Kom Wann300917

Nur noch Ohrfeigen für St. Floriansjünger am Wannsee und in der Tegel – Region

Schelme oder Illusionisten, die erwartet hatten, über eine Klage Wannsee, Kleinmachnow oder Teltow fluglärmfrei zu bekommen, sind auf dem Teppich der Realität gelandet. Es half auch nicht, den Forschungsreaktor der Helmholz-Stiftung zum Atomreaktor hoch zu dramatisieren. Jeder, der bei Sinnen war, konnte wissen, selbst ein Punktabsturz auf diesen Neutronenproduzenten würde keine bedrohliche Strahlung freisetzen, die auch nur über das Absturzloch hinausgegangen wäre. Zudem war bekannt, der Neutronenproduzent wird bis 2020 stillgelegt.

Bekannt war auch, dass Flugrouten die An– und Abflüge nach Westen und Norden ohne Überflüge der Wannsee– Teltow– und Kleinmachnow–Region An– und Abflüge in Flugrichtung West/Nord von beiden BER–Pisten zu Umwegen gezwungen bzw. Kollisionen wahrscheinlich gemacht hätten, die für Abflüge Süd/West zum Chaos geführt hätten. Auch darum mussten solche Planspiele von der Flugsicherung (DFS) berechtigt als nicht hinnehmbares Flugrisiko abgelehnt werden.

Heilige Marela
Alle Hinweise auf Unrealisierbarkeit der Wunschträume wurden mit Hohn und Spott bedacht. Wir sind wir, die besseren und mächtigeren Menschen, die das Recht auf Schonung vor BER Fluglärm für uns durchsetzen. Man muss daran erinnern, mit welcher Arroganz, welch medialer Hingabe und prominentem Zuspruch diese St. Floriansjünger begleitet wurden, weil sie den BER ohne Fluglärm für sich wollten. Hymnisch von Medien und Parteien wurde eine Dame gefeiert, die ebenso wie ihre Schleppenträger in Parteien und aus der Berliner „Bussi – Gesellschaft“, und ihre Bürgerinitiative „Kein Flugrouten über Berlin“, seit Jahren wieder in der Versenkung verschwunden ist. „Marela Bone–Winkel Mutter des Flugrouten–Protests“ wurde zur Großsprecherin der Flugrouten–Gegner hochgejubelt.

Aus allen Stadtteilen erhalte sie Unterstützung, berichteten die Medien. Für die CDU durfte sie in die Bezirksvertretung, die unvermeidliche „Bundesvereinigung gegen Fluglärm“ ernannte sie zur Sprecherin, Bürgermeister und anderen Politgrößen durfte sie ihre Aufwartung machen. Die Rolle gefiel, auch weil sie die Standortgegner „Schönefeld“ mit Hohn und Spott bedachte. In ihrer Selbstherrlichkeit propagierte sie, gestützt auch von Medien: Flugzeuge die über Wannsee und Steglitz in mehr als 700 m Höhe fliegen, machten ihre und die Kinder in der Region krank. Aus Fluglärmsäuseln über Wannsee wurde ein Fluglärmkrach, der gefälligst da zu bleiben hatte, wo er dank der Standortfehlentscheidung hin gehörte.

Festzuhalten aus dem „Marela Hype“ bleibt ihr Absturz in die Unbedeutendheit. Festzuhalten bleibt aber auch: Ihre von ihr allein gelassenen Jünger machten da weiter, wo sie glaubten, dass die „Fluglämmutti“ die Spur gelegt hatte. Wenn „Marela“ verschwunden ist, werden wir auch ohne sie gegen die Säusel–Routen klagen. Die Kläger, „Marelas“ Nachhut, wollten und wollen den BER ohne Fluglärm für sich, aber dafür mehr Fluglärm für andere Regionen. Trotz aller Hinweise, dass sie aus nachvollziehbaren Gründen nur fluglärmfrei bleiben, wenn sie sich der Forderung anschließen: Der BER am Standort Schönefeld ist unmenschlich und keine Lösung für einen Hauptstadtflughafen mit Zukunft, haben nun für ihren St. Florian die Quittung bekommen. Nach Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG – Az:OVG 6A 29.14) wurde ihre Klagen gegen Flugrouten über Wannsee krachend abgelehnt.

Die Marela-Jünger hatten schlicht übersehen: Wer Fakten ignoriert, den Grundsatz „Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu“ verletzt, macht sich, wie nun entschieden, selber zum Opfer. Das Ende und die Ursachen hat NA exakt im September 2013 auf dieser Webvorausgesagt. (
14. September 2013 Propheten140913 Wider die falschen Propheten)

Die Urteilsklatsche für unbelehrbare
Jetzt, hat der Volksentscheid (24.Spt. 2014) auch den St. Floriansjüngern, die mit Schließung von Tegel (TXL) den Fluglärm in den Berliner Osten und die Brandenburger Landkreise Teltow Fläming und Dahme Spreewald abschieben wollen, eine Lektion erteilt. Dass diese Abschiebung Fluglärm mit drei– bis vierfacher Gesundheitsgefährdung von über 100 000 Menschen zur Folge hat, wird von den St. Floriansjüngern und ihren Helfershelfern, SPD, Linke und Grüne, tot geschwiegen. Schlimmer noch: Die sich so nennende Gesundheitssenatorin Kolat (SPD) verkündet, Fluglärm mache krank -aber nur die Menschen, die vom TXL Lärm betroffen sind. Hätte die Dame Charakter, wäre sie zurückgetreten. Sie teilte Menschenrechte in zwei Klassen ein.

In solche, die in ihren politischen Wirrkopf passen und in solche, die in ihr Hirn nicht passen. Ihr gebremster Intellekt verdrängte dazu: die TXL Betroffenheit ist temporär, die BER Betroffenheit geht über 100 Jahre. Trotzdem bekommen die TXL St. Floriansjünger nun auch die Quittung für ihren Egoismus. Der Volksentscheid und sein Ergebnis hin oder her, TXL bleibt über Jahre in Weiterbetrieb, weil der BER fehlgeplant erst am St. Nimmerleinstag oder nie in Betrieb geht. Zu klein, zu teuer und am Tropf von TXL hängend, der die Kapazitäten abfertigen muss, die der Unvollendete nicht schafft. Wer fabuliert, ein BER Ausbau nach dem von Flughafenchef Lütke Daldrup (SPD) hingerotzten Masterplan sei die Zukunftslösung für einen BER, der mit nur zwei Start– und Landebahnen auch nach 2030 die Schließung vom TXL garantiere, wird spätestens 2030 wieder die Quittung für seinen St. Florian bekommen. Er negiert: der hochgeschriebene und hochgejubelte Masterplan ist ein Plan, für den bisher alle Rechtsgenehmigungen fehlen und für den es keine gesicherte Finanzierung gibt.

Das ist die Lage: Die Fehlplanung BER, Baupfusch, Unfähigkeit, ihn betriebsbereit zu bekommen, Korruption und Absahnerei von Baufirmen, denen man auch unterstellen kann, null Interesse an zügiger Fertigstellung ihrer Gewerke zu haben, sind Ursache des einzigartigen Chaos am BER und damit auch für den Weiterbetrieb von Tegel.

Wer etwas von Flughafenplanung und Entwicklung der Kapazitäten des Flugverkehrs versteht, weiß: Ohne Neuplanung bekommen Berlin und Brandenburg irgendwann einen Flughafen, der exakt zur Unfähigkeit von SPD, Linke, Grüne und CDU passt, die gefangen im Posemuckel-Denken und Handeln die Hauptstadt weiter zur internationalen Lachnummer machen.
Redaktion NA

 





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KomStFloKampagne210917


Staatlich sanktionierte Doppelmoral:
TXL Schließer und ihre Propagandisten entlarvt


„Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu“ ist die Basis für menschliches Zusammenleben, für Solidarität und Schutz von Schwachen in der Gesellschaft.
Wer die Auseinandersetzung um das politisch erzeugte und zu verantwortende Problem des Weiterbetriebs des Flughafens Tegel (TXL) oder der Einstellung des Flugbetriebs über sich ergehen lassen muss, kann nur zum Urteil kommen: Diese Auseinandersetzung hat mit Grundsätzen von Solidarität und Humanität nichts mehr zu tun. Sie ist verachtenswerte Doppelmoral und die Entlarvung der Vertreter der Ellenbogengesellschaft! Es geht um die Befriedigung niederer Instinkte, um Egoismus, um Rücksichtslosigkeit und Verachtung von Fakten. Auslöser und Protagonisten der Befriedigung dieser Instinkte sind die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg, alle Parteien angeführt von der SPD, den Linken und den Grünen.

Wer erleben muss, wie eine Medienkampagne in das Horn von Charakterlosigkeit pustet, lernt dann, wie Kampagnenjournalismus in seinen parteiischen und sachfremden Auswüchsen jede Scham aufgibt. Von journalistischem Handwerk keine Spur. Er verdrängt was geboten ist, wenn es um Kontroverse, ausgewogene Informationen, um Kontrollverpflichtungen „der vierten Gewalt“ geht. Die ganze Hinwendung zur Gesundheitssicherung gegen Fluglärm gilt nur den Betroffenen, die in der TXL Region unter Fluglärm leiden. Wer heute für zukünftige Generationen die Folgen des BER Flugbetriebs einfach ausgeblendet, verurteilt diese Betroffenen zu Parias, zu Opfern von Egoismus und Rechtslosigkeit. Gesundheitsschäden, Zerstörung von Lebensqualität, und Zerstörung ihrer Erholungsgebiete, Menschen die zu Leben in Schallschutzkabinen (sog. schallgeschützte Häuser und Wohnungen) gezwungen werden, Kinder die in Akustikkäfigen in Kitas und Schulen unterwiesen werden, bei Spiel und Erholung einen Fluglärmertragen müssen, der wenigstens mit Rasenmäher-Lautstärken über ihre Köpfe geht, finden keine Gnade vor den Vertretern der Tegel schließen Kampfgruppe.


Ursachen ignoriert und Wirkungen verdreht

Zur Klarstellung: Die Frage Tegel (TXL) Weiterbetrieb „Ja“ oder „Nein“ ist das Ergebnis einer total vermasselten Flughafenpolitik. Ausgerechnet die Versager, die Landesregierungen Berlin/Brandenburg, die Abgeordneten aller Parteien entdecken nun den Fluglärm und seine Folgen, die Folgen aber nur für die Betroffenen von TXL. Vom BER Betroffene, wohin nach ihren Forderungen auch der Fluglärm von TXL abgeschoben werden soll, existieren für St. Florian nicht.

Es ist keine Lappalie, es sind harte Fakten, die vertuscht und verschwiegen werden. Zunächst, bis 2040, so die politischen Versager, sollen die Menschen mit über 500 000 Flugbewegungen (minütlich in 18 Stunden) über Generationen ertragen, weil sie einer Standortfehlentscheidung geopfert werden. Was nach 2040, in weniger als 20 Jahren kommt, steckt in der Schweigespirale. Weil das Wachstum des Flugbetriebs ungebremst weiter geht, darf nicht verschwiegen werden: Der BER wird, wie Großflughäfen immer, in seinem zeitlichen Betrieb auf 100 Jahre kalkuliert. Im Klartext: Spätestens 2030 muss entschieden sein ob der BER mit einer dritten und vierten Start- und Landebahn auf eine Kapazität von 75 Mio. Passagieren mit über 700 000 Flugbewegungen ausgebaut wird. Oder politisch wollen die politisch Verantwortlichen die Kapazität 2040 des BER schlagartig einfrieren? Nach Erfahrung ist nicht zu hoffen, dass sie das Gehirn einschalten und sich dann für den Neubau eines Flughafens mit Zukunft entscheiden. Für einen Neubau da, wo nicht Hunderttausende den Fluglärm aushalten müssen, mit dem sie 150 000 im Umfeld von Schönefeld „beglückt“ haben. Nur, das wird dann auch Realität. Was soll mit dem BER gemacht werden? Sein Weiterbtrieb wäre dann TXL hoch Zwei. Dazu hirnloses Schweigen!

Brandenburger Politik ist Wurmfortsatz von Berliner Interessen

Härtester Verfechter der TXL Schließung ist Brandenburg. Diese Versager wollen, dass über 100 000 Brandenburger in den Landkreisen Dahme Spreewald und Teltow-Fläming die drei– und vierfache Fluglärmbelastung der TXL Betroffenen aushalten müssen, sanktionieren. Fluglärm ist gesundheitsgefährdend und Flugbetrieb ein Sicherheitsproblem nur für West – Berliner, nicht für Brandenburger. Darum ist Flugbetrieb nicht für Tegel zumutbar, aber für die dichtbesiedelten Brandenburger BER Regionen, die Erholungsgebiete, keine Zumutung sondern ein Segen. In ausgeprägtem politischen Irrsinn, im Interesse Berlins, haben sie 1996 schon entschieden, den BER am falschen Standort zu bauen, um 150 000 betroffenen Brandenburgern über Generationen ein menschenunwürdiges (Stolpe, SPD) Leben aufzuoktroyieren.

Brandenburg hätte nicht Opfer sein müssen, wenn die heute gescheiterten Politiker den Verstand eingeschaltet hätten

Heute, nach mehr als 20 Jahren, muss man Brandenburger Politikern die Frage zu stellen: Was wäre Brandenburg heute, wenn seit mehr als 10 Jahren in Sperenberg ein Großflughafen in Betrieb wäre? Die Antwort auf diese Frage würde den Landesverrat an den Interessen des Landes und seiner Bürger aufdecken. Nur, den politischen Versagern die Antwort zu ersparen wäre, auch Verrat, Verrat an intellektueller Redlichkeit, die Verantwortung leiten muss. Darum zur Erinnerung: Der „Speckgürtel“ und seine Gemeinden hätte eine Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung und ein Steueraufkommen, das die Entwicklung ganz Brandenburgs befördert hätte. 40 000 bis 50 000 direkte und indirekte Arbeitsplätze am Großflughafen hätten Abwanderung im südlichen Brandenburg umgedreht.

Über Arbeitsplatzverluste durch Aufgabe der Lausitzer Braunkohlengruben und Kraftwerke müsste nicht gejammert werden. Denn die Zukunft, auch dieser Arbeitsplätze, wäre durch das Projekt Großflughafen eine sichere Zukunft geworden. Brandenburg hätte eine Zukunft ohne Zahlmeisterei für Berliner Interessen, die am BER manifestiert sind. Anstatt Milliarden in einen BER ohne Zukunft zu versenken, würde man Milliarden aus einem Großflughafen mit Zukunft für 100 Jahre erzielen. Brandenburg hätte einen „Leuchtturm“ in seinen Landesgrenzen, der auch nach Berlin gestrahlt hätte. Wer will in Abrede stellen, dass Berlin, die deutsche Hauptstadt, sich einem Flughafen verweigert hätte, den Brandenburg im Angebot gehabt hätte?


Noch ist Brandenburg nicht verloren.

Ob das endgültige „Aus“ für den BER heute oder in 20 Jahren kommt, die grandiose Standortfehlplanung, den gescheiterten BER, ein neuer Großflughafen für Berlin Brandenburg kommt mit Sicherheit. Mit Sicherheit wird Berliner Posemuckelpolitik lernen: Das Gesetz des Handelns für einen Großflughafenneubau hat Brandenburg.

Nur in Brandenburg gibt es Standorte, ob Sperenberg, Jüterbog – Ost oder weitere, die eine Zukunftslösung in Ablösung eines gescheiterten BER möglich macht. Wie, dazu gibt es Alternativen, die durch die Projektstudie aus 2013, Zentralflughafen für Deutschland (
Nachnutzungskonzept) oder durch die Projektplanung der “dreyer planungsgesellschaft“ (Fachtagung) die Lösung/Alternativen zum BER Desaster beweisen.

Redaktion NA