. Natürlich sind sie aber auch dafür, weil auf der einst so verfluchten kapitalistischen Bühne wunderschöne und auch noch pensionsberechtigte und gut bezahlte Pöstchen anfallen.


Bretschneider - der unvermeidliche
Die beste Nebenrolle im BER-Theater hat ein Schauspieler der 3. Klasse - der ewige und unvermeidliche Bretschneider (SPD). Weil seine Krawallkünste eher gefragt sind als die ansprechenden Passagen des Drehbuchs, lässt er sich immer auf die Bühne schieben, wenn sich seine Vorsprecher nicht auspfeifen lassen wollen. Mit allen Auftritten produziert er eine Wendigkeit, Vertuschungskünste und politische Lügereien, die sein Markenzeichen „unglaubwürdig“ sichern.


Wirtschaftsschauspieler namenslos
Zur Schmierenkomödie gehören natürlich auch Schauspieler in dunklen Anzügen, die als Abgesandte von den „Industrie und Handelskammern“ (IHK), Wirtschaftverbänden und Gewinnbeschaffungslobbyisten je nach Stimmungslage ihrer Absender jubeln oder schweigen dürfen. Solange das Stück ein Publikumserfolg und die Theaterkasse voll war wurde das BER-Stück als Freudenhaus gefeiert. Jetzt ist die Kasse leer, die Freier sind weg, das Publikum entsetzt und hinter den Kulissen das große Schweigen. Die Wirtschaftsschauspieler und ihre Absender sind verschwunden.


Arbeitnehmerklasse im Dreck
Was wäre das für ein Theaterstück, wenn niemand vom Volk auf der Bühne stehen würde. Nur stehen diese Vertreter des Volkes von Arbeitern und Angestellten der FBB nicht, sondern sie liegen im Dreck auf der Bühne. Da suhlen sie sich schon solange wie das Stück aufgeführt wird und hoffen, dass die Schweinwerfer nicht ihre Gesichter erhellen. Sie wollen auch nicht stehen, weil Steher immer mehr von der Publikumswut abbekommen als Liegende, die schon tief gefallen sind.


So weit ist es nun also gekommen. Offenbar hilft nur noch beißender Humor gegen Akteure, die in ihrer vermeintlichen Machtposition in Ignoranz und Unfähigkeit erstarrt sind. Der letzte Akt hat angefangen. Der Vorhang wird irgendwann fallen.

Redaktion Neue Aktion (NA)
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11. Oktober 2014 KomKoalitiosvertrag111014

Ein Dokument der Schande, Feigheit und Vertuschung Die Koalitionsvereinbarung von Rot/Rot zum BER


Vor dem Urteil steht die Information zum Inhalt. Darum können wir es unseren Lesern nicht ersparen zu lesen, was in einem 70seitigen Dokument zum gefährlichsten Projekt und dem Totalversagen der BER-Politik übrig geblieben ist.

Zu keinem Problem des BER-Desasters wurden Lösungen verpflichtend vereinbart.

Das
Zitat zum BER aus der Vereinbarung belegt die Unverbindlichkeit und Hilfslosigkeit ebenso wie die Fortsetzung politischer Lügereien:

Die schnellstmögliche Fertigstellung des Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) und der bedarfsgerechten Infrastruktur im Flughafenumfeld bleiben Ziele der Koalition. Oberste Priorität hat ebenfalls die schnelle Umsetzung des Schallschutzprogramms. Härtefälle sollen großzügig behandelt werden. Eine dritte Start- und Landebahn wird von der Koalition abgelehnt. Der Flughafen wird nur erfolgreich sein können, wenn er in der Region akzeptiert ist. Mehr Nachtruhe zu erreichen, bleibt eine Daueraufgabe. Die Koalition unterstützt nach wie vor dieses Anliegen und wird bei den Forderungen an die Miteigentümer des Flughafens nicht nachlassen. Die Erhebung hoher Nutzungsentgelte für Starts und Landungen in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr stellt eine Möglichkeit dar, Starts und Landungen in diesem Zeitraum wirtschaftlich unattraktiv zu machen. Die Koalition wirkt darauf hin, dass das Umfeld des Flughafens BER zur Modellregion beim Thema Gesamtlärmbetrachtung wird. Die Koalition wird auch weiterhin auf die notwendige Transparenz der Entwicklung der Kosten des Projektes hinwirken. Sie wird darauf achten, dass die Flughafengesellschaft zur Finanzierung der Inbetriebnahme vorrangig Quellen außerhalb weiterer Kapitalzufuhren der Gesellschafter identifiziert und ausschöpft. Dies gilt auch für notwendige Kapazitätserweiterungen“…

Die Wahrheit im Klartext:
Was bedeutet...
...„
Die schnellstmögliche Fertigstellung des Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) und der bedarfsgerechten Infrastruktur im Flughafenumfeld bleiben Ziele der Koalition“?

Antwort:
Gar nichts! „Schnellstmögliche Fertigstellung“ ist sooo dehnbar .... bis zum St.-Nimmerleinstag. Bisher galt immer: Schnellstmöglich heißt 2016, das Jahr in dem die Baugenehmigung für den BER abläuft. Das aktuelle „Schnellstmöglich“ heißt darum: in 2017 geht alles von vorne los, weil dann ein neuer Bauantrag her muss.
Was soll oder bedeutet...

...„der bedarfsgerechten Infrastruktur“?
Antwort:
Gar nichts. Das ist eine ebenso dumme wie phantasielose Begriffsbestimmung. Besser gesagt: eine faule Ausrede zur Verbergung von Hilfslosigkeit.
Was bedeutet...
die schnelle Umsetzung des Schallschutzprogramms“?
Antwort:
Seit 2006, der „Schönefeld-Entscheidung“ zum Planfeststellungsbeschluss BBI/BER sind die Verpflichtungen der Gesellschafter der Flughafengesellschaft (FBB) zum Lärmschutz bei Inbetriebnahme des BER bekannt. Außer politischen Sprüchen, Täuschereien und Lügen ist bis heute nicht gesichert, wer welchen Anspruch auf passiven Lärmschutz hat. Unabhängig davon kann es nur einen „passiven“ Lärmschutz für ca. 15 000 Immobilien, Horte, Kitas und Schulen geben. Für den Außenbereich ist kein Lärmschutz möglich. Dazu kommen noch ca. 200 000 vom Fluglärm Betroffene, die den Lärm in Außenbereichen ertragen müssen und außerdem aber keinen Anspruch auf passiven Lärmschutz haben. Über 18 Jahre hinweg wurde den Betroffenen und der Öffentlichkeit immer vorgemacht: Es muss der „Lärmschutz“ exzellent sein und schnell erfolgen. Schnellstmöglich heißt darum: In gleichem Tempo wird es weitergehen. Das Ende von „schneller Umsetzung“ ist auch hier der St.-Nimmerleinstag!

Was bedeutet...
…“
Eine dritte Start- und Landebahn wird von der Koalition abgelehnt. Der Flughafen wird nur erfolgreich sein können, wenn er in der Region akzeptiert ist“?
Antwort:
Gar nichts! Diese Parole vertuscht, dass über einen notwendigen Bau zur Sicherung des kommenden Flughafenwachstums die Landesregierung von Brandenburg - oder Rot/Rot - keine alleinige Entscheidungsbefugnis hat. Wie immer und wie an allen Flughäfen wird genehmigt, was das Kapazitätswachstum sichert. Nie hatten solche Genehmigungen in vergangenen politischen Parolen eine Bremse. Die Ablehnung ist wertlos, weil im Falle notwendiger Gerichtsentscheidungen zu einem Bauantrag für eine dritte Start- und Landebahn nur die objektive Notwendigkeit zur Sicherung des Flughafenwachstums zählt. Diese Tatsache wird einfach ignoriert, um die Betroffenen zu täuschen.
Die Feststellung, nach der der Flughafen nur erfolgreich sein kann, wenn er „in der Region akzeptiert wird“, ist dummes Zeug. Unabhängig davon, dass jeder Flughafen durch Fluglärm für Hunderttausende gesundheitsgefährdend ist, gibt es durch die Betroffenen, wenn sie keine Masochisten oder Selbstmörder sein wollen, diese Akzeptanz nie. Es reicht ein Blick nach Frankfurt, Zürich, Amsterdam oder sonst wohin, dann erführen auch die Rot/Roten Koalitionäre, wie erfolgreich diese Flughäfen ohne Akzeptanz der Betroffenen sind.
Was bedeutet...
…“
Mehr Nachtruhe zu erreichen, bleibt eine Daueraufgabe“?
Antwort:
Diese Leeraussagen ist das Eingeständnis der Kapitulation: Die Wahrheit lautet: Alle angeblichen Bemühungen, eine Nachtruhe zu sichern und damit den Forderungen aus einem Volksbegehren nachzukommen, sind gescheitert. Vor der Umsetzung solcher Forderungen stehen die Hürden, die die Gesellschafter Berlin und Bund in Stein gemeißelt haben. Vor der Umsetzung stehen auch richterliche Entscheidungen, die festgelegt haben, dass es Nachtruhe am BER, mit dicken Ausnahmen, nur zwischen 0:00 und 5:00 Uhr geben darf. Die Daueraufgabe heißt darum: Den Betroffenen muss für die nächsten 100 Jahre klargemacht werden, dass Rot/Rot eine Daueraufgabe hat.

Was bedeutet... …“
Die Erhebung hoher Nutzungsentgelte für Starts und Landungen in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr stellt eine Möglichkeit dar, Starts und Landungen in diesem Zeitraum wirtschaftlich unattraktiv zu machen“?
Antwort:
Gar nichts! Diese „Möglichkeit“ ist rechtwidrig! Sie würde im Falle einer Umsetzung die Gesellschafter und ihre Aufsichtsräte wegen bewusster Schädigung der FBB vor den „Kadi“ bringen. Denn: Wer das Unternehmen, für das er Verantwortung hat, bewusst unwirtschaftlich macht, betreibt Untreue gegenüber den Eigentümern - hier den Bürgern und Steuerzahlern. Diese Aussage, selbst nur als Möglichkeit dargestellt, ist Beweis dafür, dass Rot/Rot das Recht mal einfach so ignoriert, um die Bürger täuschen zu können. Ein Skandal!
Was bedeutet...
…“
Die Koalition wirkt darauf hin, dass das Umfeld des Flughafens BER zur Modellregion beim Thema Gesamtlärmbetrachtung wird“?
Antwort:
Gar nichts! Das ist nur eine großkotzige Parole ohne jede inhaltliche Substanz. Sie dient wiederum der Täuschung der Öffentlichkeit, der klargemacht werden soll, dass es mit einer „Gesamtlärmbetrachtung“ möglich sein soll, eine Modellregion ohne Fluglärm bewerkstelligen zu können. Wie immer, wenn getäuscht werden soll, geht es um ein Weltereignis. Denn: weltweit gibt es eine solche Modellregion nicht. Was sich hinter „Modellregion“ verbirgt, ist eben substanzlose Phantasie.
Was bedeutet...

…“
Die Koalition wird auch weiterhin auf die notwendige Transparenz der Entwicklung der Kosten des Projektes hinwirken. Sie wird darauf achten, dass die Flughafengesellschaft zur Finanzierung der Inbetriebnahme vorrangig Quellen außerhalb weiterer Kapitalzufuhren der Gesellschafter identifiziert und ausschöpft. Dies gilt auch für notwendige Kapazitätserweiterungen“?

Antwort:
Gar nichts! Zunächst ist festzustellen, dass schon mal „weiterhin“ die Unwahrheit ist. Bis heute gibt es keine Transparenz zur Entwicklung der Kosten, die dem BER-Projekt zugerechnet werden müssten. Die Aussage “...zur Finanzierung der Inbetriebnahme vorrangig Quellen außerhalb weiterer Kapitalzufuhren der Gesellschafter identifiziert und ausschöpft. Dies gilt auch für notwendige Kapazitätserweiterungen...“ beinhaltet ein weiteres Täuschungsmanöver. Dem Bürger soll suggeriert werden, dass Milliardenkredite, die aufgenommen sind und für Kapazitätserweiterungen kommen, Geschenke von Banken und Finanzierungsgesellschaften sind, die die öffentlichen Haushalte und den Steuerzahler nicht belasten. Für wie dumm wird das Publikum gehalten? Natürlich müssen die Finanzierungskosten für jede Finanzierung „außerhalb weiterer Kapitalzufuhren der Gesellschafter...“ mit Zins und Tilgung (ebenfalls in Milliardenhöhe) aus Steuergeldern (also dem Haushalt, auch dem Brandenburgs) bezahlt werden.

Was bleibt übrig als Erkenntnis aus der Koalitionsvereinbarung?

Gar nichts.
...oder doch: die Fortsetzung einer Politik der „Schande, Feigheit und Vertuschung“. Gnädig ausgedrückt: heiße Luft um und für NICHTS!

Redaktion Neue Aktion (NA)

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6. Oktober 2014 KomMarksMurks061014

Vom Sprint ins Nirwana - Mehdorn „Klappe, die nächste“ „Weiter so“ geht aber nicht mehr

Wenn der FBB-Aufsichtsrat noch bei Trost ist, dann sind Mehdorns Stunden gezählt. Kein Aufsichtsrat kann sich gefallen lassen, was Mehdorn an Angriffen, Täuschungen und Personalverschleiß in der Führungsebene zumutet. Die großkotzigen Ankündigungen des „Hoppla, jetzt komme ich“ und seine „Sprinterei“ landen erkennbar im Nirwana. Mehdorn weiß dies. Darum wäre er nicht traurig, wenn die Aufsichtsräte aus seinem Versagen die Konsequenzen ziehen. Mit Vertragserfüllung seiner Gage könnte er sich dann mit ca. 1,5 Mio. € in der Tasche auf seinen Weinberg nach Süd-Frankreich absetzen. Für diese Annahme seiner wahren Absichten spricht seine Zustimmung zu einem Brief seines neuen „Technikchefs“, das Siemens-Gewächs Jörg Marks. Marks hat 100 am BER-Projekt beteiligten Mitarbeitern dargelegt, dass auch unter Mehdorn - außer der Verbreitung von heißer Luft und „Kunkelei“ - nichts geschah, was einen Inbetriebnahmetermin sichern kann. Mit diesem Brief hat Mehdorn sein Versagen bestätigen lassen. Jetzt darf er im Sinne eines Abflugs nur noch hoffen, dass der Aufsichtsrat Konsequenzen zieht, damit er in seiner Lebensplanung ein neues Kapitel beschreiten kann.

Marks hat eine Vorgeschichte
Wer die Alarmbriefe von Siegle, dem einst für Immobilien am BER verantwortlichen Manager, und nun vom neuen Technikchef Marks liest, kommt ins Staunen. Wer sich daran erinnert, was der einst so gefeierte und nun fürs Nichtstun hochbezahlte Technikchef Amann über den Zustand der Baustelle - eines nach Mehdorn zu 97% fertiggestellten BER - an Fehlern, Baustellenzustand und Planungsdesaster aufzählte, kann die Blindheit von Mehdorn nicht nachvollziehen. Amann, als Überbringer richtiger, aber schlechter Botschaften wurde von Mehdorn, mit Zustimmung des Aufsichtsrates der FBB, bei Fortzahlung seines Gehaltes (jährlich sicherlich mehr als 270 000 €) zum Verantwortlichen für Nichtstun verurteilt.

Dann kam der große Problemlöser Großmann - auserwählt von Mehdorn, wieder mit Zustimmung des Aufsichtsrates. Schon nach Wochen seines Treibens am BER stellte er, in Assistenz von Mehdorn fest, dass u.a. die gesamte Brandschutzanlage eine einzige Fehlplanung sei. Es gelte, dieses „Monster“ zu zerlegen. Es dauerte einige Wochen, und er legte dann die Pläne zur Lösung seiner Zerlegetätigkeit vor. Wie gehabt wurde dann auch Großmann mit seiner Kompetenz von Mehdorn und dem Aufsichtsrat gefeiert. Die Feierei, die „gekunkelte“ Hofberichterstattung - alles lief noch - und nun platzte die Bombe! Jener Großmann soll, wie dann angeblich durch Mehdorn festgestellt, durch Absprachen mit Unternehmen in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Das Ergebnis: Weg war er, unter Absingen „schmutziger Lieder“, auch in den Medien!
Fast zeitgleich wurde dann auch der Immobilien-Verantwortliche Siegle geschasst. Grund waren die von ihm in einem Schreiben an den Aufsichtsrat dargestellten Wahrheiten - im Detail beschriebene Fehler von Mehdorn und dessen Uneinsichtigkeiten. Ob der Aufsichtsrat zugestimmt hat, dass Mehdorn sich von Siegle entledigte, ist nicht bekannt. Bekannt ist auch noch nicht, was dieser Rausschmiss durch Kosten der Gehaltserfüllung wert ist.

Ein Bauzustand als Katastrophe
Nachfolger dieser Mehdorn-Opfer ist nun ein Manager, der von Siemens kam und mit dem Brandschutzdesaster vertraut sein soll. Laut Mehdorn-Propaganda: der absolute Wunschkandidat. Dieser Manager braucht auch nur Wochen, um ebensolchen Brandbrief an die Mitarbeiter zu schreiben, der das bestätigt, was allen Experten und Insidern, auch den „Geschassten“, bekannt war. Weil Mehdorn wusste, dass der „neue weiße Ritter“ in Wahrheit der letzte Mohikaner ist, stimmte er dem Inhalt zu. Eine Zusammenfassung war ausreichend. Die Zustände und Planungsfehler sind so katastrophal, dass auch er nicht sagen kann, wie letztlich die Lösung zur Beseitigung aussehen muss und wann die Funktion des BER für die Inbetriebnahme sicher ist.
In Stichworten:
Das Konzept für die Brandschutzanlage/Entrauchung sei noch nicht fertig, nicht „verabschiedet“;
das „Bausoll“ sei nicht definiert;
ständig gäbe es Umplanungen;
es gäbe nur unzureichende Baubesprechungen (Erinnerung: Mehdorn mit seinem Sprintprogramm: wir haben wir alles im Griff);
„gemeinsame Begehungen“ zur Feststellung von Problemen finden nicht statt;
„Zuständigkeiten“ sind ungeklärt oder wechseln je nach Lust und Laune;
gute und erfahrene Fachkräfte stehen für wichtige Teilbereiche des Projektes nicht zur Verfügung;
dazu kommt dann noch die bekannte Tatsache, nach der die gesamte Nummerierung von Gebäudeteilen und Räumen das reinste „Wirrwarr“ ist. Ohne korrekte Nummerierung ist das Gebäude aber nicht abnahmefähig, da Feuerwehr und Rettungsdienste nicht wissen, wohin sie sollen.
Höhepunkt der Marks-Analyse zu den Zuständen ist seine Feststellung, nach der das Hauptgebäude von einer Fertigstellung weit entfernt ist. Diese Tatsache klassifiziert er als „Sanierung im Bestand“. Im Klartext: Ein BER, der noch nie in Betrieb war, ist sanierungsreif. Das ist eine Beerdigung aller Lügereien, die seit 2011 der Öffentlichkeit „vorgekunkelt“ wurden. Wer nach diesen Marks’schen Erkenntnissen Mehdorn, Kunkel, Bretschneider oder der „politischen Klasse“ auch noch ein einziges Wort glaubt, der
will weiter belogen werden.
Als Konsequenz seiner Ohrfeigen für Mehdorn und einen schlafenden und offenbar überforderten Aufsichtsrat kündet Marks nun organisatorische Veränderungen an, die die vorgefundenen Probleme lösen sollen.

Marks ist schlau
Man mag es glauben oder nicht: Marks ist schlau. Vor dem Hintergrund des Schicksals seiner geschassten Vorgänger, der Degradierung der „Finanzchefin“, hat er eine Luxusvereinbarung geschlossen. Im Falle seiner Kündigung würde er rund 500.000 Euro Abfindung kassieren. Sein Jahresgehalt liegt bei 270.000 Euro. Unvorstellbar, dass der Aufsichtsrat dieser Vereinbarung nicht zugestimmt hat. Fazit Alle „Spaßmacher“, Journalisten, internationalen Beobachter, nicht aber die „Politik“, wissen Bescheid, wenn die drei Buchstaben „BER“ erwähnt werden. Dann geht es um das „Pleiten-, Pech- und Pannenprojekt“ BER - am falschen Standort Berlin-Schönefeld. Dann stellen sich die Fragen: Entkernung des Terminals, um Kapazitätsprobleme zu lösen, oder .... nicht fertigstellen, weil ein Flughafen mit Planungs- und Baufehlern gar nicht in Betrieb genommen werden kann.

Niemand ist bei „Weiter so“ in der Lage zu belegen, ob dieser BER noch finanzierbar ist, woher das Geld kommen soll und was er den Steuerzahler erst kosten wird, wenn er wirklich in Betrieb geht. Sicher wäre dann nur: Das Wachstum an Passagieren und Flugbewegungen erfordert eine dritte Start- und Landebahn. Das Ausmaß des Lärmteppichs erreicht dann Potsdam und den Berliner Süden. Diese Folgen werden vertuscht und ignoriert. Entgegen jeden Sachverstand und jede mögliche Problemlösung wollen die verantwortlichen Regierungen in Berlin und Brandenburg, die Abgeordneten in den Parlamenten dieser Länder, die Wahrheit verdrängen. Ein Großflughafen für die Region muss für einen anderen Standort neu geplant werden (
Siehe hier). Die Flughafengesellschaft (FBB) muss geordnet in die Insolvenz. Die verbleibende Masse ist das Angebot an private Investoren, die dann mit privatem Geld einen neuen Flughafen bauen müssen. Nur so geht’s redlich - im Sinne der Betroffenen und aller Steuerzahler.

Redaktion Neue Aktion (NA)