Luxusproblem - wenn 50% mehr kommen

Die Fachtagung der Neuen Aktion war ein voller Erfolg.
Dank an dieser Stelle an alle Referenten und unsere beiden Politiker des Brandenburger Landtags, die am Schluss des Tages für lebhafte Diskussionen sorgten - bei weitgehender Einigkeit in der Sache.

Wir hatten zwar ein paar Platzprobleme, da anstatt der erwarteten 40 Personen plötzlich 60 Leute Ausschau nach einem Stuhl hielten, aber dieses "Luxusproblem" ließ sich nach einigem Stühlerücken auch lösen. (Dafür war in der Mittagspause das Restaurant auch gerammelt voll)

Die Referenten : 
Prof. Dr. E. Augustin, 
Martin Delius ( Piraten ), 
Dr. Frank Welskop
Dieter Faulenbach da Costa
Ferdi Breidbach, sowie die beiden von uns eingeladenen aktiven Brandenburger Politiker 
Christoph Schulze ( parteilos ) und 
Rainer Genilke (CDU ), die im Anschluss an die Referate für einen recht lebhafte, emotionale Diskussion sorgten - ganz genau so wie wir es erhofft hatten.

Die Veranstaltung wurde - ganz im Piratenstil - live vertwittert, so dass auch zumindest die Twittergemeinde über den Verlauf informiert war.

Die Informationen aus den Referaten waren geballt und kompetent. Vieles war natürlich dem grundsätzlich informiertem Kreis bekannt, aber auch viel Neues war zu hören.

Der Grundtenor aller Referate hieß dann auch: Der falsche Standort des BER und die Folgen, die diese Entscheidung mit sich bringt. Es wurden Alternativen, die es reichlich gibt, aufgezeigt und die Möglichkeiten eines Übergangs, bis ein "richtiger Flughafen" an geeigneter Stelle entstanden ist, skizziert.

Klar wurde im Laufe des Tages: nur der Standort ist schuld an allen Problemen. Also muss auch die Standortfrage das Hauptziel sein. Klar wurde auch, dass alle Aktivitäten auf den Nebenkriegsschauplätzen wie z.B. Flugroutendiskussionen oder Nachtflugverbote nichts bringen - die Referate waren in dieser Beziehung sehr deutlich in der Aussage und traten den Beweis dafür an.

Vereinzelt gab es zum Sinn von Mahnwachen u.ä. zwar gegenteilige Meinungen - Fakt ist aber, dass alle Aktionen der vergangenen Jahre, selbst wenn sie erfolgreich waren (wie das Volksbegehren zum Nachtflugverbot), nichts bewirkt haben.

Es ist Zeit zum Umdenken, Zeit die "Instrumente" des Widerstandes (ein Referent sagte gestern "bis hin zum zivilen Ungehorsam") zu überdenken.

Zu lösen ist das Desaster nur politisch, nicht mit Mahnwachen, "freundlichen" Demos, Flugroutendiskussionen oder ähnlichem Gedöns.

Wir haben gestern von den Politikern aus erster Hand erfahren müssen, dass man sich im Landtag über derartige Aktionen die Bäuche vor Lachen hält. Ich gehe davon aus, dass es in den Berliner Senatsstuben ganz genau so läuft.

Wach werden, neu ausrichten, neues Denken - das wäre das Gebot der Stunde und der Appell an die BIs.

Deutlicher als gestern sowohl von den einschlägigen Experten als auch den Politikern benannt kann man es nicht sagen. Das waren reihenweise Weckrufe. Ich bin gespannt, ob sie Gehör finden in den BIs.

Wir von der Neuen Aktion werden ganz genau so weitermachen wie bisher, denn alles, was wir bereits in der Vergangenheit veröffentlicht haben (einschließlich der noch nicht bezahlten 400 Millionen für bereits ausgeführte Leistungen am BER) hat sich bewahrheitet - und darauf sind wir schon ein bisschen stolz.

Wir sind für unsere Veröffentlichungen öfter mal in die Ecke der Schwarzmaler und "Spinner" gestellt worden - am Ende hatten wir recht und nur das zählt. Unsere Infos waren richtig. Für uns genug Motivation, auf diesem Weg weiterzumachen und den BER als das zu bezeichnen, was er ist: 

Ein totes Projekt, was an anderer Stelle neu belebt werden muss, um überhaupt ein Chance zu bekommen, ein moderner Flughafen zu werden.

Hinweis:
Alle Präsentationen werden in Kürze als Download zur Verfügung gestellt.
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Unten bleiben



Am Freitag d. 24.Januar 2014 wird die Piratenfraktion ihren eigenen Zwischenbericht zum BER-Untersuchungsausschuss der Öffentlichkeit vorstellen.
Neue Aktion ist dabei und wird den Bericht auf ihren Seiten zur Verfügung stellen.

Der Bericht trägt den passenden Namen "Unten bleiben".

Seien Sie neugierig, es lohnt sich, diesen Bericht zu lesen.

Lesen sie, welche unglaublichen Auswirkungen die falsche Standortentscheidung auf Mensch, Natur und Finanzen hat.

Die anderen Fraktionen im Untersuchungsausschuss haben sich geweigert, einem Zwischenbericht zuzustimmen, um die Öffentlichkeit über die bisherigen Erkenntnisse der Arbeit des Untersuchungsausschusses zu unterrichten.
Typisch würde ich sagen, Transparenz ist für diese Fraktionen offenbar so etwas wie das Unwort schlechthin, ebenso wie Bürgerbeteiligung.

Egal ob CDU, SPD, Grüne oder gar Linke - alle haben Dreck am Stecken, wenn es um den BER geht - die Einen mehr, die Anderen weniger. Mit Ruhm bekleckert hat sich niemand, im Gegenteil.

Am und um den BER wurde von Beginn an verschwiegen, vertuscht und gelogen, dass sich die Balken bogen, sowohl von der FBB wie auch den beteiligten Politikern aller Fraktionen - mit Ausnahme der Piraten. 
Dass, bis auf die Piratenfraktion, keine weitere Fraktion bereit war, die Öffentlichkeit umfänglich über den bisherigen Stand zu informieren, passt zu diesen "Volksvertretern" - oder sollte es besser Volksverrätern heißen? 
Zu ihren Fehlern zu stehen, das war noch nie die Stärke von Politikern. Feige abtauchen und mit den Fingern auf Andere zu zeigen, das beherrschen sie allerdings blind. Von Verantwortung schwafeln und nach dem Amtsantritt als erste "Amtshandlung" genau dieses Wort aus dem Wortschatz zu streichen, das ist die gängige Methode.


Der Fraktion der Piraten an dieser Stelle einen großen Dank für den eigenen Bericht - so sieht gelebte Transparenz aus. 

Vielleicht ein Beispiel für andere Fraktionen, wie es gehen kann im Umgang mit dem Bürger, nur dazu fehlt CDUSPDGRÜNELINKE der Schneid.
In 2014 sind Wahlen in Brandenburg, der Wähler ist aufgefordert sich daran zu erinnern. 







Neues Jahr, alte Probleme

Das Jahr 2014 wird mit Sicherheit wieder einige Überraschungen in Sachen BER für uns bereithalten. Kommt die "Legolanderöffnung" oder kommt sie nicht? Auf die "paar" Millionen, die Mehdorn zum Fenster rauswerfen will, kommt es kaum an - angesichts der gigantischen Gesamtausgaben, die der BER - so er denn kommt - verschlingen wird.

Am 25.1. 2014 auf unserer Fachtagung werden wir mit einer Zahl konfrontiert werden, die jenseits der bisherigen Vorstellung ist. Wir werden ganz sicher auf dieser Seite ausführlich berichten und dokumentieren.

Seit Monaten soll eine Arbeitsgruppe "3. Start- und Landebahn" am Werkeln sein und die Ausbauszenarien nach der Eröffnung - so sie denn kommt - vorbereiten. Wir als NA haben schon immer gesagt, dass der Ausbau das Ziel der FBB ist. Der BER ist zu klein, das ist seit langer Zeit bekannt. Ob das Sinn macht oder nötig ist angesichts der im nahen Osten entstehenden Riesendrehkreuze, sei dahingestellt. Politiker entscheiden nie, ob etwas sinnvoll ist, sondern nur nach eigenem Ego und Nutzen.

Ob 2015 oder 2016 spielt schon längst keine Rolle mehr beim Eröffnungstermin - die Bürger können es eh nicht mehr hören, und die Schwerstbetroffenen haben bestenfalls ein Jahr länger etwas mehr Ruhe.

Helfen wird letztlich nur ein Neubau an anderer Stelle - mit den entsprechenden Möglichkeiten der ggf. erforderlichen Ausdehnung.

Obwohl es ein schlüssiges Konzept dafür seit Jahren gibt (NNK), kann und wird keiner der aktuellen Politclowns den Mut haben, diese einzige hilfreiche und richtige Maßnahme zu fordern. Die Parlamente sind zu Abnickern verkommen, kontrollieren im Sinne des Bürgers tun sie schon lange nicht mehr. Die Bürgerrechte, die im GG verankert sind, werden permanent missachtet - immer mit dem Hinweis, dass ein Airport der Allgemeinheit dient. Grundsätzlich stimmt das, nur: wenn Politiker den der Allgemeinheit dienenden Airport bewusst, ohne Not und wider besseres Wissen an die falsche Stelle bauen, dann ist das Argument verwirkt.

Diese Herrschaften werden sich auf ein heißes 2014 und 2015 einrichten müssen. 

Sie haben zu verantworten, dass Generationen krank werden, dass regional, je nach Belastung, die Sterberate hochgeht (das ist nichts anderes als Körperverletzung mit Todesfolge, die billigend in Kauf genommen wird). Sie haben zu verantworten, dass großflächig Enteignung stattfindet über die Immobilienwerte der Schwerstbetroffenen. 

Ganz zu schweigen von dem Havarierisiko, welches ein Stadtflughafen wie der BER immer hat. Es ist eine Frage der Zeit, wann ein Unglück wie in Queens 2001 passiert.
Die Politversager werden auch dann irgendeinen Schuldigen finden, obwohl sie nur in den Spiegel sehen müssten.

Wir bleiben dran - soviel ist sicher.