Und täglich grüßt das Murmeltier

Derzeit weiß man gar nicht so recht wo man anfangen soll über die größte Pleitebaustelle der Bundesrepublik zu schreiben- den BER.

Blättert man in den Archiven, finden sich 10 Jahre alte Kommentare und Pressemeldungen, die bis heute nichts an Aktualität verloren haben. Im Gegenteil, wer damals dachte, die Bürgerinitiativen spinnen doch mit ihren pessimistischen Prognosen, muss heute feststellen, dass die Aussagen zuviel Optimismus enthielten. Die heutige Wahrheit ist um ein vielfaches schlimmer als noch vor 10 Jahren angenommen.

Hinzu kommt, dass seit einiger Zeit vollkommen irrwitzige "Ideen" im Umlauf sind Tegel doch besser offen zu halten und damit - wieder einmal - die eigenen Beschlüsse in Frage zu stellen. Auch die Partei die zu recht unter "Sonstige" rangiert - die FDP - schickt einen ihrer Talkshow- Dauerschwätzer per "Hauptstadtbrief" ins Rennen um die Offenhaltung Tegels ( an besten bis zum St. Nimmerleinstag) zu rechtfertigen. Dr. Martin Lindner heißt der Schwätzer der seinen geistigen Diarrhö zur Offenhaltung Tegels dort per Interview verbreiten darf.
Hier zum Download
1306 Hauptstadtbrief Lindner Tegel

Wieder ein Grund die FDP am Wahltag dahin zu schicken wo es lange ganz dunkel ist.

Mehdorn verteidigt seine Schwachsinnsidee der schrittweisen Eröffnung - sagt aber selbst, das wäre nur was für eine kleine Airline - geht's noch?

Unwillkürlich kommt immer wieder die Frage auf:
was für ein Kraut rauchen die Verantwortlichen am BER und Leute wie Lindner eigentlich?

Der Geschäftsbericht 2012 ( auf unseren Seiten vorn auf der Eingangsseite zum Download ) für die FBB ist auch so ein Werk - nach dem Motto: wenn ich erstmal groß bin (BER ) , dann werden aber massig Mäuse gemacht.

Und wieder fragt man sich, was die rauchen. Das Kraut muss zum totalen Realitätsverlust führen.

Bei Licht betrachtet ist die GmbH pleite und je mehr Kosten auf den Laden zurollen, je mehr wird es für jedermann sichtbar sein. Noch werden nebulös Einnahmen "erwartet", die mit Sicherheit mit den vorhandenen Strukturen der Airlines nie im Leben erreicht werden können.
Noch wird die weiße Salbe der Hoffnung aufgetragen, um zu verdecken, wie tief der Pleitegeier über dem Terminal bereits kreist.
Noch muss man irgendwie versuchen die EU zu überzeugen, dass noch weitere Gelder gebraucht werden - aber dann geht's sowas von los……

Die "Ergüsse von Wowereit sind als sehr schöne Sammlung auf den Seiten
http://www.be-4-tempelhof.de zu sehen - immer wieder interessant wie der Chefversager sich - mit Sicherheit wider besseren Wissens - immer wieder geäußert hat. Verantwortung übernehmen als alles den Bach runterging - Fehlanzeige. Stößchenwowi ist weiter im Amt und verschleudert Geld was Berlin nie hatte, es zahlen ja Andere. Auch hierüber gibt es auf den Tempelhofer Seiten schöne Auflistungen.

Ein Weckruf

Der aktuelle Kommentar auf unserer Seite "Abschied von BER Illusionen" ist nicht mehr, aber auch nicht weniger als ein Weckruf an die BIs, die rund um den BER für leider sehr verschiedene Ziele kämpfen, die zum größten Teil nicht zielführend sein können. Warum das so ist, wird versucht in dem Kommentar darzulegen.

Wir von der "Neuen Aktion" registrieren seit einiger Zeit zum Glück wachsendes Realitätsbewusstsein in verschiedenen BIs und begrüßen das sehr. So langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass nur ein einziger Grund zu den ganzen Protesten, Klagen und Frustrationen geführt hat --
DER FALSCHE STANDORT

Ebenfalls erkannt wird, dass nichts was den BER betrifft alternativlos ist, schon gar nicht der falsche Standort, Auch wenn einige Milliarden bereits ausgegeben sind, ist dies kein Argument den Betrieb des BER an dieser Stelle aus diesem Grund nicht zu bekämpfen. Ganz im Gegenteil. Die Gelder sind nicht verloren, wie gern behauptet wird, das NNK beweist deutlich, dass mit dem Bauwerk ,im Gegensatz zum Flugbetrieb, in anderer Funktion sogar Geld verdient werden kann.

Der BER wird ans Netz gehen, das ist lediglich eine Frage der Zeit - nur als was er ans Netz geht ist die entscheidende Frage. Es wird gelingen den BER als Übergangslösung herabzustufen wenn alle BIs an einem Strang für EIN Ziel kämpfen - der Standort muss weg.
Natürlich wird das dauern bis ein wirklicher Großflughafen mit wirtschaftlichen Erfolgschancen an anderer Stelle gebaut ist - aber ein Flughafen ist ein generationsübergreifendes Projekt - die heutigen Kinder werden es uns danken.

Sich auf den einzigen Grund aller Proteste zu konzentrieren macht Sinn. Sich in Nebenkriegsschauplätzen zu verzetteln wäre lediglich ein Erfolg der politisch verantwortlichen BER-Versager. Das dürfen wir nicht zulassen, daher ist der Focus aller Bemühungen nur auf das Ziel den Standort anzugreifen zu richten richtig.

Ob Routen , Nachtflugverbot, oder sonstige Nebenkriegsschauplätze - alles wird nach Bedarf geändert und so "flexibel" gehandhabt wie die Wirtschaft es fordert - ohne jede Rücksicht auf die Folgen für die Bevölkerung - Beispiele hierfür gibt es genug.

Als vor Kurzem der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses, Martin Delius ( Pirat ) die Forderung nach einem anderen Standort öffentlich forderte war das reflexartige, kollektive Aufheulen der BER- Versager nicht zu überhören Unisono versuchten sie die Forderung ins Lächerliche zu ziehen und als "unmöglich" abzutun. Hier ziehen die Berliner CDU, die SPD, die FDP und die Grünen an einem Strang - nur keine Standortdiskussion zulassen.

Die reflexartige Ablehnung verriet freilich wieviel Schiss die "Etablierten" vor so einer Diskussion haben. Delius lag genau richtig, sonst hätte es nämlich keinerlei Reaktion gegeben. Wir fordern die Piraten auf diese Standortdiskussion zu erzwingen - wir helfen gern dabei.

Wir werden demnächst die Namen aller Abgeordneten Berlins und Brandenburgs veröffentlichen inkl. dem "Abstimmungsverhalten" zum BER, also Pro oder Kontra, oder besser für oder gegen die Bevölkerung - dann kann jeder für sich bei der nächsten Wahl entscheiden, ob er einen Verfassungsfeind wählt , dem die Grundrechte seiner Wähler egal sind, solange er nur sein Pöstchen hat, oder Demjenigen seine Stimme gibt, der sich um die berechtigten Belange der Bevölkerung kümmert und sich aktiv einsetzt, wenn es sein muss eben gegen seine eigene Fraktion. ( auch da gibt es prominente Beispiele)

Motto: Wir werden helfen Euch die Posten wegzunehmen, wenn ihr uns die Gesundheit und die Lebensqualität wegnehmt. Für unsere Gesundheit gibt es tatsächlich keine Alternative - für ignorante Abgeordnete schon.

Der Klugscheisser

Mehdorn ist ein Quell der Freude - zumindest für jeden Satiriker oder Comedian. Nicht nur das er Jedem auf der Führungsebene, der nicht seiner Sicht der Arbeitsweise am BER entspricht, in die Waden beißt ( Amann hat bereits tiefe, blutende Bisswunden ), nein, seine oft nebenbei geäußerten "Wünsche" werden immer skurriler. Die dauerhafte Offenhaltung von Tegel, der Umzug der Airlines auf eine teileröffnete Baustelle oder die neueste "Idee" einer 3. Landebahn.

Dabei geht er nie zimperlich vor, Mehdorn ist kein Florettfechter, eher Säbel ist sein Instrument. Besser noch würde die Primärwaffe der Neandertaler zu ihm passen - die Keule.

Bei der neuesten "Idee", der 3. Landebahn, blieb er nebulös und sagte nicht was er eigentlich meint - will er eine Bahn in Tegel offen halten? Will er eine 3. Bahn am BER?
Was sollte die Bemerkung? Eine 3. Bahn am BER wäre eine Kriegserklärung an hunderttausende Betroffene und würde auch so verstanden werden. Mit Sicherheit wäre ziviler Ungehorsam der Betroffenen die Folge - mit allen Konsequenzen für die Verantwortlichen Politiker. Sollte seine Bemerkung zum Ziel gehabt haben eine 3. Bahn am BER zu bauen, dann sollte er sich sehr warm anziehen zusammen mit den Politikern, die es wagen dem zuzustimmen.

Mehdorn wäre nicht Mehdorn wenn er die Wirkung seiner Worte nicht genau kennt. Allein die Bemerkung zur Offenhaltung Tegels sorgt bis heute für Diskussionen.
Was also sollte die Bemerkung zur 3. Landebahn?

Mehdorns Methode ist es, kräftig aufs Wasser zu schlagen und mal gucken wo die Wellen ankommen und was für Schäden ggf, angerichtet werden. So agiert jemand der keinen Plan hat, aber so tut als ob er alles im Griff hat - man kann es auch so sehen: Mehdorn ist ein Klugscheisser.

Wirkliche Qualitäten hat er noch nirgendwo bewiesen - höchstens als Spezialist für Brandrodung machte er bisher von sich reden, denn da wo Mehdorn war, hinterlässt er verbrannte Erde - die Wiederaufforstung überlässt er gern seinen Nachfolgern.
Seine "Qualitäten" erschöpfen sich in guten Kontakten - zum Beispiel zu Kumpel Schröder, aber das scheint zu reichen mit bescheidenen Managementfähigkeiten immer wieder eine Spielwiese zum austoben angeboten zu bekommen - im Fall des BER leider auf Kosten der Steuerzahler.

Zwischenruf

ich melde mich auch mal mit einen ZWISCHENRUF: ( was der Suppenjounalist Matthies von Tagesspiegel kann, kann ich schon lange )

Wer Anteile an Air Berlin hält, braucht mal wieder starke Nerven. Die Airline hat ihr Eigenkapital total aufgebraucht, liegt nach Meldungen der Finanzmärkte sogar mit minus 53,1 Millionen Euro tief im roten Bereich.
Zudem hat das erste Quartal der Airline einen Verlust von gut 196 Millionen beschert. Alle Lampen sind damit auf tiefrot. Das Kundenbindungsprogramm ( Vielflieger ) ist längst an Etihad verhökert. Die Airline hat sich etwa eine halbe Milliarde über drei Kuponsanleihen geliehen, die jeweils zu unterschiedlichen Zinssätzen 2014, 2016 und 2018 auslaufen, in der Spitze mit 11,5% Zins. Es gilt als sicher das diese Hochzinskupons nicht bedient werden können. Die Airline hatte zwar ende März etwa 470 Millionen liquide Mittel in der Kasse gehabt, verbrennt die Kohle aber im Rekordtempo, angeblich wegen dem "Sanierungsprogramm Turbine 2013" . Wenn dann in 2014 die Anleihe aus 2011 fällig wird, schlägt die Stunde der Wahrheit. Schon jetzt ist die Verzweiflung nicht zu übersehen. Die Flotte wird eingedampft, Piloten werden an Etihad abgegeben, Mitarbeiter entlassen das alles unter dem schönen Namen "Turbine 2013".

Es wird interessant zu sehen, ob Air Berlin die Eröffnung des BER - wenn er dann überhaupt mal eröffnet wird - erlebt, denn die Definition einer Insolvenz ist relativ einfach: Wenn eine Firma die laufenden Kosten, einschließlich der Zinszahlungen für Kredite, nicht mehr stemmen kann ist sie insolvent - Punkt.

Schaut man sich Air Berlin genau an, steht der Zeiger der Uhr mindestens auf 12, wenn nicht sogar schon einige Sekunden darüber. Die Hauptschuld liegt sicher beim Gründer der Firma, Hunold ( der mit einer geschätzten Abfindung von ca. 4,8 Millionen, zzgl. erheblicher Pensionsansprüche die Segel strich), dessen Expansionswahnsinn die Airline kaputt gemacht hat. Mehdorn war dann der letzte Sargnagel. Verkünden muss wohl der jetzige "Schuldenverwalter" Prock-Schauer.

Fazit: Eine am Rande der Pleite operierende Airline passt zum Pleiteobjekt BER wie die Faust aufs Auge - aus zwei Blinden wird nie ein "Sehender".
Ob Etihad die Airline komplett übernimmt und wie das gehen soll ist die spannende Frage - faktisch hat der Großaktionär ohnehin bereits das Sagen, denn nur mit weiteren, großzügigen Zuwendungen arabischen Geldes ist die Airline überhaupt noch zu retten. Kommen die nicht spätestens 2014 wird Prock-Schauer als Letzter wohl das Licht ausmachen müssen. Die Insolvenzmasse wird Etihad, oder wer auch immer, zu einem Spottpreis übernehmen können.

Dann wird der BER noch vor der Eröffnung endgültig das, was er nach eigener Definition nie sein wollte - ein Billigflughafen für Billigflieger ohne Aussicht die, gefühlt nächsten 100 Jahre, auch nur einen Euro Gewinn zu machen. Stattdessen wird der Steuerzahler für die von Anfang an verkorkste Planung am falschen Standort noch mehr bluten müssen als man sich heute vorstellen mag.

Das ist die wirklich tragische Erkenntnis aus dem Desaster.

Nur ein echter Großflughafen , mit Wachstumsmöglichkeiten und Drehkreuzfunktion kann die Premiumairlines locken, Das ist am BER nicht gegeben, hier fliegt statt Lufthansa dann die Billigtochter Germanwings und auch die anderen Premiumairlines werde sich wohl nur aus Versehen an den BER verirren und ansonsten lieber weiter auf Frankfurt und München setzen. Von da aus gibt es dann genug "Billigtaxis" zur weltweiten Lachnummer BER.

Stoppt den BER-Wahnsinn, plant und baut endlich einen Großflughafen für ganz Deutschland - hier ist der
Lösungsansatz

Der durchgeknallte Rentner

Die Gerüchteküche am BER kocht wieder ein neues Süppchen- allerdings haben wir dieses Süppchen schon länger erwartet, zumindest seit Mehdorn im Amt ist.
Amann ist Mehdorn irgendwie im Weg.

Zur Erinnerung: Auch wir von der "Neuen Aktion" halten Amman für eine Fehlbesetzung, er hat schlicht keinen Ahnung von den Funktionen eines derart komplexen Baus.
Immerhin aber hatte er die Erkenntnis gewonnen zuerst einmal eine gründliche Bestandsaufnahme zu machen und dann erst Aussagen zum weiteren Vorgehen am BER zu treffen. Eine durchaus richtige Entscheidung.

Ganz anders Mehdorn, der schon ab dem ersten Tag im Amt lospoltert und unmögliche bis dämliche "Ideen" präsentiert die allesamt ein Prädikat tragen - "Erst machen, dann denken".
Wohin das führt kann man bis heute bei der Bahn "bewundern" - die S-Bahn fährt bis heute mehr nach dem Prinzip des Würfelspiels, wie nach einem zuverlässigen Fahrplan - dank Mehdorns "Sparpläne" zur Ertüchtigung der Bahn für die Börse ( was natürlich auch nicht geklappt hat ).

Bei Air-Berlin wären ohne die Araber unter seiner Leitung längst die Lichter ausgegangen. Nur der Verkauf der "Kronjuwelen" einer Airline, das Vielfliegerprogramm, rettet - kurzfristig- vor der totalen Pleite. Wie lange, steht auf einem anderen Blatt, aber dann ist Mehdorn - wie bei der Bahn - nicht mehr in verantwortlicher Position.

Genau diesen Schwachsinn versucht er mit irren "Ideen" auch am BER - gegen den Widerstand von z.B. Amann, der nun als Bedenkenträger schon eine Zielscheibe auf der Stirn trägt.

Wird er gebeten "sich anderweitig zu orientieren" wird das teuer, denn er besitzt einen 5 Jahresvertrag. Die Abfindungssumme spielt aber sicher keine Rolle in der verkorksten Finanzplanung des BER, der am Ende alles in allem mit Sicherheit über 10 Milliarden kosten wird.

Besser wäre es, den durchgeknallten Rentner Mehdorn zu entlassen - zudem wäre es auch billiger - nicht nur wegen der zu erwartenden Höhe der Abfindung - sondern auch die Kosten seiner Schnapsideen kann sich die Flughafengesellschaft dann sparen und damit den Steuerzahler, wenn auch minimal entlasten.

Mehdorn kann es nicht- das hat er hinlänglich bewiesen, passt aber mit dieser "Kompetenz" nahtlos in die Reihe der politisch Verantwortlichen am BER.