NA Leser wußten es schon

Der Sturz von Amann ist wohl beschlossene Sache. Jetzt wird eben nur vollzogen was NA schon am 17. August öffentlich gemacht hat (NA Leser wissen mehr und früher).

Zitat aus dem Kommentar vom 17.8.13
Hauptpunkt der Beratung (Sitzung Aufsichtsrat) waren absurde Vorschläge von Geschäftsführer (Zampano) Mehdorn und seinem verhassten Technik-Kollegen Amann. Beide hatten in dem Bestreben, ihr Gegeneinander zu dokumentieren, dem Aufsichtsrat Konzepte serviert, nach denen die Aufnahme von Flugbetrieb am BER schon 2014 möglich gemacht werden sollte. Beide Konzepte sind sachlich/fachlich nicht vertretbar und in ihren Zielen gegensätzlich. Das sollten sie auch sein, weil damit das Erpressungspotential für einen Aufsichtsrat vorgegeben war, der innerhalb von 6 Monaten die schwachsinnigsten, von ihm selbst und den Medien bejubelten Personalentscheidungen getroffen hatte, die vor dem Hintergrund der Anforderungen überhaupt zu treffen waren.

Mehdorn und Amann haben dies durch eine Taktik bewiesen, die nur ein Ziel hatte: Verbrämt durch dämliche Konzepte zur „Teilinbetriebnahme des BER in 2014 sollte der Aufsichtsrat in Wahrheit entscheiden: Mehdorn oder Amann.
Das ist nun geschehen. Irgendwann in 2014 - die Baugenehmigung vorausgesetzt - sollen vom „Nordpier“ (geplant als Wartehallen) zu Übungszwecken bis zu 10 Flugzeuge mit knapp über 1000 Passagieren am Tag - herangekarrt mit Bussen - in die weite Welt fliegen.
Zitat Ende

Mit dem Abflug von Amann verlässt der letzte Spitzenmanager, mit toller Abfindung von drei Jahresgehältern, die FBB. Ihm, der im August 2012 von Aufsichtsrat und Propaganda mit singendem Spiel und Fahnen, als exzellenter Retter auf rotem Teppich empfangen wurde, konnte noch zugetraut werden  bei seinen vorhergehenden Arbeitgeber, der FRAPORT, etwas über Flughafen und seine Funktionsabläufe gelernt zu haben. Immerhin hat er ja mit Hängen und Würgen die heute umstrittene 4. Startbahn in ca. 12 Jahren verantwortlich fertiggestellt. Jetzt hat es Mehdorn und sein Aufsichtsrat geschafft den Versuch der BER - Inbetriebnahme ganz in die Hände von Managern und Beratern zu legen die bisher nicht dadurch aufgefallen sind, dass sie etwas vom Flughafenbau verstehen. Angefüttert hat Zampano, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, die Laienspieltruppe durch erkannte Versager die im Juni 2012 von der Baustelle gejagt wurden. Jetzt darf dann wieder darüber gerätselt werden, wer für die Fortsetzung des Desasters auf allen Ebenen der FBB/BER die Verantwortung trägt. Das Ganze ist eine Luftnummer im Stil Wowereit / Mehdorn.

Der Pleitegeier kreist schon

Pleiten von Firmen, auch Größeren, haben in diesem Land Konjunktur. Es geht längst nicht so gut wie es von unseren Politikern gern dargestellt wird, besonders in Wahlzeiten. Davon sind auch Firmen betroffen, die zu 100% in staatlicher Hand liegen.

Der Nürburgring war eine der letzten spektakulären Pleiten - verursacht durch Unvermögen und Sturheit der beteiligten verantwortlichen Politiker. Eine weitere Pleite, von weitaus größerer Bedeutung wirft ihre Schatten voraus.

Die FBB ( Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg ) ist faktisch pleite. Die GmbH wird z.Z. nur noch mit Eigenkapitalaufstockungen und Bürgschaften der Eigentümer gestützt. So ist zu hören, das allein 10 Millionen verbürgt werden mussten, um die notwendigen Verträge mit IT-Firmen überhaupt abschliessen zu können.

Im Klartext bedeutet das, dass die Firmen die FBB nicht mal mit der Kneifzange anfassen würden, falls nicht die notwenigen Beträge von den Eigentümern verbürgt werden. Ein Beweis des Vertrauens zum Auftraggeber FBB ist das gerade nicht - wohl aber ein Hinweis auf die prekäre finanzielle Situation der FBB.

Dazu kommt, das Monat für Monat Verluste von rund 35 Millionen ( lt. FBB ) auflaufen, die durch den Leerstand entstehen. In Wahrheit dürften es eher rund 40 Millionen sein. Auf jeden Fall sind in den letzten 18 Monaten 630 - 720 Millionen an Leerstandskosten entstanden. Die gleiche Summe dürfte bis zu Eröffnung noch einmal auflaufen.

Weiterhin müssen mind. 700 Millionen bereitgestellt werden um die Anschlussverträge mit den Baufirmen überhaupt abschließen zu können, hier gilt das gleiche , wie für die IT-Verträge. Die Baufirmen werden keinen Spaten in die Hand nehmen ohne das die Summen verbürgt werden.

Das heißt auf die Haushalte der Länder und des Bundes kommen Unsummen an nicht eingestellten Geldern zu, die dann wieder per "Nachtragshaushaltt" über teure Kredite beschafft werden müssen und so die Steuerzahler immenses Geld kosten. Die EU wird hier noch ein Wörtchen mitzureden haben, da diese Gelder als nicht erlaubte Subvention gelten dürften.

Die Schadenersatzklagen wegen Nichteröffnung schweben ebenfalls noch wie ein Damoklesschwert über der FBB.

Das Faß ohne Boden - der BER - wird immer weniger finanziell beherrschbar, von einer Wirtschaftlichkeit ist der BER soweit entfernt, dass man schon interstellare Rechengrößen anwenden müsste um sie darzustellen.

Die FBB ist pleite - der Nürburgring lässt grüßen. Nur zugeben will das noch niemand - schon gar nicht vor der Wahl.

Wowereit wollte es billiger und besser machen wie die privaten Baufirmen.

Diese arrogante Ansicht ist an größtmöglicher Selbstüberschätzung nur noch übertroffen von der Einschätzung Thomas Watsons ( IBM Vorsitzender 1943 ), der glaubte das es für Computer einen Weltmarkt von vielleicht 5 Computern gibt.
Der Unterschied: am BER werden Steuergelder in Milliardenhöhe verheizt, die an weit wichtigeren Stellen fehlen - und niemand von den Versagern wird zur Rechenschaft gezogen.