Das Chaos wird immer größer


Wir sagten bereits vor einiger Zeit "Es gibt keine Flugrouten mehr für den BER" und wurden daraufhin von ein paar "Besserwissern" angegriffen. Inzwischen ist die Konsequenz, die das Entfernen der Routen aus den Luftfahrthandbüchern hat, wohl einigen klar geworden.

Hier ein Beispiel:

"Mittlerweile rechnen offizielle Stellen nicht mehr mit einer Inbetriebnahme des Flughafens in absehbarer Zeit. Darauf deutet hin, dass die Deutsche Flugsicherung die für den BER vorgesehenen Flugrouten bereits Ende Juni dieses Jahres stillschweigend aus dem Luftfahrthandbuch entfernte. Besagte Flugrouten waren in den letzten Jahren Anlass für Gerichtsprozesse und Protestaktionen betroffener Anwohner/innen. Vertreter von Bürger-initiativen gehen nun davon aus, dass für neue Flugrouten ein komplett neues Genehmigungsverfahren notwendig wird. Das könnte zu einer erneuten Klagewelle führen. Gleichzeitig bedeutet die Löschung der Routen aber auch, dass die von Hartmut Mehdorn immer wieder ins Spiel gebrachte „Teileröffnung“ des BER-Nordpiers nur mit einigen Tricks umsetzbar ist. Dann nämlich, wenn offiziell gar nicht der BER in Betrieb ginge, sondern der „Testbetrieb“ irgendwie als Erweiterung des bestehenden Flughafens Schönefeld verkauft werden könnte. Für diesen bestehen weiterhin gültige Flugrouten"

Genau genommen ist das Chaos nur um eine Nuance erweitert worden. Eine Eröffnung des BER rückt immer weiter ins Nirwana - und das ist auch gut so.

Es ist mit Sicherheit allemal billiger, sofort mit der Planung und Umsetzung eines neuen Großflughafens an geeigneter Stelle zu beginnen, als die Bauruine des BER mit allen (Steuer) Mitteln ans Netz zu bringen.

Die 
Nachnutzung des Terminals würde die Verluste des BER mildern und die Verantwortlichen wären gut beraten, in einen Neubau, der den Namen Großflughafen auch verdient, zu investieren - zum Wohle der Region und der Bevölkerung. Dieser Flughafen wird privat finanziert - Interessenten gibt es, die Politik muss nur wollen.

Wirtschaftlich ist der BER an diesem Standort Selbstmord - hierzu sind die Seiten von 
Frank Welskop sehr zu empfehlen.

Wer immer noch zögert, einen Neubau in Erwägung zu ziehen, stiehlt der Bevölkerung viele Millionen Steuergelder - Steuergelder, die weitaus sinnvoller angelegt werden können - und ruiniert die Gesundheit von Hunderttausenden in der Region, mit unabsehbaren Folgen für die Zukunft ganzer Generationen.

Normalerweise gehören Verantwortliche, die dieses Chaos sehenden Auges und wider besseres Wissen zulassen, in den Knast.

Wetten dass...?

Wären wir in England, würde es in den Wettbüros hoch hergehen, denn es gäbe einen Wetthit, der da heißt:
Kommt der BER, oder kommt er nicht? (zumindest an diesem Standort)

Würde mich dann jemand fragen, wie ich das einschätze, würde ich ihm sagen: Setze auf "Er kommt nicht".

Sie glauben, das ist eine mutige Entscheidung, wo doch schon weit über 5 Milliarden allein in und um das Terminal gesteckt wurden? 
Von den weiteren Milliarden für die Beschaffung der (nutzlosen) Grundstücke, Planungsleistungen zur Baureifmachung und gigantischen Zinslasten und Leasinggebühren mal abgesehen.

Nun, wer in den letzten 12 Monaten das Geschehen rund um die Baustelle intensiv verfolgt hat, kann die Zeichen nicht übersehen:

Da werden Planer entlassen (die man aber braucht um zu bauen)
Da scheut sich jeder, der einigermassen klar im Kopf ist, Verantwortung zu übernehmen
Da werden Finanzierungslücken offenbar - die schier unlösbar sind
Da reift die Erkenntnis, dass der BER schon beim Start viel zu klein ist und Chaos somit vorprogrammiert (eines Hauptstadtflughafens absolut unwürdig)
Da werden verzweifelte Rufe laut, Tegel doch (möglichst für immer) offen zu lassen. (Die Rufer wissen, warum - obwohl rechtlich kaum möglich) 
Da reift die Erkenntnis, dass BER ohne 3. Start-und Landebahn nicht geht (nur wie durchsetzen und dem Bürger erzählen, warum er jahrelang belogen wurde?)
Da gibt es einen inzwischen komplett ratlosen Rentner, der Aktionismus zeigend ein Sprintprogramm ins Leben rief. (welch ein Name für das Stillstands-Schneckenprogramm)
Da gibt es
EINEN der halbwegs durchblickt (Amann), und der wird prompt entlassen und kaltgestellt.
Da gibt es unglaubliche Baumängel, deren Behebung, wenn überhaupt möglich, den finanziellen Rahmen völlig sprengen
Da gibt es die Erkenntnis, dass der BER niemals wirtschaftlich und auf ewig dem Steuerzahler ein Klotz am Bein sein wird. Man müsste jedes Jahr dem Bürger erklären, warum wieder ein hoher 3stelliger Millionenbetrag zugeschossen werden musste, obwohl man doch anderes versprochen hatte
Es reift auch die Erkenntnis, dass man wohl besser einen richtigen Flughafen an anderer Stelle baut und das jetzige Terminal anders nutzt
Da reift die Erkenntnis, dass man einen Schuldigen finden muss, dem man den ganzen Mist ans Hemd kleben kann (und selbst möglichst unbeschadet aus der Nummer rauskommt)

Da reift die Erkenntnis - die wir als "Neue Aktion" schon von Anfang an vertreten haben -
Der BER muss neu geplant und an anderer Stelle gebaut werden!

Es sei noch der Hinweis erlaubt, dass "Neue Aktion" eine Fachtagung am 25. Januar 2014 abhält, in deren Rahmen wir über die sich bietenden Möglichkeiten diskutieren wollen und in deren Verlauf hochkarätige Referenten zum Thema BER die Diskussionsgrundlage bereiten werden.
Die Tagung ist nicht öffentlich, sondern es werden Einladungen verschickt, da die Besucherkapazität aufgrund der Räumlichkeiten begrenzt ist. 
Interessierte Presse kann sich gern noch über die Kontaktadresse unserer Seite anmelden

Männerfeindschaft

Es ist schon erstaunlich, was Altersstarrsinn, gepaart mit völliger Inkompetenz, anrichten kann.
Der Rentner Mehdorn soll es ja richten am BER. Dazu wurde das „Sprint“ Programm von ihm eingerichtet – welches freilich nun schon seit 8 Monaten vor sich hersprintet, mit dem Ergebnis, dass an der Stelle, wo der Sprint begann, ein tiefes Loch im Boden ist, denn vorwärts gekommen ist man noch keinen Meter – und wer auf der Stelle sprintet, buddelt sich selbst ein.
 
Dafür wurden mal wieder die Berater gefeuert – nach zighundertausenden von Steuer-Euro, die man besser im Klo runtergespült hätte – dann wäre damit wenigstens noch eine Geräuschkulisse verbunden.
 
Nun sollen neue Berater her – Roland Berger hat gute Chancen, den Folgeauftrag zu ergattern – klar, denn der hat von Abläufen an Flughäfen soviel Ahnung wie ein Elefant vom Fliegen.
Damit ist er für Mehdorn höchst qualifiziert, denn Widerreden zu Mehdorns Märchenträumen zum BER sind nicht zu erwarten. Gutachten werden genau so ausfallen wie gewünscht und dem AR vorgaukeln, dass alles gut wird. Der wird das bereitwillig glauben, und wenn es schief geht, wieder beteuern nichts gewusst zu haben.
 
Alles wie immer?
 
Da war noch was:
Amann, der ehemalige Technikchef und der Einzige, der wenigstens den Plan hatte, erst einmal festzustellen, wie es um die Baustelle steht, sitzt jetzt in einem Uraltbüro - ohne Arbeit, ohne Computer, ohne Personal - dafür aber mit einem fürstlichen Gehalt von 350000.- EUR im Jahr.  Er dürfte damit zu den bestbezahlten Arbeitslosen der Welt zählen.
 
Und damit auch gar nichts mehr an vielleicht sogar kompetenten Kommentaren zur Baustelle von Amann kommt, hat Mehdorn ihm jetzt die Zugangskarte zur Baustelle abnehmen lassen. Er hat Baustellenverbot, Mehdorn will ihn dort nicht mehr sehen.
 
Der Rentnerrambo hat zugeschlagen und zeigt, wer hier auf der Baustelle den Rollator führt – im Sprinttempo.
 
Gut, dass der AR nie irgendwelche Kritik zur Baustelle übt, sonst würde auch denen sicher der Zugang verweigert. Möglicherweise werden dann Bilder des Aufsichtsrates am Eingang zur Baustelle hängen mit dem Zusatz : WIR MÜSSEN LEIDER DRAUßEN BLEIBEN.
 
Fazit: Männerfeindschaft ist ebenso „effizient“ wie Zickenkrieg.