Der Janus

Der Janus

Verlogenheit, die für sich spricht - die zwei Gesichter des Ramsauer

Wie Politiker wirklich ticken, wenn es um ihre Interessen, ihre Wahlkreise geht, dafür steht der Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU).
Sein Wahlkreis bekommt den Fluglärm durch anfliegende Flugzeuge auf den Flughafen Salzburg (Österreich) zu spüren. Weil dieser  belästigende Fluglärm Ramsauer, bzw. seine ca. 30 000 Bürger trifft, bastelt er nun an einer Flugverbotsverordnung zur Einstellung von Überflügen eben über diesen Wahlkreis. Wie nachlesbar hat Ramsauers Flugverbot zur Folge, dass der Flughafen Salzburg in Konkurs gehen wird.  Gegen diese Brachialwut auf Fluglärm über seinem und den Köpfen seiner Wähler will Ramsauer dem Salzburger Land, der Stadt Salzburg, schweren wirtschaftlichen Schaden zufügen. Dies, weil in seinem Wahlkreis das Recht auf körperliche Unversehrtheit nach Art. 2 GG über den wirtschaftlichen Interessen seines Nachbarn Österreich steht.

Der gleiche Ramsauer tritt aber in Wort und Tat, mit Brachialgewalt, dafür ein, dass mit Neubau des BER die im Berliner Süden und in den betroffenen Brandenburger  Wahlkreisen lebenden 200 000 Menschen dem Fluglärm von 1000 Überflügen/Tag ausgesetzt werden. Für sie gillt der Art. 2 GG offenbar nicht. Zunächst müssen  sich, auch nach Ramsauer, ca. 70 000 Menschen gesundheitsgefährdenden Fluglärm gefallen lassen. Warum? Die einfache Antwort: Wo er selber nicht zur Wahl steht, haben die nicht vom Grundgesetz geschützten wirtschaftlichen Interessen Vorrang vor Grundrechten.

Im Klartext: Dieser Ramsauer hat zwei Gesichter. Er leistet einen Ministereid, mit dem er sich verpflichtet, Schaden vom ganzen Volk abzuwenden, als Meineid. Schlimmer noch: Weil im Namen seiner Partei ein "C" steht, heuchelt er das "C" und teilt Menschen unchristlich in zwei Klassen ein. In seinem Wahlkreis wohnen Menschen, denen wegen des christlichen Gebots "des Ebenbildes Gottes" kein Schaden zugefügt werden darf, weil dies ein Schaden an Gott ist. Nach Ramsauers  grundgesetzlichem  und christlichen Verständnis leben zwischen Schöneiche und Kleinmachnow, dem Süden von Berlin bis Zossen in Brandenburg Menschen, denen man Schaden zufügen muss, weil sie keine Ebenbilder Gottes sind und keinen Anspruch auf Menschenrechte haben, die im Grundgesetz ausdrücklich festgeschrieben sind. Also, wer da lebt, wo sich Ramsauer nicht zur Wahl stellt, ist des Teufels - dem darf man zufügen was man will, weil er zum Vorteil wirtschaftlicher Interessen dem 'Teufel Fluglärm' geopfert werden muss.

Wie es um den Wahrheitsbezug und die Ehrlichkeit von Politikern wirklich bestellt ist, zeigt, dass dieses "teuflische Verhalten" von Ramsauer mit einem Ministerposten belohnt wird. Da gibt es keinen Aufschrei der Abgeordneten, die in Sonntagsreden zum Volksbetrug oder zur Volksbelustigung den Rechtsstaat und die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz postulieren. Allerdings gibt es auch keinen Aufschrei, weder in den Medien noch im Volk, über die Machenschaften der "Ramsauers" in ihrem Alltagswirken. Diese Tatsache lässt wirklich tief blicken. Sie zeigt entweder den nicht mehr vorhandenen Glauben an die Wahrhaftigkeit von Politikern oder die Resignation von Menschen, die lieber leiden und/oder dem Leid anderer zusehen, als für gleiches Recht für alle Menschen zu kämpfen, gleichgültig, in welchen Wahlkreisen sie leben. Beides, vielleicht die Kombination aus Beidem, ist gleich schlimm. Beides zeigt, dass solche Politiker gewählt und in Amt und Würden befördert werden, die mit grundgesetzfeindlichem  und unmenschlichem Handeln Vertreter von Zweiklassenrecht und Zweiklassen-Menschen sind.

Wann endlich erkennen die Wähler, dass nur das totale Aufbrechen der etablierten Politikerbande durch neue Personen über Wahlen Bewegung zum Besseren bringen könnte?

Wählt einfach nicht die Etablierten!
Brecht die Seilschaften auseinander - die Chance bei der letzten Wahl wurde vertan.
Schlimmer als mit der jetzigen Wegelagerer-Bande kann es nicht kommen. 

Die Trümmertruppe

Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Haus bauen. Sie fangen schon mal an, den Bauplan haben Sie sich aus den Internet runtergeladen. Sie glauben, kraft Ihrer Heimwerkererfahrung bekommen Sie das mit dem Geld hin, was Sie sich von Bekannten und Verwandten zusammengeborgt haben.

Irgendwann stellen Sie fest, dass die Kohle wohl nicht reicht, da Ihnen ständig neue Ideen für den Bau gekommen sind, die Sie auch versuchen umzusetzen.  Auf versuchen liegt hier die Betonung, denn Ahnung vom Bau haben Sie leider NULL. So sieht dann auch Ihre Kalkulation aus. Sie brauchen also weiteres Geld, um den Bau fortzuführen.

Auf die Frage des Bänkers, wieviel Sie denn brauchen, zucken Sie mit den Schultern und müssen zugeben-- keine Ahnung.

Auf die Frage, was denn eigentlich noch gemacht werden muss, damit der Bau mal fertig wird, zucken Sie wieder mit den Schultern  --  keine Ahnung

Auf die Frage, was Sie sich für einen Einzugstermin vorgestellt haben, zucken Sie wieder mit den Schultern  -- auch da haben Sie keine Ahnung.

Der Bänker wird Ihnen jetzt selbstverständlich einen Blankoscheck ausstellen, da Sie offensichtlich kompetent und umsichtig genug sind, dieses Haus fertig zu stellen -- oder etwa nicht?

GENAU DAS IST DIE SITUATION AM BER.

Die Finanzchefin, Fölster, hat null Ahnung, was zu tun ist, was es kostet und wie lange das dauern könnte, den BER fertig zu stellen. Dafür möchte Mehdorn eine "Legolanderöffnung" für einen Handvoll Flieger im März 2014 hinbekommen. Die lächerliche, dafür aber teure Nummer wird genauso krachend scheitern wie alles, was der "Macher" Mehdorn bisher versucht hat.  

Kaum zu glauben, welche Trümmertruppe - vom Aufsichtsrat bis zur FBB-Geschäftsführung - dort angetreten ist, um milliardenfach Steuereuros zu vernichten, allen voran unser Feiermeister Wowereit (der sich beim Galaabend der Bambiverleihung ganz sicher richtig zuhause fühlte).

Unglaublich, welche Laienspieltruppe hier versucht, Bauherr zu spielen und von der Materie so wenig Ahnung hat wie ein Elefant vom Jodeln.

Dafür offenbart sich bei der Befragung der BER-Akteure im Untersuchungsausschuss dann schon mal, dass bei den wirklich interessanten Fragen nur das Gedächtnisvermögen einer Stubenfliege vorhanden ist.

Egal wo man hinschaut - ob in den Aufsichtsrat, in die FBB oder bei den Abgeordneten, die bisher jeden Mist abgenickt haben - überall Hilflosigkeit, Inkompetenz, Arroganz und Verantwortungslosigkeit, dafür aber der feste Wille, weitere Milliarden Steuergeld in ein totes Objekt zu stecken.

Die gesamte Trümmertruppe gehört in die Wüste geschickt - ohne Wasser und Pensionsanspruch. Gerecht dem Steuerzahler gegenüber wäre es allemal.

Die Ahnungslosen

Dass Politiker nicht unbedingt wissen oder überblicken, welche - vor allem finanziellen - Folgen ihre Entscheidungen haben, ist hinlänglich bekannt. Das Geld anderer Leute auszugeben (unser Steuergeld) und selbst bei vorsätzlichen Fehlern nicht belangt zu werden, verleitet zu einer gewissen "Leichtigkeit" beim Ausgeben des Steuergeldes.

Das, was auf eine kleine Anfrage des Abgeordneten Christoph Schulze von Bündnis 90/Die Grünen an Antworten auf die Fragen des Abgeordneten kam, ist dann doch mehr als erstaunlich.
Es geht um die "Legolanderöffnung" des Nordpiers, lt. Mehdorn irgendwann im Frühjahr/Sommer 2014, es muss ja (lt. Mehdorn) nur etwas "ummöbliert" werden.

Auf Fragen zu den Kosten der Planung kam: keine Ahnung (im Behördenjargon heißt das: "Hierzu liegen der Landesregierung keine Erkenntnisse vor")

Welche konkreten Baumaßnahmen werden benötigt : keine Ahnung

Welche Kosten entstehen für den notwendigen Rückbau: Keine Ahnung

Aber ganz genau scheint man zu wissen, wie hoch die Herstellungskosten dieser Legolanderöffnung sind: 4.141.200 EUR

Toll - man hat keine Ahnung, was eigentlich nötig ist an Umbauten und weiß auch nicht, was die Planung kostet, geschweige denn der notwendige Rückbau, aber auf den EURO genau weiß man die Herstellungskosten der Baumaßnahme.

Kein Wunder, dass auf öffentlichen Baustellen nichts läuft - keine Ahnung haben kann jeder. Wir dürfen gespannt sein, was die Mehdornsche Schnapsidee am Ende wirklich kostet.

Hier ist die Anfrage, nebst Antworten:
KA_3136_Zuleitung_LT_Antwort