Eine Postkarte - Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Leserbrief Markov ist ein Verfassungsfeind

Leserbrief einer Betroffenen die anonym bleiben möchte und sich über die Folgen einer Inbetriebnahme des BER Sorgen macht.

Finanzminister Markov steht öffentlich zu seiner Verfassungsfeindlichkeit

Artikel 2,2 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland besagt eindeutig ...jeder hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit ...

Dieses Recht hat Finanzminister Markov nun den Opfern des falschen BER-Standortes abgesprochen, indem er Schallschutz für die öffentlichen Einrichtungen, das sind vor allem Kitas, Schulen und Seniorenheime, verweigert. Erst wenn der Flughafen Geld einbringt, soll den sensiblen Einrichtungen Schallschutz gewährt werden. Da jedem inzwischen klar ist, dass dieser Flughafen niemals wirtschaftlich zu betreiben sein wird, heißt das de facto, dass es für diese Einrichtungen niemals Schallschutz geben wird.

Bewusst und skrupellos setzt Markov die Schwächsten der Schwachen unserer Gesellschaft gesundheitlichen Gefahren aus, die die Kinder ihr Leben lang schädigen und bei älteren Menschen tödlich sein könnten. Skrupelloser und verkommener geht es nicht mehr!

Wie kann so etwas in unserem "Rechtsstaat" sein - ohne Konsequenzen für die verkommenen "Rechtsstaatsvertreter"?

Weil die Kontrolle dieser "Rechtsstaatsvertreter" in den Parlamenten nicht stattfindet!

Weil Medien nicht mehr hinterfragen und die Öffentlichkeit informieren, sondern fast nur noch Gefälligkeitsberichte erstellen und diese verbreiten!

Weil Bürgerinitiativen sich lieber mit sich selber beschäftigen!

Weil Gerichte in unserem Land und auch der EU bestätigt haben, dass der krankmachende Standort BER "rechtlich" sei!


Hunderttausende Menschen - Kinder und Erwachsene dürfen in unserem Staat ohne Folgen für die Verursacher krank gemacht werden. Was unterscheidet uns Betroffene, die durch Fluglärm krank gemacht werden sollen, von den Opfern von Giftgas etc.? Nichts!
Kann es sein, dass die Betroffenen des BER sich schon im Krieg befinden und wissen es nur noch nicht? Gehen nicht auch hier die "Volksvertreter" skrupellos gegen hunderttausende Menschen vor? Es darf in unserem Rechtsstaat einfach nicht möglich sein, dass so etwas passiert!

Eine Betroffene

Schämt Euch in Grund und Boden

Zeilen einer Diedersdorferin - Schwerstbetroffene, wenn der BER jemals eröffnen sollte.
Berechtigte Vorwürfe an die Berliner CDU und der BI " Keine Flugrouten über Berlin"

Schämt euch in Grund und Boden !

Die personifizierte Rücksichtslosigkeit in Gestalt von dem Berliner CDU Abgeordneten Karl-Georg Wellmann, dem  Berliner Verkehrsstaatssekretär Michael Odenwald, der Sprecherin der BI Keine Flugrouten über Berlin und Experten hatten sich am Montag in Diedersdorf eingefunden, um mal zu schauen, wie der Fluglärm so in Berlin werden könnte.
Fazit dieser Truppe von Rücksichtslosen: so schlimm darf es auf keinen Fall in Berlin werden!

Bei diesem Artikel ist mir, als Diedersdorferin und damit Schwerstbetroffene, die Galle, um es einmal freundlich auszudrücken, hoch gekommen. Wie muss man gestrickt sein, um kaltlächelnd festzustellen, bei uns bitte schön nicht!  Wir haben eine Überflughöhe in Diedersdorf von 350m, mein Kind lernt in Blankenfelde-Mahlow, in einen Akkustikkäfig für 7 Stunden weggesperrt bei einer Überflughöhe von 200m und das soll akzeptabel sein? Wenn der BER irgendwann einmal eröffnet wird, sind meine Kinder hoffentlich schon so alt, das sie ihre eigene Wege gehen und von hier wegziehen können, denn eine Kindheit in dem zu erwartenden Lärmterror kommt Folter gleich. Und das scheint für sie vollkommen in Ordnung zu sein.

Sie haben, da oben im fernen Berlin natürlich ganz andere Probleme, als wir Schwerstbetroffenen. Sie müssen sich keine Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder machen. Sie müssen ihren Kindern nicht erklären, warum sie tagsüber weggesperrt werden müssen, sie müssen ihren Kindern nicht erklären, warum sie nicht mehr draußen spielen können, sie müssen ihren Kindern nicht erklären, warum sie nicht mehr bei offenem Fenster schlafen können, was gerade bei bestimmten Erkrankungen für die Gesundung notwendig ist, sie müssen ihren Kinder nicht erklären, warum sie einen Tinnitus im Ohr haben, der von den Lüfteranlagen in den sensiblen Einrichtungen und im Kinderzimmer herrührt.
Sie müssen ihren Kindern gar nichts erklären, weil man dort, wo sie wohnen, in 2100-3000m Überflughöhe allenfalls ein leises Brummen wahrnimmt, das nicht Gesundheitsschädigend ist.

SCHÄMEN SIE SICH ALLEN SCHWERSTBETROFFENEN KINDERN GEGENÜBER !

Schämen kann sich aber nur jemand, der Sozialverhalten besitzt und dem das Wohl des anderen am Herzen liegt.

Heike Saase

Brief an Chr, Görke, Abgeordneter in Brbrg.

Hier ein lesenswerter Brief in dem die (noch) Regierungsmitglieder der Linken in Brandenburg ihr Fett abbekommen. Völlig zu recht, denn der auch diese Herrschaften tricksen besonders beim Schallschutz mit der SPD um die Wette was das Zeug hält. Der Brief richtet sich an Christian Görke - Landtagsabgeordneter in Brandenburg und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion der Linken.

Sehr geehrter Herr Görke,

am 13. November d.J. war ich in Stahnsdorf unter den Zuhörern der Podiumsdiskussion im Rathaussaal. Ich bin derjenige, der Sie in Ihren Ausführungen zu Schallschutz zweimal mit den Worten: Das ist doch Quatsch! unterbrochen hatte. - Nur, damit Sie sich erinnern und mich einordnen können.

Nun möchte ich Sie ungern im Ungewissen darüber lassen, warum es Quatsch ist, was Sie da von sich gegeben hatten:

1. ----------
Sie sagten etwa, dass der bessere Schallschutz nach dem OVG-Beschluss höhere Kosten verursache.

Diese Sprachregelung vom Besseren Schallschutz, zu der sich die Politik verabredet hatte ist freundlich ausgedrückt völliger Quatsch. Sie dient einzig der Volksverdummung.
In der Öffentlichkeit wird damit der Eindruck erweckt, die Schallschutzberechtigten bekämen nun Schallschutz, der jeden vernünftigen Rahmen sprengen würde und dieSteuerzahler zusätzlich schwer belaste! - Die Politik in erzwungener Gönnerpose?

Herr Görke! Es gibt keinen besseren Schallschutz als nach Planfeststellungsbeschluss (PFB) und der muss nach eben diesem  Gerichtsbeschluss auch gewährt werden! Die bisherigen Verletzungen der PFB-Vorgaben wurden außerdem vom Gericht gerügt.

Was es allerdings tatsächlich gegeben hat ist der Tatbestand, dass die FBB-GmbH den Schallschutzberechtigten in den Schallschutzgebieten Schallschutz nach eigenem Gutdünken per Kostenerstattungsvereinbahrung zugebilligt hatte.
Dabei legte die FBB rechtswidrig ein Kriterium von 6 Überschreitungen von 55 dB(A) im Gebäudeinneren zugrunde, was einen billigeren und nicht plangetreuen baulichen Schallschutz zur Folge hatte.

Der Planfeststellungsbeschluss sieht für die betroffenen Gebäude Schallschutz in der Stärke vor, dass 55 dB(A) im Gebäudeinneren niemals überschritten werden dürfen. Dies war im Planfesstellungsbeschluss so vorgesehen, weil der Flughafen am falschen Standort inmitten dicht besiedelter Gebiete gebaut  und deshalb ein angemessener Ausgleich für die lärmgeplagten Anwohner ermöglicht werden sollte. - Schon vergessen?

Der Betrug, den die FBB an den Schallschutzberechtigten begangen hat, wurde von der Landesregierung, dem zuständigen Ministerium und den Aufsichtsräten der FBB geduldet und gedeckt. Das Geld für den Schallschutz nach PFB wurde im BER-Kostenvolumen von Anbeginn an nicht eingestellt. Dieses komplizenhafte Betrugsverhalten von FBB, Landesregierung, Aufsichtsbehörde und Aufsichtsrat in der Schallschutzsache ist bis heute weder untersucht noch geahndet worden!

Ganz im Gegenteil versucht das MIL in einem Positionspapier mit einem selbsterdachten Schallschutzkriterium von 0,49 Überschreitungen von 55 dB(A) am Tag im Gebäudeinneren den Betrug in vergleichsweise minderschwerem Fall nach OVG-Beschluss neuerlich anzustiften und fortzuführen. Die mit diesem Kriterium gegenüber dem Kriterium nach PFB zu erreichenden Einsparungen im Schallschutz zu Lasten der Schallschutzberechtigen liegen bei etwa 300 Mio Euro!

"Achtung. ProblemBEReich Großflughafen! Sie verlassen den rechtsstaatlichen Sektor der Bundesrepublik Deutschland!"


2.-------
Sie sagten etwa, dass für den Schallschutz nun 591 Mio Euro bereitgestellt worden seien.

Diese Aussage muss einfach Quatsch sein, denn Ihr Parteifreund Markov, Finanzminister der gegenwärtigen Landesregierung hat im Interview mit der Morgenpost am 09.09.2012 u.a. folgendes mitgeteilt:
(Antworten Markov von mir fett hervorgehoben gü)

Schon jetzt steht fest, dass der Flughafen knapp 1,2 Milliarden Euro teurer wird als geplant. Experten bezweifeln massiv, dass es dabei bleibt.
Die Gesellschafter gehen fest davon aus: Es werden nicht noch mehr als die knapp 1,2 Milliarden Euro.

Die Kosten allein durch die dritte Verschiebung der Eröffnung werden auf rund 180 Millionen Euro beziffert. Diese Summe müsste doch hinzugerechnet werden.
Nein. Die neuerlichen Verschiebungskosten sind Bestandteil der 1,2 Milliarden Euro. Wir hatten in unserer Kalkulation 591 Millionen Euro für Schallschutzmaßnahmen eingeplant. Gutachtern zufolge müssen wir für Entschädigungsleistungen im Zusammenhang mit Vermögensnachteilen
keine Umsatzsteuer entrichten. Damit haben wir etwa 111 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Die restlichen rund 70 Millionen Euro stemmen wir über einen vorsorglich eingebauten Risikopuffer.


Wie viel haben Sie für das Schallschutzprogramm eingeplant? Doch nicht die rund 600 Millionen Euro zusätzlich, die nötig wären, um den Vorgaben des Oberverwaltungsgerichts Rechnung zu tragen?
Wir haben jetzt sicherheitshalber zusätzlich 480 Millionen Euro eingestellt, die für den maximalen Schallschutz benötigt würden. Die ursprünglichen 591 Millionen Euro wurden lediglich um die nicht zu erstattende Umsatzsteuer minimiert.

Hier liegt eine u.a.  typische Freud'sche Fehlleistung Herrn Markovs vor: Die ursprüglichen 591 Mio Euro wurden lediglich um die (vermeintlich) nicht zu erstattende Umsatzsteuer
reduziert. In den Gedankengängen des Ministers gehts es aber offensichtlich nur darum Schallschutzkosten zu minimieren!

Herr Görke, im Lichte dieser Aussagen Ihres Parteifreund im Ministeramt  haben Sie einfach Quatsch erzählt! Stimmt doch - oder?
Wie konnten Sie diese geniale Konstruktion Ihres Finanzministers einfach ignorieren? Er wollte doch im Geldgerangel der Landesregierung um die Finanzierung des BER eine Goldenen Brücke vor der Öffentlichkeit bauen, damit die wahren Sachverhalte verschleiern und Sie fahren ihm einfach in die Parade?!

Zugegeben, die wundersame Gutachterlegende, die Ihr Parteifreund hier als Hilfs- und Schutzbehauptung aus dem Hut gezaubert hat entbehrt jeglicher Grundlage. Das wissen Sie sehr genau und haben erst gar nicht von sicherheitshalber zusätzlich! eingestellten 480 Mio Euro, die für den maximalen Schallschutz benötigt würden geredet! Danke!

Aus aktuellem Anlass, passend zum Thema eingefügt (vom 6.12.12):
http://www.fr-online.de/wirtschaft/ber-brandschutzanlage-haelt-techniker-auf-trab,1472780,21050414.html

Am Donnerstag musste Flughafen-Chef Rainer Schwarz der Sonderkommission BER des Bundes Rede und Antwort stehen. Er bekräftigte, dass die Mehrkosten trotz neuer Belastungen von bis zu 250 Millionen Euro 1,2 Milliarden Euro nicht übersteigen. Schwarz habe aber viele Fragen nicht beantworten können, teilte das Verkehrsministerium mit.


Danach müsste wohl nun Ihr Finanzminister den Inhalt eines weiteren vorsorglich eingebauten Risikopuffers im BER-Feuer verbrennen, wenn denn s.o.  nach Adam Riese gerechnet würde!
Da die Landesregierung und die zuständigen Ministerien in BER-Sachen aber stets milchmädchenhaft nach Eva Zwerg (0,49 = NULL!) rechnen, bleibt nur die schon praktizierte Finanzierungslösung übrig:
Es wird weiter am Schallschutz eingespart und weiter betrogen!

Und dazu gibt es ein ganz einfaches Rezept: Man nehme das selbsterfundene MIL-Schallschutzkriterium von 0,49 Überschreitungen von 55 dB(A) im Gebäudeinneren am Tag, setze es durch und schon gebiert das Füllhorn frische 300 Mio Euro, eingespart an den 591 Mio, die für Schallschutz nach PFB mindestens eingesetzt werden müßten. Alles passt wieder und der kleine vorsorglich eingebauter Risikopuffer ist auch wieder voll. Einfach genial, diese Rechenkünstler!

Wie seriös ist das denn? Jetzt fehlt wirklich nur noch, dass uns von der Politik vorerzählt werden wird, dass die Projekt-Vorlaufkosten, die Baukosten selbst, die Kosten für Verkehrsanbindung, für x-malige Eröffnungsverschiebung, für Regressansprüche, Schadenersatz, excellenten Schallschutz u.a.m., eben alles von den bereitgestellten, aber von der EU noch nicht einmal genehmigten 1,2 Gummiband-Milliarden-Euro bezahlt werden solle.

Nur auffallend ist jedoch stets das selbe Muster:
Auch Ihr Parteifreund Markov hat keine Skrupel am Geld für den Schallschutz sparen zu wollen. Auch er ist offensichtlich nicht bereit, die Vorgaben des PFB'es in Sachen Schallschutz anzuerkennen. Er meint sogar maximalen Schallschutz gönnerhaft zu gewähren und reiht sich so komplizenhaft in die Reihe derer ein, die da meinen Schallschutz sei nach Kassenlage beliebig zum Nachteil der Fluglärmopfer zu skalieren. Seine Wortwahl allein spricht dabei Bände.

Herr Görke,
Ihre Partei, Ihre Fraktion und Ihre Spitzenpolitiker lassen Verantwortung gegenüber der Bevölkerung, den mehreren Zehntausend Schwerst-Betroffenen im Nahfeld des Flughafens gänzlich vermissen.
Sie schreiten nicht ein, wenn im baulichen Schallschutz widerrechtlich gespart werden soll und betrogen wird, sie treten nicht für ein Nachtflugverbot ein, das Ergebnis des Volksbegehrens ist für sie kein Anlass zur inneren Einkehr, zur Umkehr gar oder des Neuanfangs. Arrogant setzen sie sich gänzlich undemokratisch über das Votum des Souveräns hinweg!

Zum Vergleich *) Seite 4 oben:
Wir stehen für mehr Mitbestimmung und mehr Demokratie
u.a. ... Ob es sich lohnt, müssen nun die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, denn Mitbestimmung ist mehr, als alle 5 Jahre wählen zu gehen.  ...
Was denn für 'ne Mitbestimmung, Herr Görke?

Wenn politisches Bewußtsein und politischer Wille in Zeiten geprägt wurden, in denen Wahlergebnisse unter 98% Zustimmung verboten waren, so können natürlich 5%-Anteile bei Wahlen, wie im Ergebnis des Volksbegehrens Nachtflugverbot nicht richtig wahrgenommen werden - .
In der Demokratie der Bundesrepublik Deutschland werden Wahlergebnisse >= 5 % mit dem Einzug der Ergebnisträger in Parlamente gewürdigt und nicht diskriminiert!
Schon vergessen?

Ihre Parteifreundin Tack, gegenwärtig Ministerin für Gesundheit im Land, begrüßte überschwänglich die Teilnahme der Region an der NORAH-Studie, die medizinische Versuche an Menschen zum Inhalt hat, damit gänzlich unethisch und folglich strikt in Verantwortung abzulehnen ist!

Nähme Ihr Parteifreundin Tack die Ergebnisse verschiedenster wissenschaftlicher Lärmwirkungsstudien ebenso wie die Erkenntnisse des Umweltbundesamtes über die gesundheitlichen Auswirkungen des Luftverkehrs wirklich ernsthaft zur Kenntnis, so müßte sie ihrem Auftrag als Gesungheitsministerin gemäß Jeanne-d’Arc-gleich ganz oben auf der Barrikade im Kampf gegen die Bedrohung der Gesundheit von großen Teilen der eigenen schutzbefohlenen Bevölkerung durch Flugverkehr stehen.
Aber, das ganze Gegenteil ist der Fall! Sie bekämpft die Leute, die auf der Barrikade oben stehen.

Zum Vergleich *) Seite 2 unten:
Brandenburger sollen gesund leben und gesund alt werden
u.a. ... DIE LINKE will, dass Kinder im Land Brandenburg gesund aufwachsen, Frauen und Männer gesund alt werden können.  ....
Und was will Frau Tack? Sind die unbequemen Anrainer des BER vielleicht ohne ihr Wissen und gegen ihren Willen nach alt bewährtem Muster bereits ausgebürgert worden, aus dem Land Brandenburg oder auch aus Berlin?

Herr Görke,
wenn der BER eines Tages in Betrieb genommen werden sollte, werden die Bewohner des Flughafenumfelds in 19 von 24 Stunden an jedem Tag des Jahres im Abstand von 2:20 min von Starts und Landungen verlärmt, mit Dreck und Schadstoffen des Flugverkehrs besudelt und damit massiv vom Säugling bis zum Greis gesundheitlich gefährdet!
- Alles halb so schlimm? Sind ja nur ein einige Hunderttausend Bürgerinnen und Bürger betroffen. Wie sonst könnte man die menschenverachtende Haltung der Spitzenpolitiker Ihrer Partei dazu verstehen?

Wie könnten Sie und Ihre Parteifreunde, die sie durch Wahlen zu Volksvertretern in politische Gremien, Entscheidungsorgane entsandt wurden, auch  Regierungsverantwortung tragen, den Bürgerinnen und Bürgern, die sie in Ihrem Abgeordneten- und Minister-Dasein mit Steuergeldern alimentieren, jemals wieder aufrichtig begegnen?

In dem schon mehrfach zitierten
Brandenburg REPORT setzt Ihre Partei nun auch noch allem die verleumderische Krone auf:

*) Seite 3 Mitte:
Wir tragen auch die Lasten der vergangenen 20 Jahre
u.a. ... Die Entscheidung für den neuen Flughafen in Berlin-Schönefeld wurde in der 90er Jahren von der damals CDU-geführten Bundesregierung und dem CDU-geführten Berliner Senat gegen den Widerstand der PDS Brandenburg getroffen. Leider fehlte damals der unterstützende Protest der Bürgerinnen und Bürger gegen diese Entscheidung.

Kompletter Unrat! Da liegt Ihre Partei aber gänzlich falsch! Die Lasten tragen allein die Steuerzahler und das sogar bundesweit (Länderfinanzausgleich!), die Bevölkerung mit der Gefährdung ihrer Gesundheit, dem Raub Ihrer Lebensqualität und ihres Eigentums, die Umwelt durch Verschmutzung und damit unser ganzer Planet Erde!
Ihre Partei ist mit ihrer Politik im Begriff, diese Lasten stetig weiter zuvergrößern.

Herr Görke, das obenstehende Zitat ist obendrein große Geschichtsklitterei!

Der Widerstand in der Bevölkerung währte bereits 10 Jahre als der Planfeststellungsbeschluß 2004 getroffen wurde. Er begann mit der Eröffnung des Raumordnungsverfahrens 1994 in neu gegründeten Bürgerinitiativen. In den ersten 10 Jahren wurden mehrere Hundertausend Einwendungen (Anhörung Schöneweide u.a.!) und mehrere Tausend Klagen von Bürgerinnen und Bürgern eingereicht, so wie auch hunderte Einwendungen von Institutionen und Gemeinden.
- Alles vergeblich, soviel zur demokratischen Mitbestimmung im Land des Roten Adlers!

Alles z.B. hier nachzulesen, in der Stunde des Nachsitzens im Geschichtsunterricht:
http://www.bvbb-ev.de/ar1/html/bvbb-infos.html

Und Ihre Partei, was hat ihr angeblicher großartiger Widerstand bewirkt, bevor er sich in Luft auflöste und sich ins Gegenteil verkehrte? Diese demagogische Selbstdarstellung Ihrer Partei grenzt bereits an Selbstverachtung und verhöhnt obendrein die Bürgerinnen und Bürger.

Im Vergleich mit der Haltung Ihrer Partei im Bund wird eines bei den Spitzenpolitikern und der großen Mehrzahl der Mandatsträger Ihrer Partei in Brandenburg überdeutlich:
Macht korrumpiert!

Tut mir leid, wenn ich Sie mit meiner eher retrospektiven Lektüre in Ihrem Vorwärts-Streben aufgehalten haben sollte. Aufgrund des gestörten Umgangs Ihrer Partei mit der wahren Faktenlage, der Wahrheit eben, dem zu beobachtenden Realitätsverlust, der Selbstversonnenheit oder ist es einfach nur die Arroganz der Macht?,  die Ihre Partei an den Tag legt, schien es mir dringlich geboten, Ihnen neben den Fakten zum Baulichen Schallschutz auch die Wirkungen der Politik Ihrer Partei erklären zu müssen.

Nehmen Sie dies bitte mit in Ihre Parteigremien:
Die Regierungskoalition, der Ihre Partei angehört, erweckt gerade den Anschein, dass sie jegliche Achtung und jeglichen Anstand und Respekt vor den Wählerinnen und Wählern verloren hat. Auch
DIE LINKE in Brandenburg ist eine Partei der Fluglärmbefürworter und von daher nicht wählbar!

Mit freundlichen Grüßen
D. Günther
Gründungsmitglied der Lärmwehr Berlin-Brandenburg

Offener Brief an Bretschneider

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Bretschneider,

Sie werden in der MAZ vom 03.07.12 (Von Torsten Gellner) mit folgenden Worten zitiert, und ich kann wohl davon ausgehen, dass Ihre Ansagen zum OVG-BB-Lärmschutz-Beschluss dort korrekt widergegeben wurden:

Der Flughafen müsse „lückenlos“ dokumentieren, wie er das Urteil umsetzt. Versäumnisse habe man sich jedoch nicht vorzuwerfen, so Bretschneider. „Wir haben nichts Rechtswidriges geduldet“, sagte er. Vielmehr sei man davon ausgegangen, dass der Flughafen das Schallschutzprogramm über die Jahre hinweg stufenweise umsetzen könne, mit dem anwachsenden Verkehr.

Herr Bretschneider,
hören Sie endlich auf, immer neue Finten zu erfinden! Mit derartigem Rumgekunkel begeben Sie sich noch unter das unerträgliche Niveau des obersten Pressesprechers der FBB-GmbH.

Für wie vergesslich, oder besser dämlich halten Sie eigentlich die Öffentlichkeit und insbesondere die von den schädlichen Immisionen des Luftverkehrs Schwerstbetroffenen?

Sie, die Schwerstbetroffenen sollten in den Schallschutz-KEV's eine Abgeltungsklausel unterschreiben, die sie doch
auf Dauer davon abhalten sollte, den Schallschutz über die Jahre hinweg stufenweise mit dem anwachsenden Verkehr auch stufenweise nachzubessern lassen zu können!

Mal abgesehen davon, wie unzumutbar das für die Betroffenen sein würde, haben weder Sie persönlich, noch Einlässe aus den Hause MIL oder gar der Landesregierung selbst diese Praxis der FBB je beklagt, ihre Einstellung oder die Aufhebung dieser Klausel je gefordert. Das ist erst nach anhaltenden und massiven Protesten der Betroffenen selbst geschehen!

Sie haben sich niemals für den in rechtmäßiger Weise zu errichtenden baulichen Schallschutz nach Planfestellungsbeschluss bei den Schallschutzberechtigten in den ausgewiesenen Schallschutzgebieten eingesetzt. Sie haben es geduldet, das die FBB baulichen Schallschutz nur nach eigenem Gutdünken zum Nachteil der Betroffenen bis zum heutigen Tage zu gewähren bereit ist. 
Also bitte, hören Sie endlich auf, mit Aussagen solch gequirlten Mists die Öffentlichkeit weiter verdummen zu wollen.

Weiteres Zitat:
Bretschneider geht davon aus, dass der Flughafen nun seiner Pflicht nachkommen wird. „Der Flughafen braucht einen Friedensschluss mit seinem Umfeld“, sagte er. „Und ich bin überzeugt davon, dass er das hinkriegt.“

Des lieben Friedensschlusses halber, will die FBB-GmbH jetzt ja auch mit Duldung und Stützung durch ihren Aufsichtsrat gegen den OVG-Beschluss juristisch mit dem Ziel, ihn zu kippen vorgehen und das allein kriegt er hin, der Flughafen!
Da könnten Sie es eigentlich mal Ihrem Ministerpräsidenten gleich tun und für einen Augenblick stocksauer sein, weil Ihnen das einfach niemand gesagt hat!

Weiteres Zitat im Zusammenhang mit dem gegenwärtig laufenden Verfahren vor dem BVerwG in Leipzig. Auf die Aussagen von Klägern aus Kleinmachnow:

„Staatliche Stellen“ hätten aus Streben nach politischem und wirtschaftlichem Profit die Menschen bewusst über die wahren Flugrouten getäuscht, sagte Matthias Schubert von der Kleinmachnower Initiative. Betroffene seien so um ihr Recht gebracht worden, zu klagen.

antworten Sie u.a.:
Es gab keine Verschwörung.

Eine typische Freud'sche Fehlleistung! Niemand aus den Reihen der das Gericht Anrufenden hat von Verschwörung gesprochen!

Allerdings bleibt es Ihnen natürlich unbenommen, die rigorose Durchsetzung von Partikularinteressen durch die Politik im Verein mit der Wirtschaft gegen die eigene Bevölkerung, mit der Nebenwirkung eines scheibchenweisen Demokratieabbaus Verschwörung zu nennen.

In den letzten Tagen konnten wir zur Kenntnis nehmen, dass hochrangige Verfassungsschützer aus Gründen der Erhaltung und eines Neubeginns beim Verfassungsschutz ihre Ämter zur Verfügung gestellt haben - .

Nehmen Sie sich daran ein Beispiel! Machen auch Sie Ihr Amt frei. Frei für einen Neuanfang. Einen Neuanfang, der einen zukunftsfähigen Hauptstadtflughafen an einem zukunftsfähigen Standort überhaupt erst möglich machen wird.

Mit freundlichen Grüßen
D. Günther
--
SPD  –    Partei der
FLUGLÄRM-Befürworter
Nicht länger wählbar !

Brief zur Schwarzarbeit am BER

Sent: Tuesday, July 03, 2012 6:27 PM
Subject: BER - Schwarzarbeit muss Konsequenzen haben!

Guten Tag,
da erklärt unser Herr "Regierender" und Aufsichtsratsvorsitzender des BER, Herr Wowereit, den BER als Chefsache und dann gibt es auf dieser Großbaustelle Massen an Schwarzarbeitern, Dumpinglöhnen und Arbeitern, die um ihre Löhne geprellt werden. Wie ist so etwas möglich, frage nicht nur ich mich, sondern fragen sich auch viele Berliner und Brandenburger!
Sicher konnte und kann ein Herr Wowereit nicht ständig selber über die riesige Baustelle laufen und die Arbeiter kontrollieren, das ist klar, schließlich ist er ja nebenbei auch noch Regierender Bürgermeister von Berlin und "muss" bei diversen Partys anwesend sein. Aber mit Sicherheit hätte er als Aufsichtsratsvorsitzender dafür Sorge tragen können und auch müssen, dass "Seine Chefsache!" von entsprechend vielen Kontrolleuren noch regelmäßiger und intensiver beaufsichtigt wurde und es gar nicht erst diese Ausmaße annehmen konnte, wie sie jetzt aufgedeckt worden sind. Was wurden auf dem Gelände für windige Billig-Firmen beschäftigt, dass immer wieder Schwarzarbeiter dort arbeiten konnten?
Sollte nicht so eine Großbaustelle, auf die die ganze Welt blickt, ein Vorbild für jeden anderen Bau sein? Schon nach den ersten Kontrollen in 2007, als man immer wieder schwarze Schafe auf der Baustelle fand, hätten die Kontrollen wesentlich verschärfter und die Vorgehensweise rigoroser sein müssen ! DAS hätte einen guten und vorbildlichen Eindruck in der Öffentlichkeit  widergespiegelt ! Aber nein, es wurde heruntergespielt, weil die wahren Ausmaße nur nicht nach aussen dringen sollten und durften.
Ich zitiere den Tagesspiegel v. 1.7.12 (Link zu dem entspr. Artikel sh. unten) :  "All diese Zahlen stehen in Kontrast zu Erklärungen des Flughafens, der bislang von Einzelfällen sprach, als etwa im Dezember 2011 oder zuletzt im April Berichte über Schwarzarbeit oder um Lohn geprellte ausländische Arbeiter Schlagzeilen machten"
Auch das ist eine Schande für Berlin, Brandenburg und den Bund, also die drei gemeinsamen Bauherren, die für den BER zuständig sind !
Man bedenke nur, wie pingelig genau und oft private Bauherren geprüft werden, ob nicht eventuell ein oder zwei Schwarzarbeiter bei den Baufirmen arbeiten, die sie mit den Bauarbeiten beauftragt haben. Wenn die Polizei und das Gericht dann davon ausgehen, dass der Bauherr davon gewusst haben muss oder auch nur kann, dann wird nicht nur die Baufirma, die die Leute beschäftigt hat, sondern auch der Bauherr wegen Mitwisserschaft mitbestraft. Das lässt beinahe den Schluss offen, dass eine Kleinstbaustelle genauer und intensiver nach Schwarzarbeitern kontrolliert wird als eine solche Großbaustelle, wie es der BER ist.
Ein Aufsichtsratsvorsitzender, der öffentlich die Baustelle zu seiner Chefsache erklärt hat, muss dann auch zwangsläufig von diesen Vorkommnissen unterrichtet gewesen sein, es sei denn, er hat davor Augen und Ohren verschlossen. Er kann nun nicht sagen, er hätte davon nichts gewusst und auch nichts geahnt! Genauso wie im privaten Bereich muss auch hier allen Aufsichtsräten eine Mitschuld zugesprochen und sie deshalb folgerichtig auch zur Verantwortung gezogen werden..
Denn vor dem Gesetz ist jeder gleich, und es sollte niemanden geben, der gleicher ist als gleich! Das gilt auch für die Herren im Aufsichtsrat, allen voran Herrn Wowereit.
Deshalb müssen sie auch die Konsequenzen tragen, wenn der Bürger noch an Recht und Ordnung glauben und nicht ganz und gar das Vertrauen in die Deutsche Rechtsprechung verlieren soll!
Ich wiederhole mich nur ungern, aber nun kann ich den Herren Wowereit und Platzeck gemäß dem Berlin Slogan zu unser aller Wohl nur noch zurufen :
                                                    Sie sind hoffentlich schnell hin und weg !
 
                                                           
Mit freundlichen Grüßen
eine erboste Bürgerin aus Berlin Lichtenrade
Christine Radke
Mitglied Info-Büro gegen Fluglärm e.V.