Aktueller Kommentar der "Neuen Aktion"

KomCHIBER250919

China, China – und die Katastrophennummer BER

Nach 4 Jahren Bauzeit wurde der internationale Flughafen Peking (China) in Betrieb genommen. Er ist ein Mega–Airport der mit einer Kapazität von 45 Mio. Passagieren/Jahr startet und ohne weiteren Ausbau demnächst 100 Mio. Passagiere/Jahr abfertigen wird. Als „Seestern“ konstruiert, bieten seine funktionalen Abläufe den Passagieren kurze Wege von maximal 600 m vom Check In zu den Gates. Mit einer Schnellbahn erreichen die Passagiere in 20 Minuten von der Pekinger Innenstadt den  Airport an seinem Standort in 50 km Entfernung von Peking.

BER ein Projekt besudelt mit Dummpropaganda

Die politischen Spinner in Berlin und Brandenburg bearbeiten seit 20 Jahren mit Dummpropaganda die Öffentlichkeit. Sie verkündeten, wir bauen den modernsten Flughafen Europas, eine Kathedrale des 21. Jahrhunderts am Standort „Schönefeld“ (Alt), den wir unbestritten am falschen Standort bauen. Aber dieser Standort ist in Stadtnähe, und die Belastung der 200 000 vom Fluglärm Betroffenen, zwischen zwei Siedlungsbändern, ist der Preis für den Komfort, den wir Passagieren bieten, die nur 20 km im 15 Minutentakt bis in den unterirdischen Flughafenbahnhof anreisen müssen. Für Bauzeit der nötigen Verkehrsinfrastruktur und den BER-Airport brauchen wir maximal 5 Jahre, von 2006 bis 2011. Diese Propaganda, die dumme Angeberei, hat verschwiegen, dass die für den Bau verantwortlichen Genossen (SPD) und ihre Bauchredner (CDU. Grüne, Linke) keine Chinesen sind.
Darum kam es zu Chaos, Totalversagen der Architekten (gmp), der Unternehmen, die nicht wussten was sie taten, zu Profiten für die, die wussten was sie taten, und Genossen die großmäulig behaupteten: wir können auf eine privaten Bauherrn und privaten Betreiber des Flughafens verzichten, weil wir es noch billiger machen, wenn wir selbst bauen und finanzieren.

Die Wahrheit versus Propaganda – Passagiere werden „abgefertigt“

Ergebnis: nach 15 Jahren Baupfusch, sieben gescheiterten Terminen der Inbetriebnahme sind praktisch 10 Mrd. € für die Kathedrale, Grundstücke, Verkehrsinfrastruktur, Gutachter, Gerichtsverfahren, Rechtsanwälte u. u. ausgegeben und geflogen wird immer noch nicht.
Im Oktober 2020 soll es jetzt so weit sein. Engelbert Lütke Daldrup (ELD) sei optimistisch und stellt den Termin Oktober 2020 als sicher dar. Im November (2019) soll, so soll die Öffentlichkeit glauben, will ELD einen absolut verbindlichen Inbetriebnahme-Tag für Oktober 2020 verkünden. Der BER soll dann, mit seiner Infrastruktur - ursprünglich geplant für 17 Mio. Passagiere/Jahr, noch vor Monaten für 22 Mio./Jahr -  jetzt plötzlich 27 Mio. abfertigen.

Dann soll die gequetschte Passagierkapazität von Tegel (TXL, gequetschte 22 Mio.), der definitiv dichtmachen soll, hinein ins BER Terminal1. Wie jedoch bei fehlenden Gepäckbändern, Sicherheitskontrollen und Countern im BER Terminal 1 aktuell, bei Inbetriebnahme bis 27 Mio. Passgiere an die Gates getrieben werden sollen, ist Geheimnis. Denn, dieser Versuch wird alles in den Schatten stellen, was Passagiere seit Jahren im TXL mi 14 Gepäckbändern, 171 Countern und 60 Sicherheitskontrollen erleben mussten. Gegen diese, noch zu wenigen Abfertigungskapazitäten am TXL stehen noch mangelhaftere Abfertigungskapazitäten am BER Terminal 1: Gepäckbänder 8, Counter 116, Sicherheitskontrollen 36 zur Verfügung. Wie dann 27 Mio. Passagiere am BER Terminal 1  mit praktisch 40% bis 50% weniger Check In Möglichkeiten in auch nur mangelhafter Servicequalität „abgefertigt“ werden, darüber schweigt ELD.

Es geht nicht ohne Peitschen

Darum  kommt es am BER wie es kommen musste: Die Passagiere müssen mit Peitschen zu den Gates transportiert werden (Faulenbach da Costa). Bei Abflugabfertigung und Ankunftsabfertigung geht es nicht um Service sondern um einen Zeitaufwand für Passagiere der alles in den Schatten stellt, was am TXL Praxis ist. Daran ändert auch ein Terminal 2 nichts, dass  irgendwann nach Inbetriebnahme von Terminal 1 eine Entlastung durch eine geplante Kapazität für 6 Mio. Passagiere bringen soll. In der Schweigespirale ist bisher noch: Wie kommen Umsteiger vom BER Terminal 1 oder 2 zum SXF oder von dort zum BER?
 
Rechtssanktionen nur für Bürger – nicht für politisches Tollhaus

BER ist, wegen der Negierung des Baugenehmigungsrechts, ein Stück aus dem Tollhaus. Weder für das Terminal 2 noch für die nach Masterplan zu genehmigenden Terminal 3 und 4 gibt es Vorfahrten für Autos und Busse. Konsequenz: Passagiere die Abfertigung und Gates erreichen wollen, müssen wegen langer Wege (500m und mehr) die Kondition von Mittelstreckenläufern mitbringen. Jedem privaten Bauherrn, der für sein „Geschäftchen“ nicht Parkplätze und eine gesicherte Vorfahrt nachweist, werden die Baugenehmigungsbehörden nie eine Baugenehmigung erteilen. Ihn trifft die Härte des Rechts, die die angeblichen Schützer des Rechts für sich einfach außer Kraft setzen. Rechtsanktionen nur für Bürger, ein toller Rechtsstaat!

Wer siebenmal lügt, dem glaubt man nicht

Wer  glauben möchte was „Flughafenchef Lütke Daldrup (SPD), sein Bauchredner in Person des Vorsitzenden des FBB Aufsichtsrats, Bretschneider (SPD), die politischen Führungsfiguren Ministerpräsident Woidke (SPD, Brandenburg) oder der Regierende Bürgermeister von Berlin, Müller (SPD) zum nun als sicher propagierten Inbetriebnahmetermin, Oktober 2020, erzählen, muss schnell vergessen, dass diese Versager schon siebenmal die BER Eröffnung ansagten um dann mit abenteuerlichen Behauptungen „April, April“ zu verkünden.
In 12 Monaten soll es soweit sein, im Tenor von ELD sind nur noch Problemchen zu lösen, denn der zunächst die Funktionsfähigkeit prüfende  „TÜV – Rheinland“ hat in Erkenntnis nur geringer Mängel seine Prüfung abgeschlossen (27.09.19). Es lohnt sich die Mängel und Probleme in

Stichworten anzulesen um zu erkennen, dass Realität und Inbetriebnahme-Propaganda eine Lücke klafft, von der nur ELD sicher zu sein scheint, diese schließen zu können:

  • Es wird an Zeitplänen gearbeitet, mit denen sichergestellt werden soll, dass die Schließung von TXL und der Umzug von Fluggesellschaften, Mitarbeitern, Feuerwehr u. u. gesichert ist und vollzogen werden kann

  • Es wird an Plänen gearbeitet, die sicherstellen, dass die „umgezogenen“  Mitarbeiter für den BER fit sind, wenn sie ihren TXL Arbeitsplatz verlassen.

  • Es wird einen Real-Test, 6 Monate vor Inbetriebnahme geben. Mit 20 000 Komparsen, Flughafenpersonal und Sicherheitspersonal sollen Funktionen und Sicherheitsvorschriften geprüft werden.

  • Es geht auch um Flugrouten und Flugsicherheit. Verantwortlich die „Deutsche Flugsicherung“ (DFS). Hierzu die Aussagen ihre Präsidenten Scheuerle,:…, sein Unternehmen brauche mindestens 13 Monate Vorlauffrist für die Eröffnung, eventuell sogar mehr… Dieser Zeitrahmen ist jetzt, Oktober 2019, praktisch erschöpft. Die Flugsicherung könnte sich daher am BER  für ELDs Wunschtraum als Engpass erweisen.

  • Die Fluggesellschaften (Airlines) haben schon erklärt, dass sie spätestens im November den sicheren Inbetriebnahmetermin kennen müssen, um ihre Vorbereitung für Umzug, Bereitstellung von Flugzeugen, Schulung der Mitarbeiter u. u. sicherstellen zu können.

  • Es müssen die Systempartner, Sicherheitsdienste, Polizei, Reinigungsfirmen, Gepäckbeförder u. u. 12 bis spätestens 6 Monate im Vorlauf über einen sicheren  Inbetriebnahmetermin informiert sein.

  • Die Mieter, von Shops bis Dienstleistungen für Passagiere, benötigen ebenfalls sichere  Zeiten für die Inbetriebnahme.

  • Die Personalbeschaffung wird zum Problem. Einmal muss ELD davon ausgehen, dass Mitarbeiter in Tegel oder von Dienstleistern in Tegel nicht bereit sind, in Schönefeld ihre Arbeit fortzusetzen.

Genehmigungsmanipulation durch Haftungsfreistellung

Voraussetzung für die Beseitigung der „Problemchen“, so die Darstellung von ELD, ist die Betriebsgenehmigung/Nutzungsfreigabe durch die Prüfbehörde Landkreis Dahme-Spreewald. Vorsorglich heroisch hat hierzu der verantwortliche Landrat Loge (SPD) schon verkündet:… „Bei sicherheitsrelevanten Mängeln werden wir keine Zugeständnisse machen, auf keinen Fall“,…..Es scheint, dem Mann ist zu Ohren gekommen, was hinter den Kulissen vorbereitet wird. Er und seine Mitarbeiter sollen aus der persönlichen Haftung zu Prüfergebnissen genommen werden. Denn, wenn Loge tut, was er ankündigt, können die Prüfergebnisse seiner Mitarbeiter und Gutachter zum Ko - Kriterium werden. Der BER dann Ruine? Also keine Haftung, dafür fünf gerade sein lassen, um ELD und den politischen Versagern die Freude zu machen, den Flughafen trotz Sicherheitsmängeln im Oktober 2020 in Betrieb nehmen zu können.

Mit den Ausbauplänen (Masterplan) auf 60 Mio. Passagiere, ohne Planfeststellungsbeschluss durch Planergänzungen, wird die Rechtsbeugung auf die Spitze getrieben. Denn, was ELD und Politik hartnäckig verschweigen, ist der hierfür notwendige Bau einer dritten Start– und Landebahn (Piste). Fehlt jetzt nur noch die dreiste Behauptung: zu den Baugenehmigungen von weiteren Terminals gehört eine dritte Piste. Für deren Bau brauchen wir auch keinen Planfeststellungsbeschluss. Seine Genehmigung ist in den Baugenehmigungen für die Terminals inklusiv.

NA



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Hier der Link zur
Denkschrift von
Dieter Faulenbach da Costa

FDC-zu-BER
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Aus gegebenen Anlaß wollen wir auf einen Kommentar aus dem Dezember 2012 !! verweisen, in dem bereits vorgerechnet wurde, daß der BER als Singleairport niemals die Passagierzahlen bewältigen kann, die bereits damals abzusehen waren. Jetzt tun alle Verantwortlichen "überrascht". Mehr Verlogenheit geht nicht. Tegel wird offenbleiben müssen, SFX ( Schönefeld -alt ) ebenso. Damit ist die gesamte BER-Planung grandios gescheitert - wie vorausgesagt.

Von Anfang an - bereits mit der völlig falschen Standortwahl - waren alle heute bekannten Probleme vorprogrammiert.
Dazu gesellte sich eine bunte Schar an hilf-und ahnungslosen Politikern, die während ihres "Wirkens" am BER sämtlich die Lage nur verschlimmerten, dafür aber niemals auch nur den Hauch einer Verantwortung bei sich sahen. Die ebenso zahlreich wechselnden Chefs am BER passten sich den jeweils ahnungslosen Politikern an - mit dem Unterschied das alle bisherigen Chefversager mit dicken Abfindungen das Weite suchten.

Hier nun der Kommentar aus dem
Dezember 2012

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