Aktueller Kommentar der "Neuen Aktion"

KomStFloKampagne210917


Staatlich sanktionierte Doppelmoral:
TXL Schließer und ihre Propagandisten entlarvt


„Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu“ ist die Basis für menschliches Zusammenleben, für Solidarität und Schutz von Schwachen in der Gesellschaft.
Wer die Auseinandersetzung um das politisch erzeugte und zu verantwortende Problem des Weiterbetriebs des Flughafens Tegel (TXL) oder der Einstellung des Flugbetriebs über sich ergehen lassen muss, kann nur zum Urteil kommen: Diese Auseinandersetzung hat mit Grundsätzen von Solidarität und Humanität nichts mehr zu tun. Sie ist verachtenswerte Doppelmoral und die Entlarvung der Vertreter der Ellenbogengesellschaft! Es geht um die Befriedigung niederer Instinkte, um Egoismus, um Rücksichtslosigkeit und Verachtung von Fakten. Auslöser und Protagonisten der Befriedigung dieser Instinkte sind die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg, alle Parteien angeführt von der SPD, den Linken und den Grünen.

Wer erleben muss, wie eine Medienkampagne in das Horn von Charakterlosigkeit pustet, lernt dann, wie Kampagnenjournalismus in seinen parteiischen und sachfremden Auswüchsen jede Scham aufgibt. Von journalistischem Handwerk keine Spur. Er verdrängt was geboten ist, wenn es um Kontroverse, ausgewogene Informationen, um Kontrollverpflichtungen „der vierten Gewalt“ geht. Die ganze Hinwendung zur Gesundheitssicherung gegen Fluglärm gilt nur den Betroffenen, die in der TXL Region unter Fluglärm leiden. Wer heute für zukünftige Generationen die Folgen des BER Flugbetriebs einfach ausgeblendet, verurteilt diese Betroffenen zu Parias, zu Opfern von Egoismus und Rechtslosigkeit. Gesundheitsschäden, Zerstörung von Lebensqualität, und Zerstörung ihrer Erholungsgebiete, Menschen die zu Leben in Schallschutzkabinen (sog. schallgeschützte Häuser und Wohnungen) gezwungen werden, Kinder die in Akustikkäfigen in Kitas und Schulen unterwiesen werden, bei Spiel und Erholung einen Fluglärmertragen müssen, der wenigstens mit Rasenmäher-Lautstärken über ihre Köpfe geht, finden keine Gnade vor den Vertretern der Tegel schließen Kampfgruppe.


Ursachen ignoriert und Wirkungen verdreht

Zur Klarstellung: Die Frage Tegel (TXL) Weiterbetrieb „Ja“ oder „Nein“ ist das Ergebnis einer total vermasselten Flughafenpolitik. Ausgerechnet die Versager, die Landesregierungen Berlin/Brandenburg, die Abgeordneten aller Parteien entdecken nun den Fluglärm und seine Folgen, die Folgen aber nur für die Betroffenen von TXL. Vom BER Betroffene, wohin nach ihren Forderungen auch der Fluglärm von TXL abgeschoben werden soll, existieren für St. Florian nicht.

Es ist keine Lappalie, es sind harte Fakten, die vertuscht und verschwiegen werden. Zunächst, bis 2040, so die politischen Versager, sollen die Menschen mit über 500 000 Flugbewegungen (minütlich in 18 Stunden) über Generationen ertragen, weil sie einer Standortfehlentscheidung geopfert werden. Was nach 2040, in weniger als 20 Jahren kommt, steckt in der Schweigespirale. Weil das Wachstum des Flugbetriebs ungebremst weiter geht, darf nicht verschwiegen werden: Der BER wird, wie Großflughäfen immer, in seinem zeitlichen Betrieb auf 100 Jahre kalkuliert. Im Klartext: Spätestens 2030 muss entschieden sein ob der BER mit einer dritten und vierten Start- und Landebahn auf eine Kapazität von 75 Mio. Passagieren mit über 700 000 Flugbewegungen ausgebaut wird. Oder politisch wollen die politisch Verantwortlichen die Kapazität 2040 des BER schlagartig einfrieren? Nach Erfahrung ist nicht zu hoffen, dass sie das Gehirn einschalten und sich dann für den Neubau eines Flughafens mit Zukunft entscheiden. Für einen Neubau da, wo nicht Hunderttausende den Fluglärm aushalten müssen, mit dem sie 150 000 im Umfeld von Schönefeld „beglückt“ haben. Nur, das wird dann auch Realität. Was soll mit dem BER gemacht werden? Sein Weiterbtrieb wäre dann TXL hoch Zwei. Dazu hirnloses Schweigen!

Brandenburger Politik ist Wurmfortsatz von Berliner Interessen

Härtester Verfechter der TXL Schließung ist Brandenburg. Diese Versager wollen, dass über 100 000 Brandenburger in den Landkreisen Dahme Spreewald und Teltow-Fläming die drei– und vierfache Fluglärmbelastung der TXL Betroffenen aushalten müssen, sanktionieren. Fluglärm ist gesundheitsgefährdend und Flugbetrieb ein Sicherheitsproblem nur für West – Berliner, nicht für Brandenburger. Darum ist Flugbetrieb nicht für Tegel zumutbar, aber für die dichtbesiedelten Brandenburger BER Regionen, die Erholungsgebiete, keine Zumutung sondern ein Segen. In ausgeprägtem politischen Irrsinn, im Interesse Berlins, haben sie 1996 schon entschieden, den BER am falschen Standort zu bauen, um 150 000 betroffenen Brandenburgern über Generationen ein menschenunwürdiges (Stolpe, SPD) Leben aufzuoktroyieren.

Brandenburg hätte nicht Opfer sein müssen, wenn die heute gescheiterten Politiker den Verstand eingeschaltet hätten

Heute, nach mehr als 20 Jahren, muss man Brandenburger Politikern die Frage zu stellen: Was wäre Brandenburg heute, wenn seit mehr als 10 Jahren in Sperenberg ein Großflughafen in Betrieb wäre? Die Antwort auf diese Frage würde den Landesverrat an den Interessen des Landes und seiner Bürger aufdecken. Nur, den politischen Versagern die Antwort zu ersparen wäre, auch Verrat, Verrat an intellektueller Redlichkeit, die Verantwortung leiten muss. Darum zur Erinnerung: Der „Speckgürtel“ und seine Gemeinden hätte eine Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung und ein Steueraufkommen, das die Entwicklung ganz Brandenburgs befördert hätte. 40 000 bis 50 000 direkte und indirekte Arbeitsplätze am Großflughafen hätten Abwanderung im südlichen Brandenburg umgedreht.

Über Arbeitsplatzverluste durch Aufgabe der Lausitzer Braunkohlengruben und Kraftwerke müsste nicht gejammert werden. Denn die Zukunft, auch dieser Arbeitsplätze, wäre durch das Projekt Großflughafen eine sichere Zukunft geworden. Brandenburg hätte eine Zukunft ohne Zahlmeisterei für Berliner Interessen, die am BER manifestiert sind. Anstatt Milliarden in einen BER ohne Zukunft zu versenken, würde man Milliarden aus einem Großflughafen mit Zukunft für 100 Jahre erzielen. Brandenburg hätte einen „Leuchtturm“ in seinen Landesgrenzen, der auch nach Berlin gestrahlt hätte. Wer will in Abrede stellen, dass Berlin, die deutsche Hauptstadt, sich einem Flughafen verweigert hätte, den Brandenburg im Angebot gehabt hätte?


Noch ist Brandenburg nicht verloren.

Ob das endgültige „Aus“ für den BER heute oder in 20 Jahren kommt, die grandiose Standortfehlplanung, den gescheiterten BER, ein neuer Großflughafen für Berlin Brandenburg kommt mit Sicherheit. Mit Sicherheit wird Berliner Posemuckelpolitik lernen: Das Gesetz des Handelns für einen Großflughafenneubau hat Brandenburg.

Nur in Brandenburg gibt es Standorte, ob Sperenberg, Jüterbog – Ost oder weitere, die eine Zukunftslösung in Ablösung eines gescheiterten BER möglich macht. Wie, dazu gibt es Alternativen, die durch die Projektstudie aus 2013, Zentralflughafen für Deutschland (
Nachnutzungskonzept) oder durch die Projektplanung der “dreyer planungsgesellschaft“ (Fachtagung) die Lösung/Alternativen zum BER Desaster beweisen.

Redaktion NA

 
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Aus gegebenen Anlaß wollen wir auf einen Kommentar aus dem Dezember 2012 !! verweisen, in dem bereits vorgerechnet wurde, daß der BER als Singleairport niemals die Passagierzahlen bewältigen kann, die bereits damals abzusehen waren. Jetzt tun alle Verantwortlichen "überrascht". Mehr Verlogenheit geht nicht. Tegel wird offenbleiben müssen, SFX ( Schönefeld -alt ) ebenso. Damit ist die gesamte BER-Planung grandios gescheitert - wie vorausgesagt.

Von Anfang an - bereits mit der völlig falschen Standortwahl - waren alle heute bekannten Probleme vorprogrammiert.
Dazu gesellte sich eine bunte Schar an hilf-und ahnungslosen Politikern, die während ihres "Wirkens" am BER sämtlich die Lage nur verschlimmerten, dafür aber niemals auch nur den Hauch einer Verantwortung bei sich sahen. Die ebenso zahlreich wechselnden Chefs am BER passten sich den jeweils ahnungslosen Politikern an - mit dem Unterschied das alle bisherigen Chefversager mit dicken Abfindungen das Weite suchten.

Hier nun der Kommentar aus dem
Dezember 2012

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