Vorsitzender gesucht! Wer tappt in die Falle

Der Deichgraf“, "Der Brandenburger“, "Der Fels in der Brandung der brandenburgischen SPD"

Das sind Bezeichnungen für Platzeck, denen er sicher heftig zustimmt – so sieht er sich selbst.


"Der Wendehals", "Der nicht belastbare, nur durchschnittliche Politiker", "Der BER-Versager", "Der Lügner"

Das sind die Bezeichnungen, die er mit Sicherheit auf das Schärfste zurückweist – aber sie entsprechen im Gegensatz zu den erstgenannten der Wahrheit.


Schauen wir mal hin:
Nachdem Platzeck den AR-Vorsitz von seinem Parteifeind Wowereit „geerbt“ hatte, ging der Streit los.
Platzeck unterstützte, aufgrund des erfolgreichen Volksbegehrens zum Nachtflugverbot, die Nachtruhe am BER von 22  - 6 Uhr auszuweiten.
Das Kalkül war einfach zu durchschauen. Mit dieser Forderung gibt er wieder den „Deichgrafen“, wohl wissend, dass für ein strenges Nachtflugverbot keine Zustimmung der anderen beiden Eigentümer, der Bund und das Land Berlin, zu bekommen ist.
Zumindest aber kann Platzeck sich in Stellung bringen, da im nächsten Jahr Landtagswahlen anstehen und guter Wille – auch wenn er aussichtslos ist – immer gut im Land ankommt.
Das war die Überlegung und auch gleichzeitig die Heuchelei, denn natürlich wusste Platzeck, dass er niemals die Zustimmung der beiden anderen Eigentümer für ein strenges Nachtflugverbot erhalten würde.
Nach dem Motto – seht her, ich wollte ja - aber die anderen........... wollte er punkten.

Der Sprücheklopfer:
Entweder das Ding fliegt , oder ich fliege !  So seine markigen Sprüche, als er antrat, die BER-Ruine zum Flughafen zu machen.

Ein anderer Spruch von ihm ließ aufhorchen:
Wir müssen wahrscheinlich nicht abreißen, aber umbauen, das wird nötig sein.

Aha, im Sprachgebrauch von Politikern ist das Wort „wahrscheinlich“ schon ein bisschen genauer zu untersuchen, denn es schließt auch nichts aus.

Ich sage es mal so: Wahrscheinlich muss abgerissen werden, nur wie sage ich es meinem Kinde? Und wem kann ich die Schuld in die Schuhe schieben?
So wird dann auch der erste Spruch abgewandelt sinnvoll – das Ding fliegt nie, also gehe ich mal, bevor mir alles um die Ohren fliegt.

Dass Platzeck nicht der Gesündeste ist, weiß man nur zu gut. Krankheit ist aber gleichzeitig auch immer eine willkommene Möglichkeit, allen unangenehmen Zukunftsentscheidungen und Verantwortlichkeiten aus dem Weg zu gehen.

Ist es möglich, dass Platzeck seine zweifellos labile Gesundheit nutzt, um ohne große Erklärungen allen Ballast loszuwerden, den er sich in den nächsten Monaten mit dem BER aufbürden würde, wenn herauskommt, dass „wahrscheinlich“ doch abgerissen werden muss?

Sein Nachfolger, Woidke, hat schon mal umgehend den Vorsitz des AR abgelehnt.
Warum? Wenn Politiker wirklich eine Chance sehen, in absehbarer Zeit einen Großflughafen zu eröffnen – dann tun sie alles, um sich ins Rampenlicht zu rücken – Seht her, ich wars, ich habe Feuer gemacht – mit Gorillagehabe wird dann der Welt gezeigt, was für ein Kerl man doch ist, wenn das Bändchen zerschnitten wird.

Am BER aber scheinen alle pfeifend in die Luft zu gucken, wenn nach einem Nachfolger für den AR-Vorsitz gesucht wird.

Der Grund lässt sich vermuten: Der Posten ist eine Falle. Der Vorsitz ist untrennbar mit dem Scheitern des BER verbunden, und die Leute, die dicht genug dran sind, wissen, dass der BER scheitert. Also: Finger weg, das gibt sonst böse Brandblasen.

Und einen externen Fachmann für den Vorsitz zu begeistern, der dann für alle noch kommenden Pannen seinen Kopf hinhalten muss – und das für ca. 250 EURO Sitzungsgeld-darf man getrost vergessen.

Wenn sich herausstellt, was uns bereits zugetragen wurde – dass die Statik des Gebäudes gefährdet ist, der Untergrund nicht tragfähig, dann ist klar, warum sich jeder wegduckt, wenn nach dem AR-Vorsitz gerufen wird. Dem vernehmen nach ist Hans-Peter Keitel im Rennen. Sollte das bestätigt werden, wird wieder ein abgehalfterter Rentner als Retter gefeiert werden. Immerhin hat er genug Ahnung um festzustellen, dass der BER abgerissen werden muss, wenn sie es wagen sollten einen Mann mit mehr Ahnung vom Bau als Wowi und Ramsauer an die Spitze des AR zu wählen. Abwarten.

Ich gehe davon aus, dass irgendwann nach der Bundestagswahl Bauarbeiten am BER beginnen werden – allerdings haben die nichts mit der Fertigstellung zu tun, sondern ganz andere Gründe.
Bis zur Landtagswahl 2014 in Brandenburg wird sich das Desaster nicht herauszögern lassen – Platzeck ist dann allerdings längst Ruheständler und kann sich das Dilemma aus der Ferne ansehen.

Letztlich ausbaden muss es ohnehin der Steuerzahler – wir erinnern uns an einen Platzeckspruch hierzu: Die Finanzierung ist nicht mein Problem.

In diesem Sinne: Es bleibt spannend! Der BER wird uns noch Einiges zu bieten haben und sicherlich eine der teuersten und sinnlosesten Bauruinen weltweit.

BER - die Wahrheit ist...

Mehdorn – der Sprinter
 
Als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet – so etwa ist bisher Mehdorns Sprint verlaufen.
Dieter Faulenbach da Costa drückte es so aus: aus dem Sprint ist eine Mittelstrecke geworden, wahrscheinlich wird es ein Marathon.
 
Der Macher, der Anpacker, der Macho, der Zampano unter den Managern ist bisher mit allen seinen Vorschlägen voll gegen die Wand gelaufen. Dazu das ständige Scharmützel mit seinem Technikchef Amann, die Windmühlenflügelkämpfe gegen Platzeck und Wowereit.
 
Ich stelle mir die Frage: was soll das alles, wovon soll abgelenkt werden?
 
Zum Beispiel der Brandschutz. Natürlich sind massive Probleme mit dem System vorhanden, bis hin zu Blechen, die für die Temperaturen dieses Typs Anlage zu schwach sind und implodieren, wenn Volllast gefahren wird. Das hat offenbar was mit den Gradzahlen zu tun, die bei diesem Typ Anlage auftreten.
 
Das sind aber bekannte Probleme, für die es Lösungen gibt. Auch die Regeltechnik ist beherrschbar, inkl. der Softwareanpassungen – wenn man die richtigen Leute ranlässt.
In wenigen Monaten wären die Probleme mit dem Brandschutz behoben worden – das hört man von vielen Fachleuten – auch vor Ort.
 
Vielmehr stellt sich die Frage, warum man die Brandschutzprobleme offenbar nicht lösen
will. Es ist wohl schön, einen Problemherd zu haben, mit dem man die eigentlichen Probleme vertuschen kann und Zeit gewinnt, um ggf. Lösungen für die wahren Probleme am BER zu gewinnen, ohne dass die Öffentlichkeit das mitbekommt. Man braucht Zeit – der Brandschutz funktioniert nicht richtig – kennt jeder inzwischen, tolle Ausrede.
 
Die Wahrheit!
Die wahren Probleme liegen in der Statik des Gebäudes !!
 
In letzter Zeit wurden Gerüchte bekannt, die davon sprachen, dass bis zu 60% des Gebäudes reif für die Abrissbirne sind.
Die bis zu 30 m tiefen Stützen sind nicht überall stabil. Der Untergrund ist nicht geeignet, um ein solches Gebäude zu tragen. Das Ding bewegt sich.
Auch das war zwar bekannt, Geologen hatten schon bei der Planung darauf verwiesen, dass dieses Gebäude an der Stelle nicht stehen darf, weil zu schwer.
Wie üblich wurde von der Politik mal wieder mit einem : „Papperlapapp“ die Warnung abgetan und selbstredend dort gebaut, wo es Probleme geben musste.
 
In den Keller darf niemand rein, Stützen die bereits geplatzt sind, wo die Bewehrung frei liegt, wurden - wo sichtbar – verkleidet, damit alles „hübsch“ aussieht. Die armdicken und sehr tiefen Risse in der Bodenplatte wurden verharzt. Der gesamte Bereich ist Sperrgebiet.
Auch das Parkhaus hat Risse, die nichts mit den normalen Spannungsrissen beim Trocknen von Beton zu tun haben. Es ist einfach zu schwer für den Untergrund. Wenn jetzt noch mehrere 1000 Autos dort parken, wird die Lage schnell dramatisch.
 
Ob der BER jemals eröffnet, steht angesichts der Statikprobleme auf einem ganz anderen Blatt. Mich würde nicht verwundern, wenn – natürlich nach der Landtagswahl 2014 – von einem Neubau gefaselt werden würde und die Statikprobleme öffentlich werden. Den Neubau fordern wir, freilich aus anderen Gründen, seit Jahren. Wenn die Statikprobleme dazu beitragen, wäre das uns und hunderttausenden Anwohnern nur recht.
 
Unsere Quellen berichten von derart schwerwiegenden Mängeln, dass ein Neubau, zumindest auf lange Sicht, deutlich billiger wäre. Das Grundwasserproblem, ein Hauptgrund der Statikprobleme, werden sie nicht in den Griff bekommen. Beim Abpumpen des Grundwassers sind ebenfalls schwere Fehler gemacht worden.
Die hunderte Tonnen Beton, die unter die Südbahn gepumpt wurden, deuten auf das gleiche Problem hin, was zu den Problemen am Terminal und dem Parkhaus geführt hat.
 
Hinter den Kulissen geht es offenbar nur noch darum, Schuldige zu finden, denen man das Dilemma in die Schuhe schieben kann, denn natürlich müssen die unfähigen Politiker (die eigentlichen Hauptschuldigen) einen Heiligenschein verpasst bekommen.
 
Es gibt eine Menge Vorstellbares – nur auf eins kann man sich verlassen – KEIN Politiker ist Schuld, alle haben einen tollen Job gemacht.
Es wird wohl auf  „eine Kette unglücklicher Umstände“ hinauslaufen, wenn die Statikprobleme bekannt werden.
Wahrscheinlich ist der Bürger selbst Schuld, weil er zu wenig Leitungswasser verbraucht und damit der Grundwasserspiegel viel zu hoch ist – das hatte man natürlich anders berechnet.
 
Fazit : möglich ist, dass  die Eröffnung des BER 
nie kommt – zumindest nicht an diesem Standort.
Wetten sind leider verboten -
siehe hier :-)
Ich bin davon überzeugt, dass wenige Monate nach der Landtagswahl 2014 die Karten für den BER neu gemischt werden.
Es wird sicher seitens der FBB wieder Dementis hageln - nur : bisher waren alle unsere Informationen richtig und die FBB musste jedes mal nach ihren Dementis wieder zurückrudern. Wir dürfen gespannt sein.

NA

Er nun wieder

Vorwort:
Zugegeben - ich bin nicht gerade ein Freund von dem BZ- Schmierfinken Schupelius, musste aber doch lachen, als ich seinen letzten Kommentar gelesen hatte. Bei einem Verwandtenbesuch ist der arme Hauptstadtschmierfink doch echt auf den Arm genommen worden - wegen dem BER Pleite-Pech und Pannenfluchhafen BER.

Dabei liebt er die Baustelle doch heiß und innig und lässt keine Gelegenheit aus Tritte nach allen Seiten zu verteilen, die es wagen diese prächtige Baustelle, diese absolut notwendige (Fehl)Investition zu kritisieren. Das Maul halten sollten die Kritiker doch am besten und froh sein, dass sie so einen schönen, lauten, stinkenden und krank machenden Flughafen dicht vor die Haustür gesetzt bekommen.

Und außerdem ist doch schon so viel Geld dort verbaut worden, Neubau alles Unsinn, usw, usw. Dabei könnte ihm ein Blick in den jährlichen Bericht des Bundesrechnungshofes die Augen öffnen, denn die Kohle die am BER verbaut wurde ist ein Fliegenschiss im Vergleich zu den Milliarden die jährlich einfach so aus dem Fenster geworfen werden. Und der Bau am BER hätte sogar Zukunft und wäre nicht fehlinvestiert wenn man was vernünftiges draus macht -
wie hier.

Nun reicht bei dem guten Gunnar Schupelius offenbar die Kapazität seiner Hirnwindungen nicht aus, sich die Ursache der ganzen Misere vorzustellen. Wir sind hier gern behilflich:

Es ist der grundfalsche Standort - kapiert Gunnar?
Nichts anderes. Daraus ergibt sich die Lachnummer BER.

Der Flughafen könnte schon 10 Jahre am Netz sein, privat finanziert - in Sperenberg, wenn die politischen Blindgänger einmal in ihrem Leben richtig entschieden hätten und zusätzlich die eifersüchtigen Bedenken zu einem Großflughafen in Sperenberg, die von Fraport und Münchener Flughafens nebst der politischen Lobby erhoben wurden, mal beiseite gewischt worden wären.

Aber nein, die Verantwortlichen mussten ja mit dem Fuß aufstampfen wie kleine Kinder und großspurig verkünden den BER eben selbst zu bauen, wenn private Investoren nicht am falschen Standort Schönefeld als Geldgeber auftreten wollen. Steuergeld ist schließlich unendlich verfügbar - so offenbar die Überlegung. Wie war das bei Platzeck noch: "Die Finanzierung ist nicht unser Problem". Selten war Selbstüberschätzung schädlicher und dämlicher wie in dieser Bemerkung.

Hier nun der gesamte Kommentar inkl. des Schupeliusergusses.
Schreiben Sie ihm ruhig mal, die emailadresse ist mit dabei.

Redaktion NA

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12. Juli 2013 KomSchupelius120713

„Ganz Deutschland lacht ja über Schönefeld“ Jetzt ist auch BZ-Schupelius aufgeklärt!

Wir möchten unseren Lesern einen wunderbaren Kommentar aus der „BZ“ nicht vorenthalten - geschrieben vom BZ-Redakteur G. Schupelius und veröffentlicht am 12.07.2013. Den Text finden Sie im Anschluss an diesen Kommentar. Wir veröffentlichen und verbreiten den Kommentar auch gerne, weil hier drastisch bestätigt wird, was NA in zig vorhergehenden Kommentaren schon öffentlich gemacht hat. Immerhin beweist der Kommentar auch, dass Reisen bildet. Wäre Herr Schupelius nicht nach Münster gefahren, hätten ihn dort seine Neffen und Nichten nicht mit Gelächter über das BER-Desaster empfangen. Dann wäre ihm - wie so vielen Berlinern - wahrscheinlich nicht die Erkenntnis gekommen, dass Mehdorns Hanswurste/Marionetten (seine Aufsichtsräte) und Mehdorn selbst nicht nur den BER ruinieren, sondern obendrein auch gleich den Ruf Berlins und Brandenburgs mit. Was Herr Schupelius aber vergessen hat Bei seinen durch Verwandtenbesuch ausgelösten Erkenntnissen hat Schupelius aber vergessen, worin die Ursache dafür liegt, dass „ganz Deutschland“ über den BER Schönefeld lacht. Diese Ursache kennen jedenfalls alle Leser der NA-Kommentarseite. Wiederum ist hier in zig Beiträgen bewiesen, dass nicht nur Mehdorn oder Amann Ursache und Schuldige der BER-Lachnummer sind. Ursächlich verantwortlich sind die eigentlichen „Oberaufseher“ von Mehdorns Hanswursten, den Versagern als Gesellschaftervertreter und als Aufsichtsräte: Das sind nämlich die Abgeordneten im Bundestag, im Berliner Abgeordnetenhaus und im Brandenburger Landtag - sie tragen die Hauptschuld! Über zwanzig Jahre lang haben diese Oberaufseher jede Flughafenentscheidung der von ihnen verantworteten Regierungen - von Kanzlern und Ministerpräsidenten, sowie dem Regierenden Bürgermeister von Berlin - kritiklos durchgewinkt. Sie haben der falschen Standortentscheidung, der Besetzung der Aufsichtsräte und selbst den dümmsten Entscheidungen der Gesellschaftervertreter, aktuell von Platzeck (SPD), Wowereit (SPD) und Ramsauer (CSU), zugestimmt und diese auch öffentlich vertreten. Sie stehen - zusammen mit vielen Parteimitgliedern, Mandatsträgern als Bürgermeister, Gemeindevertretern oder Parteifunktionären - „hinter der Fichte“. Da muss auch Herr Schupelius wissen, dass es die Strukturen in den Parteien, die Personalauswahl für Mandate und Funkionen sind, die das System politischer Unfähigkeit und damit das BER-Desaster durch Unterlassung jeglicher fundierter Kontrolle erst möglich gemacht haben. Jetzt ist es an der Zeit, die Richtigen auch namentlich an den Pranger zu stellen Wenn die Parteimitglieder oder die Abgeordneten in den Parlamenten „Nein“ zum Standort, „Nein“ zur Fortsetzung des sich im Laufe der Jahre herausgestellten Pleiten-, Pech- und Pannenprojektes „Großflughafen Schönefeld“, „Nein“ zur Besetzung des Aufsichtsrates oder zu Personalentscheidungen der Flughafengesellschaft (FBB) gesagt hätten, dann wäre mit Sicherheit schon weit über 10 Jahre ein Großflughafen in Sperenberg in Betrieb. Weder Herr Schupelius und andere Schreiber über Geschichten zum BER, noch die Oberkontrolleure können verleugnen, dass es ausreichende Experten-Warnungen gab, in Schönefeld einen Großflughafen zu bauen. Schlimmer noch: zumindest SPD-Platzeck wusste durch das von ihm verantwortete Raumordnungsverfahren (1996), dass der Standort Schönefeld nach Untersuchung von weiteren sechs Standorten in Brandenburg mit Pauken und Trompeten durchgefallen war. Stolpe gab ihm das Etikett „unmenschlich“. Das wurde negiert, ignoriert und rücksichtslos und verfassungswidrig bewerkstelligt. Darum gehören diese Kopfnicker und Durchwinker, die offenbar die Auswirkungen ihres verantwortungslosen (Nicht-)Tuns nicht abschätzen können, jetzt an den Pranger! GEGEN halbe Informationen - FÜR eine neue Perspektive Natürlich hat Herr Schupelius mit allem, was er schreibt, Recht! Diese Kommentierung erfolgt aber, um die Information nicht “ im Halben versanden“ zu lassen. Da ist dann noch an Herrn Schupelius der Hinweis erlaubt, dass das Problem BER erst am Anfang steht. Was Wirklichkeit ist, werden zunächst 200 000 Menschen merken, wenn es der FBB-Chaostruppe unter Aufsicht unfähiger Aufsichtsräte wirklich gelingen sollte, den BER irgendwann in Betrieb zu nehmen. Im Gefolge merken es dann alle Berliner und Brandenburger, wenn sie feststellen, wie viel Milliarden Euro das Pleiteprojekt schon gekostet hat und wie viel weitere Milliarden sein Betrieb noch verschlingen wird. Zum Ergebnis gehören aber auch die Folgen an Gesundheitsgefährdung, Entwertung des Besitzes am kleinen Häuschen, das Elend von Tausenden von Kindern, die ihre Kindheit und Schulzeit in Akustikkäfigen verbringen müssen und trotzdem noch fluglärmkrank werden (15% einer jeden Generation lt. Gutachter des Landes Brandenburg), abgesehen von der Umweltverschmutzung und der Zerstörung der Erholungsgebiete. Erhalten bleibt so die Nachrichtenlage für Journalisten, die dann über Jahrzehnte ausreichend „Stoff haben“, um mit vielen Zeilen ihre Blätter vollzuschreiben. Nur: Es kann keiner behaupten – nicht die Journalisten und schon gar nicht die Verursacher dieses Desasters - es hätte keine Problemlösung für einen Großflughafen geben können, der nicht in dicht besiedeltem Gebiet, sondern dafür raumverträglich und schon über 10 Jahre in Betrieb gewesen wäre. Heute wird Niemand mehr behaupten können, dass es nicht doch noch eine andere Perspektive - und dafür keine Flughafenlachnummer - gäbe, die auf Sicht diesen BER in eine Nachnutzung überführen kann. Da empfiehlt NA gerne nicht nur den folgenden Bericht von Herrn Schupelius, sondern auch das Konzept „Zentralflughafen für Deutschland“ zu lesen und zu studieren. Wer Berlin und Brandenburg liebt, muss für einen hauptstadtwürdigen BER eintreten Die Zukunft mit dem BER in Schönefeld darf Berlin und Brandenburg zuliebe nicht noch weiter zur Lachnummer verkommen. Wenn alle Verantwortlichen zu dieser Erkenntnis getrieben werden, dann kann Herr Schupelius in 10 oder 15 Jahren von seinen Neffen und Nichten in Münster sicher hören: Toll, wie ihr in Berlin die Kurve und jetzt eine wettbewerbsfähigen Flughafen bekommen habt, der der deutschen Hauptstadt würdig ist und darüber hinaus über der dichtbesiedelten Region in Berlin und Brandenburg keinen Fluglärm produziert und damit ihre inzwischen gut entwickelte Struktur zerstört. Neue Aktion ( NA ) __________ hier der BZ-Kommentar im Originaltext_______________ B.Z. BER-STILLSTAND Ganz Deutschland lacht ja über Schönefeld 11. Juli 2013 22:40 Uhr, Gunnar Schupelius | Aktualisiert 22:40 Gunnar Schupelius: Zwei Männer zanken um einen Flughafen. Und bekommen dafür eine Million Euro. Hartmut Mehdorn (l.) und Horst Amann bekämpfen sich gegenseitig Als ich kürzlich meinen Bruder in Münster besuchte, empfing mich die Familie mit Gelächter: „Na, wie geht’s eurem Flughafen?“ Dann erzählten meine Nichten und der Neffe die neuesten BER -Witze aus diversen Comedy-Shows im WDR. Ich lachte höflich mit. Ganz Deutschland lacht ja über Schönefeld. Mir aber ist eigentlich gar nicht nach Lachen zumute. Zu viel Geld geht in diesem Flughafen unter. 20 Millionen Euro pro Monat für den Stillstand! 260 Millionen seit der geplatzten Eröffnung im Mai 2012. Und seitdem ist man der Lösung des Kernproblems nicht einen Millimeter näher gerückt: Der Brandschutz von Bosch/Siemens funktioniert nicht, und niemand weiß einen Weg. Stattdessen sind zwei Männer auf die Bühne getreten, die ihren Tag damit verbringen, sich erbittert zu bekämpfen: Horst Amann, im August 2012 geholt für die Technik. Und seit März 2013 Hartmut Mehdorn für die Gesamtleitung. Der erste ackert wütend im Hintergrund, der zweite verspricht weiter vorne auf der Bühne irgendwelche „Sprint“-Programme. Gegenseitig stellen sie ihre Pläne infrage. Wenn der eine A sagt, sagt der andere B. Der eine feuerte den Projektleiter, der andere stellte ihn wieder ein. Nur auf der Baustelle, da bringen sie nichts voran. Amann seit elf Monaten nicht, Mehdorn seit vier. Und Gehälter kassieren sie, dass die neuen Flughafenwände wackeln: 600.000 Euro Grundgehalt pro Jahr für Mehdorn plus 150.000 Euro im Falle des Erfolgs. Amann bekommt rund 450.000 Euro im Jahr. Mit gutem Lohn werden gute Leute angelockt, heißt es. Diese Regel hat im Falle Amann/Mehdorn wohl ihre Gültigkeit verloren. Und über allem sinnlosen Zank der beiden Männer, die sich so ineinander verbissen haben, thront der Aufsichtsrat. Den Vorsitz führt der kränkelnde Matthias Platzeck mit verzagtem Gesicht. Warum musste er den Vorsitz von Wowereit übernehmen? Der sitzt seit Januar als Vize neben ihm und ist zum Zyniker geworden. Denn da es ohne seine Führung ja noch schlechter läuft, hat er gut lachen. Das tut er auch. Unvorbereitet gehen die Herren in die Sitzung. Mehdorn legt ihnen als „Tischvorlage“ einen Stapel Papiere hin. Dann stimmen sie ab und wissen nicht genau, worüber. „Was braucht ihr: Mehr Geld, mehr Leute, wo und wie?“ So fragen manchmal die Aufsichtsräte. Und dann können Mehdorns Leute nicht einmal solche Fragen beantworten. Dieses Bild male ich anhand von Hinweisen, die ich von höchster Stelle bekam. So geht es zu und nicht anders. Die Baustelle in Schönefeld steht still. Und schluckt wie ein Ungeheuer unser Geld. Hat Schupelius recht? Rufen Sie an: 030/2591 73153 oder Mail: gunnar.schupelius@axelspringer.de