Aktueller Kommentar der "Neuen Aktion"

KomTäuscher2807

ELD ist Münchhausen

Wenn Fakten gefährlich werden, zieht „Flughafenchef“ vom „Flughafen Berlin Brandenburg“ (FBB), Lütke Daldrup (ELD, SPD), alle Register, um solche Fakten nicht nur der Öffentlichkeit, sondern auch Abgeordneten des Brandenburgischen Landtags vorzuenthalten und Wahrheiten zum Chaos zu vertuschen. An seiner Seite dann auch stets die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg, die nur begrenztes Interesse an der Veröffentlichung von Wahrheiten über das BER Chaos haben.

Im Folgenden ein Überblick zum aktuellen Chaos mit Einblicken zur Wahrheit, zu Behauptungen und zur Propaganda, dass der BER im Oktober 2020 in Betrieb gehen wird.

Ein TÜV Bericht zum Baustatus durfte nicht ans Licht

Eklatant war/ist der ELD Versuch, die 18. und 19. Fortschreibung des Statusberichts des TÜV über festgestellte Mängel des Baupfusches am BER durch Amtsanmaßung vorzuenthalten. ELD, offensichtlich mit Duldung der brandenburgischen Landesregierung, vertreten durch Ministerpräsidenten Woidke (SPD), wollte verhindern, dass der „Parlamentssonderausschuss BER“ schon vor Monaten in Kenntnis der TÜV Feststellungen über Baumängel, Baufortschritt und Termine bekäme, die Auskunft über den Termin der BER Inbetriebnahme geben.  

Auf Forderung des BER Ausschusses, von Abgeordneten, verweigerte ELD die Herausgabe des Berichtes mit der Begründung, dass dieser Bericht geheim gehalten wird und erklärte ihn praktisch zur Verschlussache (VS). Die Dreistigkeit und Amtsanmaßung  seines Vertuschungsmanövers wird ihm nun durch Gutachten des Parlamentarischen Beratungsdienstes (29.07.2019) als rechtswidrig bescheinigt. Frei nach Gutsherrenart und Anmaßung von nicht zustehenden Rechten zur Einstufung von Vorgängen als  geheim zuhaltende Verschlussache, hatte ELD diesen Bericht zur Verschlussache erklärt, um den Abgeordneten vorzuenthalten, was sie wissen wollten.

ELD konnte diese Anmaßung durchsetzen, weil es offensichtlich eine Interessenidentität mit der Landesregierung gab, die allein zur Einordnung von Vorgängen zu Verschlusssachen berechtigt ist, ELD aber „schalten“ ließ. Offensichtlich wusste diese Landesregierung aber was dem Parlament nun durch den Parlamentsdienst bescheinigt wurde: Die TÜV–Berichte enthalten keinerlei Informationen, die ein Interesse zur Einstufung zur Verschlussache gerechtfertigt hätten. Und dann noch die Feststellung: Die öffentliche Kontrolle überwiegt die Interessen der FBB.

Nun wird ELD herausrücken müssen, was  auch Abgeordnete nicht wissen sollten und auch die Landesregierung weder Parlament und Öffentlichkeit berichtet wissen wollte. Öffentlichkeit und Medienvertreter dürfen noch einige Tage gespannt abwarten, mit welchen Finessen ELD die Veröffentlichung noch zu verhindern versucht bzw. welche Wahrheiten in diesem Bericht stehen.

Wer ELD glaubt, glaubt an seine Seligmachung
 
Im Stil des „Jubelpersers“ verkündet  „Flughafenchef“ Lütke Daldrup (ELD, SPD), am BER laufe alles nach Plan, so am 26. Juli 1019:
 „Der Beginn der übergeordneten Wirk-Prinzip-Prüfungen noch im Juli bestätigt unseren Terminplan bis zur Eröffnung des BER im Oktober 2020. Mein besonderer Dank gilt der Projektleitung des FGT und den Kompetenzteams, die in den letzten Wochen mit aller Kraft die Voraussetzungen für den Beginn dieser abschließenden Prüfung geschaffen haben.“
Die für eine Prüfzeit von 2 Monaten geplanten Wirk-Prinzip-Prüfungen (WPP) sollen das sichere Zusammenspiel aller Anlagenteile am BER prüfen. Es muss in der Praxis,  insbesondere für Notfälle/Havarien sicher gestellt sein, dass alle Alarmsysteme, Brandmelder, Sprinkler -  und Entrauchungsanlagen, Fluchtwege zu 100% funktionieren und die Flucht von Passagieren und Mitarbeitern sicher gestellt ist. Mehr als 300 unterschiedliche Notfall–Szenarien müssen einer Prüfung unterzogen werden, alle Gebäudeteile des Terminals (T1) sind Gegenstand der WPP.

Was ELD aber verschweigt ist, dass er dem TÜV eine vollständige Dokumentation für die WPP zur Verfügung stellen muss, damit der TÜV weiß, was er zu prüfen hat bzw. welche Ergebnisse die Prüfungen hatten, die unter Verantwortung von ELD vorab getätigt wurden. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird ELD diese gefordert Dokumentation nicht vorlegen können. Der TÜV wird darum die angekündigte Prüfung verweigern. In Konsequenz dieser Fakten bricht das Propagandaprinzip des ELD wie ein Katenhaus zusammen. Der BER liegt auf „dem Sterbebett“.
 
Die Terminplanung zur Inbetriebnahme 2020 ist Illusion
 
Unabhängig vom Wahrheitsgehalt, bei Ignoranz gegenüber Risiken/entdeckten Fehlerquellen, behauptet ELD zum Zweck der Täuschung, der Beginn der Prüfung bestätige „unseren Terminplan“. Fakt ist, es gab schon den Terminplan zur Wirk-Prinzip- Prüfung (WPP) für Herbst 2018, nachgeschoben im Frühjahr 2019. Weil das Verfahren bis Abschluss zur WPP 2 Monate und mehr dauert, kaum vorstellbar ist, dass es keine Probleme gibt, ist jede Terminplanung nur ein Abendteuer. Lakonisch, als Beruhigungspille, sagt ELD dazu “Wir prüfen mehrere Hundert Szenarien. Sollte etwas wider erwarten nicht funktionieren, werde das parallel nachgearbeitet.“

Die zwangsläufige Nacharbeit und eine erneute Systemprüfung machen absehbar, dass die ganze Terminplanung bis hin zum Inbetriebnahmetermin für behaupteten Oktober 2020 schon jetzt nur noch eine Glaubensfrage des ELD „selig“ ist. Die einfache Rechnung lautet: Wenn alles gut geht ist Inbetriebnahme Ende 2022.

 
ORAT die nächst Hürde nach WPP mit ungewissem Ausgang
 
Hinter den vier Buchstaben ORAT (Operational Readiness and Airport Transfer) steht ein ebenso komplexer wie komplizierter Prozess zur Prüfung und Feststellung, ob der BER ein in der Praxis funktionierender Flughafen ist. Teil der Prüfung ist ein simulierter Praxistest mit dem unter Einsatz von Komparsen (als Passagiere) und Mitarbeitern das Gesamtsystem von Check In, Check Out, den Sicherheitsanforderungen unter Bedingungen der Nutzung in Stoßzeiten geprüft wird. Üblich sind diese Prüfungen über 2 bis 3 Tage der jeweils täglichen Betriebszeit des Flughafens.

Vorbereitend muss sichergestellt sein, dass alle Beschäftigten am BER durch Schulung in ihren Aufgabenstellungen sicher und verantwortlich diese wahrnehmen können. Voraussetzung auch für den Probebetrieb sind Personalschulungen, die Sicherstellung von Organisationsabläufen und ein funktionierendes IT – System mit Kompatibilität zu den Systemen aller Fluggesellschaften. Für die hierfür notwendige Zeit gibt es Erfahrungen aus Mehdorns Sprintprogrammen in 2013. Der „schnelle Mehdorn“ hatte für ORAT 5 bis 7 Monate angesetzt.

Erst, wenn das gesamte Prozedere abgeschlossen ist, kann das Bauordnungsamt (Dahme Spree) unter Einsatz von Experten prüfen, ob der BER eine Betriebsgenehmigung bekommt. Sicher wird diese Prüfung auch nicht unter einem Zeitraum von 3 Monaten abzuschließen sein.

Mit seinen Behauptungen nach immer noch möglicher Inbetriebnahme Okt. 2020 wird ELD bald nach den Wahlen in Brandenburg auf dem Boden der Realität landen. Geraten werden darf aber schon jetzt, welch böse Geister werden die Schuld daran aufgebürdet bekommen, dass Gutes verhindert wurde. Vielleich doch die Dübel für Kabelaufhängung oder die böse Zulassungsbehörden, die keine Sondergenehmigung erteilt haben.
 
Redaktion NA

Faulenbach da Costa (FdC) deckt das politisch-rechtliche Versagen auf beim Versuch, den BER am falschen Standort eine Chance zu geben.

 
In einer Denkschrift zum 70. Geburtstag von Rechtsanwalt Wolfgang Baumann (siehe Link) deckt Flughafenplaner  Dieter Faulenbach da Costa, (FdC, Offenbach) das politische Versagen der Berlin-Brandenburger Landesregierungen, der beteiligten Behörden und der Parlamente dieser Länder präzise auf. Dieses Versagen, so wird im Beitrag belegt, wird kompletiert  durch Versagen der Rechtsprechung.

Durch ihre Urteilsfindung (z. B. Bundesverwaltungsgericht 2006 und 2011), wurden die Manipulationen möglich gemacht, die heute Teil von Pannen und Chaos sind. Die Politik bediente rücksichtslos alle Möglichkeiten, um machtpolitisch den BER am falschen Standort durchzusetzen  und zu bauen.
Offensichtlich, wie FdC auch am Beispiel des permanenten Ausbaus des Flughafens Frankfurt/Main belegt, sind nicht nur den Entscheidungen, die für den BER getroffen wurden, der Geländegängigkeit von Richtern, Landesregierungen, Behörden, "der Politik", und Gerichten geschuldet.

Immer, wenn es um Klagen und Entscheidungen in Flughafenfragen geht, gilt für die Rechtsprechung der Grundsatz der Planerhaltung. Was dann mit Bau und Ausbauplanungen geschieht, müsste den Richtern die Schamröte ins Gesicht treiben.

Wer liest, was  FdC, der wie kein anderer Gutachter und Experte von Anbeginn in verschiedensten Funktionen mit dem BER Dilemma befasst war, in seinem Beitrag schreibt, dem wird klar: Die politischen Entscheidungsträger, flankiert von zuständigen Behörden, waren unbelehrbar, beratungsresistent, verlogen und weit ab von rechtsstaatlichem Denken und Handeln. Man darf den Beitrag von FdC auch als bitteres Lamento werten über zig gescheiterte Versuche, rechtlich fachlich richtige Entscheidungen zu erzwingen.

Die  politischen Akteure, die für alle Entscheidungen zum BER, sein Chaos, die Verantwortung tragen, tragen auch die Verantwortung dafür, dass Beobachter in Ost und West dieses Handeln empfinden als abseits vom Rechtsstaat und von Vernunft und gerichtet gegen die Rechte und Interessen der Anwohner, die von den Folgen dieser Rücksichtslosigkeit über Generationen betroffen sein werden.

NA gibt zu, es gehört Mut dazu, diesen Beitrag zu lesen, weil er auch mit eigenen Vorurteilen aufräumt und Medienvertretern einen Spiegel vorhält, die oft als bare Münze genommen haben, was ihnen die Propaganda von Politik und Vertretern der Flughafengesellschaft zum Bau des verkündeten modernsten Flughafen Europas, einer Kathedrale des 21. Jahrhunderts, aufgebunden haben.

 
NA

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Link anklicken, downloaden und staunen!

Hier der Link zur
Denkschrift von
Dieter Faulenbach da Costa

FDC-zu-BER
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Aus gegebenen Anlaß wollen wir auf einen Kommentar aus dem Dezember 2012 !! verweisen, in dem bereits vorgerechnet wurde, daß der BER als Singleairport niemals die Passagierzahlen bewältigen kann, die bereits damals abzusehen waren. Jetzt tun alle Verantwortlichen "überrascht". Mehr Verlogenheit geht nicht. Tegel wird offenbleiben müssen, SFX ( Schönefeld -alt ) ebenso. Damit ist die gesamte BER-Planung grandios gescheitert - wie vorausgesagt.

Von Anfang an - bereits mit der völlig falschen Standortwahl - waren alle heute bekannten Probleme vorprogrammiert.
Dazu gesellte sich eine bunte Schar an hilf-und ahnungslosen Politikern, die während ihres "Wirkens" am BER sämtlich die Lage nur verschlimmerten, dafür aber niemals auch nur den Hauch einer Verantwortung bei sich sahen. Die ebenso zahlreich wechselnden Chefs am BER passten sich den jeweils ahnungslosen Politikern an - mit dem Unterschied das alle bisherigen Chefversager mit dicken Abfindungen das Weite suchten.

Hier nun der Kommentar aus dem
Dezember 2012

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