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Wieder nur Jammern, Jaulen und Ignoranz zur Vertuschung, wenn es um Wahrheit geht

 
Da hat ein Lufthansa–Vorstand, Thorsten Dirks (18.03.18 FAS), mit einer polemischen Aussage: „Das Ding (gemeint BER) wird abgerissen und neu gebaut“ eine Wahrheit ausgesprochen, die von Experten und Bürgern überwiegend geteilt wird. Es folgte ein Aufschrei der Erwischten, wie seit 10 Jahren BER Fehlplanung und Bau-Chaos. Dabei hat Dirks „nur ausgesprochen was viele denken“, so der Grüne Hofreiter. „Die Verantwortlichen sollten den Tatsachen ins Auge sehen und sich nicht weiter an alten Konzepten festklammern“

Das sei „Unsinn“ kommentiert einer der Hauptverantwortlichen für das Chaos, Flughafen-Vorstand Lütke–Daldrup (LD) die Aussage von Dirks. Seit Jahren steht er als „Flughafenbeauftragter“ des Berliner Senats, als Mitglied im Aufsichtsrat des BER Bauherrn, der Flughafengesellschaft (FBB), und seit einem Jahr als Vorsitzender dieser Gesellschaft an vorderster Front der Versager–Truppe. Als Taktgeber dieser Truppe und Einflüsterer für die Gesellschafter, hat er selbst jenen Unsinn produziert  und interpretiert, der die Reaktion von Dirks herausgefordert hat.

Nun jault dieser LD im Chor mit den Funktionären von Wirtschaftsverbänden, an der Spitze der Senatswurmfortsatz „Industrie und Handelskammer“ (IHK) auf wie immer, wenn es um Wahrheit geht. Das ganze unter dem falschen Etikett „Wirtschaft“. Nicht Funktionäre oder deren Lobbyorganisationen sind „die Wirtschaft“ sondern Verbraucher, Bürger und Unternehmen, die unter den politisch angepassten Positionen und dem BER Chaos leiden. Es sind doch Bürger, Steuerzahlen, die für die Milliarden grade stehen müssen, die das Chaos kostet. Es sind Unternehmen, die sich an diesem Chaos eine goldene Nase verdient haben und darum besser schweigen sollten, als heuchlerisch die Fortsetzung des Chaos zu verteidigen

Ein Dementi, das keines ist

Die erwartbare offizielle Reaktion der Lufthansa (LH), die als ein Zurück–Rudern kommentiert wurde, können nur Dummköpfe als ein Dementi bezeichnen. Denn mit der Formulierung: “Thorsten Dirks hat die Aussage zum BER zugespitzt, um auf das Ausmaß der Probleme am Hauptstadtflughafen hinzuweisen“, hat die LH nur die Formulierung, nicht aber den Inhalt der Dirks‘schen Feststellung in Frage gestellt. Solche inhaltlich richtigen „Zuspitzungen“ zu Problemlösungen von Fehlplanung, Baupfusch und Lügereien über den jeweils aktuellen Zustand (besser Notstand), über die Gründe für sieben Verschiebungen der Inbetriebnahme und über eine beispiellose Kostenexplosion von 1,85 Mrd. auf jetzt über 7 Mrd. sind unbestreitbar.

Allein vor diesem Hintergrund ist es dreist, ignorant und dumm, wie seit Jahren auf Wahrheit, Fakten und Erkenntnisse durch Politik und die Gesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg reagiert wird. Immer wieder die gleichen Ausflüchte! Immer wieder andere Schuldige! Immer wieder Management–Chaos, Rausschmisse (Schwartz, Mehdorn, Mühlenfeld) und immer wieder noch unfähigere Nachfolger der Geschassten. Und: Aufsichtsratsvorsitzende wie Wowereit (SPD), Platzeck (SPD) und Müller (SPD), die hinschmeißen und als letzten traurigen Höhepunkt einen pensionierten Staatsekretär (Bretschneider SPD, 67) als Dattel in Sündenbockfunktion bestellt haben.

Die Sündenböcke

Mit LH Dirks ist ein „Unsinn–Sündenbock“ ausgemacht. Die LH, schon immer beschuldigt, den Berliner Luftverkehrsmarkt zu benachteiligen, wird Opfer einer öffentlichen Schimpfkanonade. Sie soll, unabhängig von wirtschaftlichem Erfolg, anstelle von Kritik am Chaos, nur halb besetzte Flugzeuge über den Teich in die USA fliegen lassen. So viel Dummheit wie diese Aufforderung an eine Aktiengesellschaft, für die Interessen Berlins Verluste zu machen, muss man sich einfallen lassen. Noch schlimmer: Weil LH, ihre Tochtergesellschaft „Eurowings“, schon heute der wichtigste und trächtigste Kunde der Berliner Flughäfen ist, wird sie beschimpft, weil sie realistisch für das BER–Chaosprojekt keine Zukunft sieht. Diesen wichtigsten Kunden an den Pranger zu stellen, anstatt sich seine Expertise nutzbar zu machen und gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie profitable Flüge über den Teich gestaltet sein müssen, ist ein Tiefpunkt hauptstädtischer Ignoranz und Arroganz.

 LH Ehrenrettung anstatt Kundenbeschimpfung

Man muss die Fehlplaner, ihre Ignoranz bei der rücksichtlosen Festlegung auf einen „Single Airport“ am falschesten aller denkbaren Standorte, Schönefeld, daran erinnern, warum LH den Standort Berlin so beurteilt, wie sie ihn beurteilt:

1.  
LH, ihr damaliger Vorstandsvorsitzender Heinz Ruhnau, wollte bis 1996 den Standort Berlin zukunftsträchtig zum zweiten Drehkreuz der Fluggesellschaft machen. Ruhnau, Konsortien, die finanzierungsbereit waren, wollten am Standort Sperenberg, dem ehemals größten Militärflughafen der Sowjetunion außerhalb Russlands, einen ausbaufähigen Großflughafen bauen und in Betrieb nehmen, der an das internationale, vorhandene Schienennetz angebunden ist. Als langfristiges Ziel sollte Sperenberg sechs Start– und Landbahnen bekommen, mit denen eine Kapazität für 150 Millionen Passagiere/Jahr in 2050 abgefertigt werden könnten. Diese nicht realitätsferne Zukunft wurde Ruhnau und LH zum Verhängnis.

„So etwas brauchen wir nicht, das ist Spinnerei“, waren die Reaktionen der politischen Kleingeister in Berlin und Brandenburg. Es war letztlich Stolpe (SPD), der 650 Millionen DM für die Schienenanbindung nach Sperenberg für unfinanzierbar hielt. Dies  zur Freude Berlins und des Bundes, die daraufhin den gewollten stadtnahen Flughafen mit lediglich zwei Start– und Landebahnen auf den politischen Weg bringen konnten. Dass alle Gutachter den Standort Schönefeld, ehemals DDR Flughafen, als ungeeignet auch für zwei Start– und Landebahnen hielten, war den Posemuckel–Politikern egal. Hauptsache Stadt nah und nicht in der Pampa (Diepgen, CDU) in Brandenburg.

2.  
Ruhnau, der nicht nur als Gesellschaftervertreter Brandenburgs im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft, sondern auch noch im Berliner–Messeaufsichtsrat seine Expertise zur Verfügung stellte, hatte eine komplexe Vorstellung von der Zukunft Berlin–Brandenburgs. Er plädierte zusätzlich zum Flughafen Standort Sperenberg dafür, die Berliner Messe an den Standort Schönefeld zu verlegen, um dieser Messe eine Zukunftsentwicklung zu sichern, die nicht von einem Standort eingezwängt wird wie am Traditionsstandort gegeben. Mit diesem Konzept wurde Ruhnau durch die politischen Kleingeister in Berlin und Brandenburg lächerlich gemacht. Gerade in Brandenburg wurden ihm sachfremde Interessen zum Vorteil von LH und eigenen Interessen unterstellt. Da blieb es nicht aus, diesen „Störenfried“ aus beiden Aufsichtsräten zu schassen und ins Abseits zu manövrieren. Es sind diese Dummheiten, die nachhallen und das BER Chaos in Schönefeld auf den Weg brachten.

Es ist diese Geschichte, die München zum zweiten und Zürich zum dritten Drehkreuz der LH machten.  Zu dieser Geschichte gehört auch, dass die Berliner Polit–Versager die LH mit der nun pleite gegangenen „Air Berlin“ vorführen wollten - nicht zur Freude von LH. Air Berlin wurde gepäppelt, zum Schmutzwettbewerber aufgebaut, weil diese Gesellschaft großspurig den BER am ungeeigneten Standort trotzdem als Drehkreuz aufbauen wollte.

Gefangen im Elend – gestraft durch Ignoranz

„Die Berliner Wirtschaft“, die politisch gescheiterten BER Protagonisten in Parlamenten und Parteien, die Starrköpfe im Aufsichtsrat und die Vertreter der Gesellschaft, namentlich aktuell Müller (SPD), Woidke (SPD), als Minderheitsgesellschafter der Bund, sie alle verantworten das Chaos am BER genauso wie die Negativ–Einstellung gegenüber der LH. Sie ignorieren, dass LH–Dirks mit seiner „Zuspitzung“ nur unterstützt, was Experten wie der Flughafenplaner Faulenbach da Costa (FDC) und auch „Neue Aktion“ (NA www.ber-na.de) seit Jahren drastisch, in der Sache richtig, den Chaos–Verantwortlichen immer wieder deutlich ins Stammbuch geschrieben haben. FDC: …“. Seit sechs Jahren rennt man mit Mahnungen gegen eine Wand. Auch diesmal wird es so sein, dass der Termin 2020 nicht gehalten werden kann“, sagte er der MAZ. Ein Abriss sei aber übertrieben und zu teuer. Er plädiert für eine andere Radikallösung: „Das Terminal muss komplett entkernt werden bis auf die Hülle“,…


Fazit

Es hilft kein Jammern, kein Versuch die Wahrheit zu vertuschen und anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Dass der BER die Geschichte eines beinahe Totalschadens ist, kann nur bestreiten, wer wie die Verantwortlichen an ein Wunder glaubt. An dieses Wunder glauben, heißt aber personelle Fehlbesetzungen, z. B. aller FBB-Vorstandsvorsitzenden und Aufsichtsräte, vergessen zu machen. Unbestreitbar hat die Überforderung dieser Versager einen Sumpf hinterlassen, dessen Brühe aus Bestechlichkeit, Korruption, Lügen und Vertuschungen von Fakten angerichtet wurde.

Wahrheit und Alternativen, die z. B. in der Projektstudie „
Zentralflughafen für Deutschland“ aus 2011 und in umfangreichen Problemlösungen von FDC und 2017 im durchgeplanten Vorschlag des Berliner Architekten Gisbert Dreyer, öffentlich nachzulesen sind, werden von allen BER Protagonisten in Politik, Medien, Wirtschaftslobby in Schweigespiralen versenkt. Alle Alternativen beruhen auf der Forderung von LH Ruhnau, den Berliner Großflughafen in Brandenburg, in Sperenberg oder in den angrenzenden Flächen Jüterbog zu bauen. Nur, es gibt im Posemuckel Berlin, in Kleinkleckers-wau-wau Brandenburg, unter Funktionären der Unternehmenslobby keine Persönlichkeit, die vor der Fortsetzung des BER Chaos die Reißleine zieht.

Es gibt nur die Fähigkeit zur Fortsetzung „Schrecken ohne Ende“.


Redaktion NA



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KomKostBERP


BER „Zukunftsplanung“ nur noch ein Akt der Verzweiflung

Vorab

Sollte das BER–Chaos, angekündigt von Flughafengesellschaft (FBB) und Polit-Propaganda (SPD, Linke, Grüne), wirklich 2020ff irgendwie in Betrieb gehen, dann ginge es in Betrieb trotz des planerischen Desasters, jahrelangen Baupfuschs und der Kostensteigerung von 1,85 Mrd. auf 7 - 8 Mrd. €. Darunter sicher mehr als 150 Mio. € für nutzlose, nur die beteiligten Unternehmen reich machende „Beschleunigungshonorare“. Der BER würde 2020 eröffnen sehenden Auges der aktuellen und zukünftigen finanziellen Katastrophe und des sich abzeichnenden Desasters einer Verkehrskatastrophe an seinen Zufahrten und dies bewusst in Kauf nehmen.

Auf den für März 2018 angekündigten Business–Plan darf man gespannt sein. Erscheint dort die Position „Airport – City“ (Masterplan 2017) mit der Aussage: Damit machen wir das Geschäft mit Gewinnen, die Zins und Tilgung der Milliarden sichern, die mit dem Verlustbringer BER nicht finanziert werden können? Werden alle Erweiterungen zur Kapazitätssicherung, nach Vorbild der Parkhäuser und Nebengebäude, privat finanziert und dann zurück geleast? Werden die Steuerzahler in Berlin und Brandenburg für weitere Milliarden in Haftung genommen, Kredite der Länder zur Insolvenzabwendung klammheimlich in Eigenkapitalzuführung umgewandelt und damit das EU Notifizierungsverfahren zu unerlaubten Beihilfen nachträglich ad absurdum geführt? (vgl PM vom 3.8.2016 des Regierenden Bürgermeisters Müller zum Abschluss des Notifizierungsverfahrens: „Es sind eben keine Beihilfe, sondern würden auch von einem privaten Investor in vergleichbarer Weise vorgenommen.)

Das Desaster produziert nur noch Verzweiflung

Wie groß muss die Verzweiflung sein,
wenn jetzt – keine 8 Wochen nach Bekanntgabe des Eröffnungstermins 2020 - für den 15. März 2018 der „Beteiligungsausschuss“ einberufen wird, um einen Plan B zu entscheiden, weil der für Herbst 2020 propagierte BER Inbetriebnahmetermin nur noch eine fifty fifty Chance hat?

Wie groß muss die Verzweiflung
der politisch für das BER Desaster Verantwortlichen sein, wenn sich jetzt Berlins Regierender Bürgermeister Müller (SPD) laut Tagesspiegel (28.01.18) eine „vorzeitige“ Inbetriebnahme des BER - vor Fertigstellung und Inbetriebnahme des Baupfusch-Hauptterminals am BER - durch ein provisorisches Terminal T1 E vorstellen kann. Mit dieser Vorstellung will er sicherstellen, dass schon mit Sommerflugplan 2020 6 Mio. Passagiere/Jahr am BER abgefertigt werden sollen. Ohne es zu erwähnen geht der „Vorsteller“ offensichtlich davon aus, dass es für den Herbst 2020, wie bisher propagiert, keine Betriebsgenehmigung für das Hauptterminal geben wird. Stufenweise BER Inbetriebnahme, eine Vorstellung bei der man sich vorstellen kann, wie ein neues, zusätzliches Chaos veranstaltet wird. Das befürchtet Masterplan–Maler Lütke Daldrup nicht zu unrecht!

Wie groß muss die Verzweiflung sein,
wenn weggetäuscht wird, dass „Schönefeld–Alt (SXF, Kapazität 13 Mio.), nach BER Inbetriebnahme (Kapazität 22 Mio.) und Tegel (TXL) außer Betrieb gemeinsam mit der Industriehalle Terminal T1 E (Kapazität 6 Mio.) den Berliner Flugbetrieb retten soll, obwohl schon nach 2022 eine 40 Mio. Kapazität erforderlich abgefertigt werden muss?

Wie groß muss die Verzweiflung sein,
wenn die Versager und die Verzweifelten zu eine Sitzung (März 2018) des Beteiligungsausschuss, dem für den BER entscheidenden Gremium, ausgerechnet den Flughafenplaner Faulenbach da Costa (FdC) eingeladen haben. Jahrelang versuchten sie FdC zur „Witzfigur“ zu stempeln, ihn lächerlich zu machen, seine Sachpositionen zu ignorieren.
Jahrelang hat FdC den Mitgliedern des Beteiligungsausschusses wegen ihres Versagens die Leviten gelesen. Es ist öffentlich bekannt, dass FdC den Standort „Schönefeld“ für eine Fehlentscheidung gegeißelt hat, das BER Terminal als unterdimensioniert aufdeckte, eine Inbetriebnahme des BER und die Lösung der Kapazitätsproblem nur für möglich hielt, wenn Tegel (TXL) in Betrieb bliebe. Die Kapazitätsentwicklung bis zu 60 Mio. Passagiere/Jahr, nach 2030, kann nach FdC nur sichergestellt werden durch Weiterbetrieb von SXF, TXL und den Bau einer dritten und vierten Start– und Landebahn.
Als „Ausweg“, wenn man schon am nicht-zukunftsfähigen Standort BER festhalten will, so FdC, müssen z. B. in Neuhardenberg oder Cottbus Satellitenflughäfen her, die Billigflieger Kapazitäten abfertigen. Vielleicht ein neuer Höhepunkt der Verzweifelten, wenn sie den bisher Verfemten nun als bezahlten Notstopfen mit ins Desaster ziehen.


Wie groß muss die Verzweiflung
sein,
wenn die durch Schließung von TXL und den damit verlorenen Kapazitäten zur Abfertigung von 20 Mio. Passagiere/Jahr, aufgefangen werden sollen durch Industriehallen–Terminals als Ersatz/Ergänzung für die nicht funktionsfähige und zu kleine „Kathedrale des 21. Jahrhunderts“ (Terminal 1) mit Terminal T 1E und weiteren Industriehallen–Terminals?


Wie groß muss die Verzweiflung sein,

wenn sich der Berliner Senat in Abwehr der TXL–Weiterbetrieb Volksentscheidung auf ein Parteigutachten des ehemaligen Bundesverwaltungsrichters Paetow beruft und aus diesem Gutachten die Durchsetzung seiner Schließungsforderung ableitet? Sieht der Senat nicht Paetows Petitum: TXL kann nur außer Betrieb gehen, wenn der BER zeitnah und vollständig in Betrieb geht. Dies setzt die Bewältigung auch der Kapazitätsverlagerung zum BER voraus. Unmöglich! Und es gibt keinerlei Garantie, dass der BER 2020 oder jemals in Betrieb geht.

Wie groß muss die Verzweiflung sein,
den schönen Traum von einem BER als Geldmaschine ausgeträumt zu haben. Aktuell fehlen fürs Nötigste, die Terminalinbetriebnahme 1 Mrd. €. Für die Umsetzung seines Masterplans zur Kapazitätserweiterung nach 2030 fordert Lütke Daldrup weitere 2,3 Mrd. als Einstieg für die Planumsetzung. Die Finanzierung dieser Summen durch Einnahmen aus Vermietung (non aviation Einnahmen) ist, auch durch den Air Berlin Ausfall, gänzlich zerplatzt. Nach Rechnungen der FBB müssten die Umsätze/Passagier in den Geschäften des Terminals bei 27 €/Passagier und nicht wie aktuell bei 2 - 3 € liegen, um ausreichend Mietzins aus den Umsatzmieten für Gastronomie und Geschäfte im BER „Marketplace“ erlösen zu können. Eine Illusion! Wie wollen die Verzweifelten leugnen, dass es die nächsten Milliardenkredite nur gibt, wenn die FBB einen tragfähigen Businessplan vorlegt. Ohne diesen Plan wird der Steuerzahler für diese Milliarden mit Bürgschaften und Direktsubventionen uneingeschränkt in Haftung genommen.

Wie groß muss die Verzweiflung sein,
wenn die aktuelle Berichterstattung urplötzlich die jahrelange Schweigespirale verlässt und jetzt darüber berichtet, dass neben dem Desaster Schienenanbindung die Straßenanbindung zum Verkehrschaos führt. Aktuell erblickt das Verkehrschaos „Straße“ auch durch den Landkreis Dahme-Spreewald das Licht der Öffentlichkeit. Schon Ende 2015 hat Neue Aktion (NA) dieses Chaos beschrieben und vorhergesagt (KomBahnanbg.Vertuschen021115- „Fortgesetzte Vertuschung und Irreführung über Zustände und Zukunft am BER“). Aber erst jetzt die Schlagzeilen: „Landkreis warnt vor "Verkehrsinfarkt" am Hauptstadtflughafen“, „Warnung vor Verkehrsinfarkt am Hauptstadtflughafen“,Warnung vor "Verkehrsinfarkt" am BER“, die schon 2015 fällig gewesen wären, weil die Fakten durch NA bekannt waren. Wie fast immer, die Medien entdecken erst, wenn das Kommando aus der Politik kommt. Frei nach dem Motto: Uns geht nichts an, was außerhalb des Flughafenzauns passiert und was noch an Kosten anfällt, um auch die Verkehrsinfrastruktur-Unterdimensionierung mit weiteren Hunderten Millionen Steuergelder erträglich zu gestalten.

Fazit

SPD, CDU, Linke und Grüne haben nicht nur alle Blütenträume, formuliert im Konsensbeschluss 1996, ausgeträumt:

  • Es gibt keinen Single Airport, der privat finanziert eine wirtschaftlich Zukunft hätte.

  • Es gibt keinen BER, der nach Blütenträumen architektonisch eine „Kathedrale des 21. Jahrhunderts“ werden sollte.

  • Es gibt nicht den „modernsten Flughafen Europas“, der zukunftsfähig die Anforderungen an den Berliner Luftverkehrsmarkt befriedet.


Sie dürften von schweren Alpträumen geplagt werden:

  • Es wird geben einen Rollheimer-Flughafen, zusammengestückelt aus gesichtslosen Fabrikhallen und SXF mit einem jeder Beschreibung spottenden Service-Level.

  • Es wird geben einen Flughafen, der wenn er in Betrieb geht, ganze Regionen zu unerträglichen, krank machenden Wohngebieten macht, deren Erholungsgebiete, Schulen und Kitas einem Verzweiflungsobjekt geopfert werden.

  • Es wird geben einen Flughafen, den Generationen von Steuerzahlern subventionieren und so auf wichtige Investition in Schule und Bildung, Wohnen und Verkehr verzichten müssten, weil politische Versager dreist ihre Fehlentscheidungen rücksichtslos umsetzen.

  • Es wird geben einen politischen Schandfleck als Belastung zukünftiger Generationen.


Redaktion NA